Gesund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Lau­mann hat am Mon­tag, 1. März 2021, den wei­te­ren Impf­plan für das Land Nord­rhein-West­fa­len vor­ge­stellt. Dem­nach wird das Land nun begin­nen, auch Men­schen, die gemäß Coro­na­vi­rus-Impf­ver­ord­nung des Bun­des in der Prio­ri­sie­rungs­gruppe 2 ste­hen, suk­zes­sive ein Impf­an­ge­bot zu unterbreiten.

„Wir errei­chen hier­mit einen wei­te­ren Mei­len­stein im Kampf gegen das Coro­na­vi­rus: die breite Imp­fung der Men­schen mit einer hohen Impf­prio­ri­sie­rung“, so Minis­ter Lau­mann. „Wir set­zen dabei unsere Stra­te­gie fort, ins­be­son­dere infek­ti­ons­ge­fähr­dete und ver­letz­li­che Grup­pen zu imp­fen. Unser Ziel – neben dem Schutz der Geimpf­ten – ist es dabei, den uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Impf­stoff zügig zu verimpfen.“

Bereits seit letz­ter Woche kön­nen Kran­ken­häu­ser ihr nicht in Prio­ri­sie­rungs­gruppe 1 genann­tes Per­so­nal imp­fen las­sen. Zudem hat das Gesund­heits­mi­nis­te­rium am Frei­tag die Kom­mu­nen gebe­ten, fol­gen­den Per­so­nen­grup­pen ein Impf­an­ge­bot zu unterbreiten:

  • ambu­lant täti­ges medi­zi­ni­sches Per­so­nal mit regel­mä­ßi­gem und unmit­tel­ba­ren Pati­en­ten­kon­takt. Hierzu gehö­ren zum Bei­spiel (Zahn-)Ärzte, deren medi­zi­ni­sches Pra­xis­per­so­nal, Heil­mit­teler­brin­ger sowie Hebammen
  • Per­so­nen, die im Öffent­li­chen Gesund­heits­dienst tätig sind
  • Per­so­nal von Blut- und Plasmaspendediensten
  • Per­so­nal in SARS-CoV-2-Impf- und Testzentren

Ab 8. März erhal­ten fol­gende Grup­pen ein Impfangebot:

  • Kita­be­treue­rin­nen und ‑betreuer, Kindertagespflegepersonen
  • Leh­re­rin­nen und ‑leh­rer an Grund‑, För­der- und Sonderschulen
  • Poli­zis­ten mit direk­ten Kon­takt zu Bür­gern – ange­fan­gen mit den Mit­glie­dern der Einsatzhundertschaften
  • Per­so­nal, Bewoh­ner und Beschäf­tigte der Werk­stät­ten für behin­derte Men­schen und in beson­de­ren Wohnformen

Das Gesund­heits­mi­nis­te­rium geht davon aus, dass den genann­ten Per­so­nen­krei­sen ins­ge­samt über 750.000 Men­schen ange­hö­ren, dar­un­ter 275.000 im Bereich Schule und Kita, etwa 300.000 Per­so­nen im ambu­lan­ten medi­zi­ni­schen Bereich und 150.000 Men­schen in der Ein­glie­de­rungs­hilfe. Per­so­nen unter 65 Jah­ren erhal­ten regel­haft Astra­Ze­neca. Das Land setzt dabei die neu­es­ten medi­zi­ni­schen Erkennt­nisse um und ver­schiebt die Zweit­imp­fung von der neun­ten auf die zwölfte Woche. Die Impf­an­ge­bote wer­den durch die koor­di­nie­ren­den Ein­hei­ten der Impf­zen­tren mit den Arbeit­ge­bern, Dienst­her­ren bzw. Ein­rich­tungs­lei­tun­gen abge­stimmt und erfol­gen sowohl in Impf­zen­tren als auch vor Ort.

Ende März erhal­ten Per­so­nen mit einer Vor­er­kran­kung im Sinne der Coro­na­vi­rus-Impf­ver­ord­nung ein Impfangebot.

Der Beginn der Imp­fun­gen der über 70-Jäh­ri­gen hängt maß­geb­lich von der Ver­füg­bar­keit von Bio­N­Tech-Impf­stoff und dem Impf­fort­schritt bei den über-80-jäh­ri­gen Men­schen ab. „Ich gehe davon aus, dass wir spä­tes­tens im Mai mit der Imp­fung der Über-70-Jäh­ri­gen begin­nen kön­nen“, so der Minister.

Minis­ter Lau­mann: „Die Pla­nun­gen für die zweite Prio­ri­sie­rungs­gruppe sind damit noch längst nicht abge­schlos­sen. Wir wer­den in den nächs­ten Wochen suk­zes­sive dar­le­gen, wann und wie die wei­te­ren Grup­pen, die in der Impf­ver­ord­nung des Bun­des genannt wer­den, ihr Impf­an­ge­bot erhalten.“

Dar­über hin­aus kün­digte Gesund­heits­mi­nis­ter Lau­mann an, dass so schnell wie mög­lich – also in den nächs­ten Wochen – die Imp­fun­gen von schwer pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­so­nen in der eige­nen Häus­lich­keit begin­nen wer­den. Dabei wer­den ent­we­der Ärzte des Impf­zen­trums meh­rere Impf­linge abfah­ren und ver­imp­fen oder die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen orga­ni­sie­ren eine Imp­fung über das Haus­ärz­te­sys­tem. Zu Beginn wer­den in einem Modell­pro­jekt zunächst 18.000 Men­schen im Pfle­ge­grad 5 geimpft.

 

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