Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel (r.) brachte gemein­sam mit Sabine Hum­pert-Kalb, Vor­sit­zende des Behin­der­ten­ra­tes, Gerd Kozyk, Mit­glied des Behin­der­ten­ra­tes, und Assis­tenz­hund Marlo den Auf­kle­ber “Assis­tenz­hund will­kom­men” an sei­ner Bäcke­rei an,©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

 

Assis­tenz­hunde will­kom­men in der Bäcke­rei Hinkel/Hinweis auf die Info­kam­pa­gne “Strei­fen­frei”

Düs­sel­dorf ist seit März die­ses Jah­res “assis­tenz­hund­freund­li­che Kom­mune” und heißt Assis­tenz­hunde in städ­ti­schen Gebäu­den will­kom­men. Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf unter­stützt damit die Zutritts­kam­pa­gne des Ver­eins Pfo­ten­pi­lo­ten. Am Euro­päi­schen Pro­test­tag zur Gleich­stel­lung von Men­schen mit Behin­de­rung am Don­ners­tag, 5. Mai, wurde diese Kam­pa­gne erwei­tert: Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel brachte gemein­sam mit Sabine Hum­pert-Kalb, Vor­sit­zende des Behin­der­ten­ra­tes, den Auf­kle­ber “Assis­tenz­hund will­kom­men” an sei­ner Bäcke­rei auf der Mit­tel­straße an.

Assis­tenz­hunde beglei­ten ihre Hal­te­rin­nen und Hal­ter in ihrem beruf­li­chen und pri­va­ten All­tag. Mit der tie­ri­schen Hilfe kön­nen Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen am täg­li­chen Leben teil­ha­ben. Die Hunde wer­den aus­ge­bil­det, um bei­spiels­weise Men­schen mit Seh­be­hin­de­rung, an Epi­lep­sie oder Dia­be­tes Lei­dende oder Gehör­lose zu unter­stüt­zen. Es gibt jedoch immer wie­der Pro­bleme, wenn Men­schen mit schein­bar “unsicht­ba­ren” Behin­de­run­gen mit ihrem Assis­tenz­hund zum Bei­spiel in einen Super­markt möch­ten oder ein Museum besich­ti­gen wol­len, da ihnen häu­fig der Zutritt mit Hund ver­wei­gert wird.

“Lei­der ist nicht immer bekannt, dass Assis­tenz­hunde über­all hin mit­ge­nom­men wer­den dür­fen”, sagt die Vor­sit­zende des Behin­der­ten­ra­tes, Sabine Hum­pert-Kalb. “Wir möch­ten daher den Euro­päi­schen Pro­test­tag nut­zen, um dar­über auf­zu­klä­ren. Ganz beson­ders freue ich mich über die Unter­stüt­zung von Bür­ger­meis­ter Josef Hinkel.”

“Vie­len Inha­bern ist gar nicht bewusst, dass Assis­tenz­hunde mit in ihr Geschäfte dür­fen, obwohl Lebens­mit­tel ver­kauft wer­den. Ich werde die­ses Wis­sen nut­zen und meine Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Hand­werks­bä­cker Düs­sel­dorf infor­mie­ren und sie eben­falls mit den Auf­kle­bern aus­stat­ten”, sagt Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel beim Ter­min vor Ort.

Pla­kate, Flyer sowie Auf­kle­ber kön­nen von Inter­es­sier­ten auch direkt bei den Pfo­ten­pi­lo­ten unter www.pfotenpiloten.org ange­for­dert werden.

Vor Ort war auch Gerd Kozyk, Mit­glied des Behin­der­ten­ra­tes, mit sei­nem Assis­tenz­hund Marlo: “Ohne ihn wäre es mir nicht mög­lich, mei­nen All­tag selbst­stän­dig zu meis­tern. Er ist mein Weg­be­glei­ter und Türöffner.”

Die Mit­glie­der des Behin­der­ten­ra­tes möch­ten am Pro­test­tag gleich­zei­tig noch ein­mal auf die Info­kam­pa­gne “Strei­fen­frei” auf­merk­sam machen, die bereits vor eini­ger Zeit vom Amt für Sozia­les durch­ge­führt wurde. Damit soll die Bedeu­tung des Blin­den­leit­sys­tems bekann­ter gemacht wer­den. Die tak­ti­len Leit­li­nien, bei­spiels­weise auf Stra­ßen, an Hal­te­stel­len und in Gebäu­den, hel­fen blin­den und seh­be­hin­der­ten Men­schen sich mit ihrem Langstock zu ori­en­tie­ren. Unter­stützt wird der Behin­der­ten­rat hier­bei durch den Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ein Düs­sel­dorf mit sei­ner Vor­sit­zen­den Eli­sa­beth Stie­be­ling und ihren Mit­strei­te­rin­nen und Mitstreitern.