Clemens Kaiser

Cle­mens Kaiser

 

Die Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals­ge­sell­schaft Hop­pe­diz-Wache trau­ert um ihren Mit­be­grün­der und lang­jäh­ri­gen Ober-Wäch­ter Cle­mens Kai­ser. Am 10. Januar 2026, dem Tag der Jubi­lä­ums­sit­zung der Gesell­schaft, ver­starb Kai­ser im Alter von 87 Jah­ren. Sein Leben war geprägt von einer tie­fen Ver­bun­den­heit zu Düs­sel­dorf und dem rhei­ni­schen Brauchtum.

Gebo­ren im Sep­tem­ber 1938, wid­mete Kai­ser sein gan­zes när­ri­sches Enga­ge­ment der Pflege und Wei­ter­ent­wick­lung des Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals. Über viele Jahre war er Mit­glied der „Eller Schloß­sän­ger“ und trug dazu bei, tra­di­tio­nelle Kar­ne­vals­lie­der leben­dig zu hal­ten. Seine Lei­den­schaft galt nicht nur der Musik, son­dern auch der Idee, Kar­ne­val für alle Bür­ger erleb­bar zu machen.

Im Jahr 2005 gehörte er zu den elf Jecken, die die Hop­pe­diz-Wache ins Leben rie­fen. Mit der Grün­dung die­ser Gesell­schaft schuf er einen Ort, an dem die Figur des Hop­pe­ditz – das Sym­bol des Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals – beson­ders gewür­digt wird. Bis 2022 stand Kai­ser der Gesell­schaft als Prä­si­dent vor und prägte ihre Struk­tu­ren, Ver­an­stal­tun­gen und Tra­di­tio­nen nach­hal­tig. Anschlie­ßend wurde er zum Ehren-Ober-Wäch­ter ernannt.

Unter sei­ner Lei­tung ent­stan­den zahl­rei­che For­mate, die heute zu fes­ten Bestand­tei­len des Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals gehö­ren. Dazu zäh­len die Bür­ger­sit­zun­gen in der Fass­ab­fül­lung der Braue­rei Schu­ma­cher, die Mit­sin­ga­bende „Komm loss mer jet senge“ sowie die Stra­ßen­bahn-Kar­ne­vals­sit­zung, die Düs­sel­dor­fer Stadt­le­ben und kar­ne­va­lis­ti­sche Fei­er­lust auf beson­dere Weise ver­bin­det. Kai­ser war zudem maß­geb­lich an der Gestal­tung des jähr­li­chen Ses­si­ons­or­dens betei­ligt und initi­ierte die tra­di­tio­nelle Ordens­ver­lei­hung am Hop­pe­ditz-Denk­mal im Rah­men des Gründungsfestes.

Beson­ders am Her­zen lag ihm die musi­ka­li­sche Tra­di­tion. Als Mit­au­tor des Lie­der­hefts „Düs­sel­dorf singt“ und För­de­rer jun­ger Sän­ge­rin­nen und Sän­ger, dar­un­ter „Et Nina“, trug er dazu bei, das lokale Lied­gut über Gene­ra­tio­nen hin­weg zu bewahren.

Kai­ser galt als warm­her­zi­ger, humor­vol­ler und begeis­tern­der Mensch. Sein Enga­ge­ment für die Gemein­schaft, seine Liebe zur Stadt Düs­sel­dorf und seine Freude am Kar­ne­val hin­ter­las­sen bei der Hop­pe­diz-Wache und vie­len Weg­be­glei­tern eine blei­bende Lücke.

Die Hop­pe­diz-Wache betont, dass Cle­mens Kai­ser in ihren Rei­hen immer einen fes­ten Platz haben wird. Sein Ver­mächt­nis lebt in den Ver­an­stal­tun­gen, Tra­di­tio­nen und Lie­dern wei­ter, die er mit Herz und Lei­den­schaft mit­ge­stal­tet hat.