Sym­bol­bild Theo­dor Heuss Brü­cke © Lokalbüro

 

Ab Februar 2026 gilt ein Limit von 3,5 Ton­nen – Siche­rungs­ar­bei­ten star­ten im Sommer

Die sanie­rungs­be­dürf­tige Theo­dor-Heuss-Brü­cke bleibt bis zu ihrem geplan­ten Neu­bau wei­ter in Betrieb, wird jedoch ab Sonn­tag, 1. Februar 2026, für Fahr­zeuge über 3,5 Ton­nen gesperrt. Damit will die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf die Ver­kehrs­si­cher­heit gewähr­leis­ten und den fort­schrei­ten­den Sub­stanz­ver­lust des Bau­werks begren­zen. Bereits im Som­mer 2026 begin­nen umfang­rei­che Sicherungsarbeiten.

Die Brü­cke aus dem Jahr 1957 war bereits 2019 für Fahr­zeuge über 30 Ton­nen abge­las­tet wor­den. Mes­sun­gen zei­gen jedoch, dass diese Grenze regel­mä­ßig über­schrit­ten wird – teils sogar von Last­wa­gen mit mehr als 44 Ton­nen. Sol­che Über­las­tun­gen beschleu­ni­gen den Ver­schleiß erheb­lich: Ein 40-Ton­ner bean­sprucht das Bau­werk so stark wie rund 60.000 Pkw. Trotz zahl­rei­cher Repa­ra­tu­ren, unter ande­rem an Beton, Zug­bän­dern und Querträ­gern, hat sich der Zustand wei­ter ver­schlech­tert. Die Stadt prüft nun auch schär­fere Kon­trol­len zur Durch­set­zung der neuen Gewichtsbeschränkung.

Ab Mitte 2026 sol­len die Krag­arme der Brü­cke, auf denen Geh- und Rad­wege ver­lau­fen, saniert wer­den. Die bis­he­ri­gen Stahl­be­ton­bau­teile wer­den durch leich­tere Stahl­kon­struk­tio­nen ersetzt, um das Eigen­ge­wicht zu redu­zie­ren. Gleich­zei­tig wer­den die Gelän­der erneu­ert. Die Kos­ten lie­gen bei rund 37 Mil­lio­nen Euro, der Abschluss ist für Anfang 2029 geplant. Wäh­rend der Arbei­ten bleibt die Brü­cke ein­spu­rig befahr­bar, mit Tempo 30.

Par­al­lel schrei­tet die Pla­nung für den Neu­bau voran. Eine Mach­bar­keits­stu­die emp­fiehlt einen ähn­li­chen Quer­schnitt wie bis­her: zwei Fahr­spu­ren je Rich­tung sowie sepa­rate Rad- und Fuß­wege. Schie­nen­ge­bun­de­ner ÖPNV ist nicht vor­ge­se­hen. Der Rat der Stadt will am 11. Februar 2026 abschlie­ßend über die Vor­lage entscheiden.

Der Neu­bau war bereits im Juli 2025 beschlos­sen wor­den. Die Theo­dor-Heuss-Brü­cke ver­bin­det auf einer Länge von mehr als 1,5 Kilo­me­tern die Stadt­teile Golz­heim und Heerdt und zählt zu den wich­tigs­ten Rhein­que­run­gen Düsseldorfs.

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