
Das Deutsche Haus in Cortina. Foto: Team Deutschland
Die Messe Düsseldorf organisiert das Deutsche Haus bei den Winterspielen 2026 in Cortina unter anspruchsvollen Bedingungen.
Cortina d’Ampezzo/Düsseldorf. Noch gut vier Wochen, dann beginnen in Norditalien die Olympischen Winterspiele 2026. Für die Messe Düsseldorf läuft damit erneut ein Projekt an, das seit vielen Jahren fest mit ihrem Namen verbunden ist: Im Auftrag der Deutschen Sport Marketing (DSM) verantwortet sie die Vorbereitung und Umsetzung des Deutschen Hauses. Als Key Partner von Team Deutschland und Team Deutschland Paralympics bringt das Unternehmen dabei die Erfahrung aus inzwischen elf Deutschen Häusern ein.
Die Zusammenarbeit mit der DSM reicht bis zu den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 zurück. Seit 2010 umfasst die Partnerschaft auch das Deutsche Haus während der Paralympischen Spiele. „Cortina wird das nächste große Highlight unserer Olympia-Story“, sagt Messe-Geschäftsführer Marius Berlemann. Zugleich sei das Projekt besonders herausfordernd: Das Deutsche Haus entsteht auf einem am Berghang gelegenen Golfclub mit nur einer Zufahrtsstraße. „Das bringt eine gewisse logistische Komplexität mit sich“, so Berlemann.
Alle Abläufe – vom Catering über Entsorgung bis hin zur Reinigung – müssen über diesen einen Weg organisiert werden. „Alle Dienstleister, die das Areal erreichen wollen, müssen diese Strecke nutzen. Das erfordert eine sehr präzise Planung“, erläutert Urban Kiss, Director Special Events bei der Messe Düsseldorf. Die langjährige Erfahrung aus früheren Olympiaprojekten und dem internationalen Messegeschäft zahle sich dabei aus. „Wir wissen, wie man vielen Menschen auf begrenztem Raum hochwertige Erlebnisse bietet und auch unter wechselnden Rahmenbedingungen verlässlich arbeitet“, betont Berlemann.
Unterstützt wird das Projekt durch das internationale Netzwerk der Messe Düsseldorf. Mitarbeitende sind bereits seit Wochen regelmäßig vor Ort, um Abstimmungen mit lokalen Dienstleistern zu treffen. „Cortina ist in vielerlei Hinsicht nicht mit Metropolen wie Paris vergleichbar“, sagt Kiss. „In einer Weltstadt findet man schneller eingespielte Strukturen. Hier müssen diese erst aufgebaut werden.“ Die Vorbereitungen laufen jedoch seit der Standortentscheidung vor rund zwei Jahren. Entsprechend blicken die Verantwortlichen den Spielen mit Zuversicht entgegen.
Mitte Januar wird ein größeres Team dauerhaft nach Cortina reisen. Ab Ende Januar werden dort – mit kurzen Unterbrechungen – rund 140 Personen im Einsatz sein, darunter Mitarbeitende der DSM, der Messe Düsseldorf sowie weitere Partner. Nach dem Ende der Olympischen Spiele am 22. Februar folgt der Umbau des Deutschen Hauses für das Team Deutschland Paralympics, das sich den Standort während der Paralympischen Spiele mit dem österreichischen paralympischen Team teilt.
Während der Olympischen Spiele rechnet man im Deutschen Haus mit etwa 250 Gästen pro Tag. In der angrenzenden Fan Zone werden zusätzlich rund 400 Besucher erwartet. Nach dem erfolgreichen Konzept bei den Sommerspielen in Paris wurde schnell entschieden, auch in Cortina wieder eine Fan Zone einzurichten. Der Eintritt ist frei.

