Blick auf die Eislaufbahn © Lokalbüro
Rund um die Eislaufbahn © Anne Orthen

Kö on Ice ist aus dem Düs­sel­dor­fer Win­ter kaum noch weg­zu­den­ken. Betrei­ber Oscar Bruch jr. ist mit sei­nen Schau­stel­ler­ge­schäf­ten und Events seit Jah­ren gerne in sei­ner Hei­mat­stadt aktiv – einer Stadt, in der seine Fami­lie seit rund 120 Jah­ren lebt und ver­wur­zelt ist. Auch in die­ser Sai­son zeigt sich erneut: Die Eis­bahn auf der Königs­al­lee ist ein vol­ler Erfolg.

Noch bis Sonn­tag, 11. Januar, ist Schlitt­schuh­lau­fen unter freiem Him­mel mög­lich. Danach wird die Eis­flä­che abge­taut, auch die Füchs­chen Alm schließt und wird voll­stän­dig abge­baut. Der anschlie­ßende Abbau und Abtrans­port der gesam­ten Win­ter­welt dau­ert rund zwei Wochen. Ins­ge­samt sind dafür etwa 45 Sat­tel­schlep­per-Ladun­gen nötig. Mehr als 100 Tan­nen­bäume sowie rund 600 Meter Licht­gir­lan­den wer­den demon­tiert, getrock­net und ein­ge­la­gert. Rund 80 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter waren wäh­rend der Sai­son an Eis­bahn, Füchs­chen Alm und Stän­den beschäftigt.

Opti­ma­les Wet­ter sorgt für gro­ßen Andrang

Das Wet­ter spielte in die­sem Jahr nahezu ideal mit – ein ent­schei­den­der Fak­tor für den Erfolg der Eis­bahn. Beson­ders an den Wochen­en­den kam es regel­mä­ßig zu lan­gen War­te­schlan­gen. Neben vie­len Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fern zog Kö on Ice auch zahl­rei­che Besu­cher aus dem Aus­land an, vor allem aus den Niederlanden.

Ein abso­lu­ter Ren­ner war erneut das Eis­stock­schie­ßen. Die dafür ein­ge­setzte Kunst­stoff-Eis­bahn wurde sehr gut ange­nom­men. „Damit spa­ren wir rund 40 Pro­zent Ener­gie­kos­ten“, erklärt Oscar Bruch.

Aus­zeich­nung als beson­de­rer Meilenstein

Ein beson­de­rer Höhe­punkt der Sai­son war für Bruch die Aus­zeich­nung der Eis­bahn als schönste und beste ihrer Art. „Wir haben uns gegen zahl­rei­che inter­na­tio­nale Eis­bah­nen durch­ge­setzt und mit einem deut­li­chen Punk­te­vor­sprung vor Wien und New York gewon­nen“, sagt Oscar Bruch. Die Aus­zeich­nung wurde von der Hotel­kette Pre­mier Inn verliehen.

Dabei hebt Bruch einen wich­ti­gen Unter­schied her­vor: Wäh­rend viele Eis­bah­nen von den Städ­ten finan­ziert wer­den, zahlt er selbst jedes Jahr eine sechs­stel­lige Summe an Pacht an die Stadt Düsseldorf.

Schul­klas­sen-Ange­bot stark nachgefragt

Gro­ßen Zuspruch erhielt erneut das kos­ten­lose Ange­bot für Schul­klas­sen. Auf­grund der enor­men Nach­frage wurde die Anzahl der Slots von ursprüng­lich 250 auf rund 300 erhöht. Diese waren bereits nach 48 Stun­den voll­stän­dig ver­ge­ben – auch Schu­len aus dem Umland nutz­ten das Angebot.

Kri­tik äußert Bruch aller­dings daran, dass einige Schul­klas­sen trotz Anmel­dung weder erschie­nen sind noch abge­sagt haben. „Diese Zei­ten hät­ten wir ande­ren Schu­len zur Ver­fü­gung stel­len kön­nen“, so der Veranstalter.

Ste­tige Wei­ter­ent­wick­lung von Deko­ra­tion und Gastronomie

Die Deko­ra­tion der Eis­bahn sowie der Füchs­chen Alm wurde auch in die­sem Jahr wei­ter­ent­wi­ckelt – ein Pro­zess, der laut Bruch bewusst jähr­lich fort­ge­führt wird. Beson­ders erfolg­reich zeigte sich die Gas­tro­no­mie: Bei geschlos­se­nen Ver­an­stal­tun­gen im ers­ten Stock lag die Aus­las­tung bei rund 95 Prozent.

Zu den emo­tio­nals­ten Momen­ten der Sai­son zählte für Oscar Bruch die Bewir­tung woh­nungs- und mit­tel­lo­ser Men­schen kurz vor Weih­nach­ten in Zusam­men­ar­beit mit der Armen­kü­che. „Das war für mich die schönste Ver­an­stal­tung des Win­ters“, sagt er. Einen star­ken Kon­trast bil­dete wenige Tage zuvor der exklu­sive „Lady Talk“ mit pro­mi­nen­ten Damen der Stadt.

Zufrie­den – aber mit kla­rer Forderung

Ins­ge­samt fällt das Fazit des Ver­an­stal­ters sehr posi­tiv aus. „Die Füchs­chen Alm hat sich erneut als Publi­kums­ma­gnet erwie­sen. Beson­ders Fir­men­ver­an­stal­tun­gen und Weih­nachts­fei­ern mit 40 bis 400 Per­so­nen waren stark gefragt“, so Bruch.

Den­noch rich­tet er einen kla­ren Wunsch an die Stadt: mehr Pla­nungs­si­cher­heit. Im ver­gan­ge­nen Jahr erhielt er die Zusage erst im August. „Für eine Ver­an­stal­tung die­ser Grö­ßen­ord­nung ist das viel zu spät. Eigent­lich müsste die Geneh­mi­gung für den Win­ter 2026 jetzt schon vor­lie­gen“, betont er.

Letzte Chance zum Eislaufen

Noch bis Sonn­tag besteht die Mög­lich­keit, Kö on Ice zu besu­chen. Der Ein­tritt kos­tet 9 Euro, Kin­der bis elf Jahre zah­len 6 Euro. Die Eis­bahn ist sonn­tags von 11 bis 20 Uhr sowie frei­tags und sams­tags von 11 bis 21 Uhr geöff­net. Die Füchs­chen Alm schließt jeweils eine Stunde später.