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Das Bürgerbegehren „Keine 5,8 Millionen Euro für den Evangelischen Kirchentag 2027“ sammelte über 10.000 Unterschriften

Gabi Bokeloh, David Farago und Ricarda Hinz vom DA! e.V. mit 10.129 Unterschriften

 

Über 10.000 Düsseldorfer und Düsseldorferinnen haben bis heute das Bürgerbegehren unter­schrie­ben und tei­len die Posi­tion, dass die Evan­ge­li­sche Kir­che ihren „Kir­chen­tag“ vollumfänglich selbst finan­zie­ren sollte.

Die Samm­lung der Unter­schrif­ten läuft noch bis ein­schließ­lich Frei­tag, den 21. April wei­ter. Die Moses­fi­gur steht heute noch bis zum Abend auf dem Markt­platz vor dem Rat­haus und auch am Frei­tag, 21. April den gan­zen Tag über auf dem Cor­ne­li­us­platz an der Kö.

Heute wur­den dem Amt 10.129 Unter­schrif­ten in 10 Akten­ord­nern über­ge­ben. Der Rest wird Frei­tag Nacht um 0 Uhr in den Nacht­brief­kas­ten des Amtes ein­ge­wor­fen. Von 100 Düsseldorfern haben zwei unter­schrie­ben. Somit haben sich 2% aller Düsseldorfer:innen gegen die Finan­zie­rung gestellt, und das obwohl der Ver­ein DA!e.V. gegen äußerst wid­rige Umstände zu kämpfen hat­ten, diese sind, so Richarda Hinze:

  • -  Ein Amt, das uns eine rechts­wid­rige Kostenschätzung übergibt, die wir vom Ver­wal­tungs­ge­richt kor­ri­gie­ren las­sen mussten
  • -  Das­selbe Amt wirft uns – eben­falls rechts­wid­rig — zur Zulässigkeitsprüfung for­male Feh­ler vor, die wie­der­rum vom Gericht kas­siert wer­den mussten
  • -  Dann war es Win­ter und das Sam­meln durch Kälte und Dun­kel­heit stark erschwert
  • -  Das Frühjahr war stark verregnet

Obwohl das erfor­der­li­che Quo­rum von 14.116 Unter­schrif­ten noch nicht erreicht wurde, ist das Ergeb­nis beacht­lich und zeigt das starke Inter­esse der Bürgerinnen und Bürger an einer säkularen Posi­tion in der Stadt und einer kon­se­quen­te­ren Tren­nung von Poli­tik und Religion.

Ricarda Hinze äußert sich wie folgt:

Die Bürgerinnen und Bürger, die das Bürgerbegehren unterstützt haben, hof­fen nun, dass die Poli­tik ihre säkulare Posi­tion in Zukunft stärker wahr­neh­men und weni­ger eng mit den Kir­chen zusam­men­ar­bei­ten wird. Inzwi­schen lebt über die Hälfte der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer kon­fes­si­ons­frei, und diese Zahl nimmt täglich zu. Das Ergeb­nis des Bürgerbegehrens zeigt, dass es in der Bevölkerung ein wach­sen­des Bewusst­sein für eine Tren­nung von Kir­che und Staat gibt und dass viele Men­schen eine säkulare Aus­rich­tung der Poli­tik in Düsseldorf wünschen.

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst e.V. wird die wei­te­ren Schritte der Stadt bezüglich des Kir­chen­ta­ges und der Nut­zung der Steu­er­mil­lio­nen wei­ter­hin kri­tisch beglei­ten und plant eine „Reli­gi­ons­freie Zone“ während des Kir­chen­ta­ges 2027 ein­zu­rich­ten, die dar­auf auf­merk­sam macht, dass es berech­tigte, demo­kra­ti­sche Kri­tik an die­ser „Staats­kir­chen­tags­fi­nan­zie­rung“ gibt.

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