Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche, Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum und die Lei­te­rin des Amtes für Migra­tion und Inte­gra­tion, Miriam Koch, (v.r.) stell­ten die Not­schlaf­stelle Alde­kerk­straße vor,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Neue Not­schlaf­stelle an der Alde­kerk­straße eingerichtet/Wohnungslosen Men­schen wer­den Hilfs­an­ge­bote gemacht

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf will Lager von woh­nungs­lo­sen Men­schen an neur­al­gi­schen Stel­len im Stadt­ge­biet nicht län­ger dul­den. In den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat­ten sich die Hin­weise auf soge­nannte “Plat­ten” im öffent­li­chen Stra­ßen­raum gehäuft. Kon­kret han­delt es sich dabei um die zum Teil über­di­men­sio­nal gro­ßen Lager­stät­ten am Ratin­ger Tor, unter­halb der Rhein­knieb­rü­cke und am Para­dies­strand. Der Hin­ter­grund ist, dass Hin­weis­ge­ber sich zum einen um die sozial pre­käre Situa­tion der lagern­den Per­so­nen sorg­ten und die Stät­ten zum ande­ren auf­grund feh­len­der sani­tä­rer Ein­rich­tun­gen in erheb­li­chem Maß durch Abfälle und Exkre­mente ver­un­rei­nigt waren.

Die Stadt hat des­halb an der Alde­kerk­straße in einer ehe­ma­li­gen Schule ein neues Ange­bot eines “nächt­li­chen Not­dachs” ein­ge­rich­tet. Dort dür­fen auch Hunde mit­ge­bracht wer­den. Die Hilfs­an­ge­bote wur­den den Betrof­fe­nen durch Street­wor­ker unter­brei­tet, aller­dings hat bis­her kei­ner von ihnen die­ses Ange­bot ange­nom­men. Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche, Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum und die Lei­te­rin des Amtes für Migra­tion und Inte­gra­tion, Miriam Koch, die auch für die Obdach­lo­sen zustän­dig ist, stell­ten die neue Not­schlaf­stätte am Don­ners­tag, 26. Sep­tem­ber, vor.

Miriam Koch, Lei­te­rin des Amtes für Migra­tion und Inte­gra­tion: “Die Räum­lich­kei­ten an der Ald­kerk­straße wur­den zur Auf­nahme von Obdach­lo­sen vor­be­rei­tet, die an ver­schie­de­nen Stel­len im Stadt­ge­biet Zelte auf­ge­schla­gen haben.” Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche ver­si­chert: “Als Soli­dar­ge­mein­schaft ist es unsere mensch­li­che und mora­li­sche Pflicht und unser Ziel, allen Men­schen zu hel­fen. In Düs­sel­dorf muss kein Obdach­lo­ser auf der Straße schla­fen. Mit Ange­bo­ten wie dem an der Alde­kerk­straße wird den Nut­zern der ‘Plat­ten’ die Chance gebo­ten, unsi­chere Lebens­si­tua­tio­nen zu ver­bes­sern.” Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum ergänzt: “Nicht alle Betrof­fe­nen sind bereit, diese Ange­bote anzu­neh­men. So war es auch zuletzt bei den Obdach­lo­sen, die am Ratin­ger Tor, unter der Knieb­rü­cke, am Para­dies­strand oder an ande­ren Stel­len im Stadt­ge­biet cam­pier­ten. Die Räu­mung der Lager und Wie­der­her­stel­lung ord­nungs­ge­mäß gerei­nig­ter Flä­chen ist nicht zuletzt aus ord­nungs­recht­li­chen Grün­den zwin­gend erfor­der­lich. Ziel der Stadt bleibt natür­lich den­noch wei­ter­hin, die Betrof­fe­nen in die Hilfs­an­ge­bote zu ver­mit­teln, und sie nicht sich selbst zu überlassen.”