Oberbilk "Das Büdchen"  © Anemone Traeger

Ober­bilk “Das Büdchen” © Ane­mone Traeger

 

Düs­sel­dorf hat am Sams­tag, 30. August, zum ach­ten Mal den Büd­chen­tag gefei­ert und dabei so viele Kioske wie noch nie ein­be­zo­gen. An ins­ge­samt 50 Sta­tio­nen erleb­ten zehn­tau­sende Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein Stadt­fest, das die Viel­falt der loka­len Trink­hal­len-Kul­tur in den Mit­tel­punkt stellte. Das Pro­gramm reichte von Kon­zer­ten, Floh­märk­ten und kuli­na­ri­schen Ange­bo­ten bis hin zu künst­le­ri­schen und inter­ak­ti­ven Formaten.

Für beson­dere Auf­merk­sam­keit sorgte in die­sem Jahr die neu ein­ge­führte Bus­tour im offe­nen Dop­pel­de­cker, die Inter­es­sier­ten die Gele­gen­heit bot, unter­schied­li­che Büd­chen im Stadt­ge­biet zu ent­de­cken und zugleich Wis­sens­wer­tes über die Geschichte der Düs­sel­dor­fer Trink­hal­len zu erfah­ren. Auch das soge­nannte Papp-Up-Büd­chen in Flin­gern, ein tem­po­rä­rer Bau aus Kar­ton, lockte zahl­rei­che Schau­lus­tige an und zeigte, mit wel­cher Krea­ti­vi­tät sich die Büd­chen­kul­tur insze­nie­ren lässt. Am tra­di­ti­ons­rei­chen For­tuna-Büd­chen am Rhein­ufer konn­ten sich Paare spon­tan das Ja-Wort geben, wäh­rend auf dem Fürs­ten­platz der „Super Happy Mar­ket“ mit loka­len Desi­gne­rin­nen und Desi­gnern zusätz­li­che Impulse setzte.

Das Fest sprach Men­schen aller Alters­grup­pen an. Fami­lien kamen beim Kin­der­pro­gramm auf ihre Kos­ten, das mit Bas­tel­ak­tio­nen, Pup­pen­thea­ter und Mit­ma­ch­an­ge­bo­ten die jüngs­ten Gäste begeis­terte. Musik spielte wie in den Vor­jah­ren eine zen­trale Rolle – vom Vinyl-Stamm­tisch, bei dem Besu­che­rin­nen und Besu­cher selbst ihre Lieb­lings­plat­ten auf­le­gen konn­ten, bis hin zu DJ-Sets und Live-Kon­zer­ten an vie­len Büd­chen. Zum ers­ten Mal endete das Fest nicht an den Kios­ken selbst: Ab 22 Uhr schloss sich eine dezen­trale After-Show-Party in fünf Clubs an, die dem Tag einen aus­ge­las­se­nen Abschluss verlieh.

„Dass unser dezen­tra­les Stadt­fest jedes Jahr aufs Neue so viele Men­schen begeis­tert, zeigt, wie leben­dig und iden­ti­täts­stif­tend die Büd­chen­kul­tur für Düs­sel­dorf ist“, erklärte Cle­mens Henle, Vor­stand des Düs­sel­dor­fer Büd­chen­tag e. V. Die Ver­an­stal­tung habe sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einem fes­ten Ter­min im Kul­tur­ka­len­der ent­wi­ckelt und diene als Vor­bild für nach­bar­schaft­li­che Initia­ti­ven in ande­ren Städ­ten. Mög­lich wurde die achte Aus­gabe durch die Unter­stüt­zung von Sip­gate und Pül­le­ken sowie die För­de­rung durch das Kul­tur­amt der Stadt Düs­sel­dorf. Das Kin­der­pro­gramm wurde zudem von der Bür­ger­Stif­tung Düs­sel­dorf ermöglicht.

Mit der Mischung aus Tra­di­tion und neuen Ideen gelang es dem Büd­chen­tag auch in die­sem Jahr, die Stadt in eine große, offene Begeg­nungs­flä­che zu ver­wan­deln und die beson­dere Rolle der Trink­hal­len als Orte des Mit­ein­an­ders zu unterstreichen.

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