Das Thea­ter­kol­lek­tiv Düs­sel­drama bie­tet Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen zwi­schen 16 und 27 Jah­ren einen kos­ten­lo­sen Thea­ter­work­shop mit dem Titel „Vor dem Rosa Win­kel“ an. Anmel­dun­gen sind noch bis zum 28. Januar per E‑Mail mög­lich. Das Pro­jekt fin­det im Thea­ter­mu­seum Düs­sel­dorf statt und ist Teil des Begleit­pro­gramms zur aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung der Mahn- und Gedenk­stätte Düsseldorf.

Der Work­shop ist der dritte und abschlie­ßende Teil der soge­nann­ten Rosa-Win­kel-Tri­lo­gie. Inhalt­lich wid­met er sich den Lebens­rea­li­tä­ten homo­se­xu­el­ler Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer in der Wei­ma­rer Repu­blik – einer Zeit zwi­schen gesell­schaft­li­chem Auf­bruch und fort­be­stehen­der Ver­fol­gung. Trotz der Kri­mi­na­li­sie­rung durch den Para­gra­fen 175 ent­stan­den damals neue Räume für Sicht­bar­keit, Aus­tausch und Kultur.

Das Theaterkollektiv Düsseldrama lädt Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren zum Theaterworkshop "Vor dem Rosa Winkel" ein © Düsseldrama/Lukas Marvin Thum

Unter der Lei­tung von Regis­seur Mar­vin Wit­ti­ber set­zen sich die Teil­neh­men­den an vier Work­shop­ta­gen vom 31. Januar bis 7. Februar künst­le­risch mit his­to­ri­schen Spu­ren aus­ein­an­der. Gear­bei­tet wird mit Kör­per, Stimme und Bewe­gung; eigene Texte und thea­tra­les Mate­rial ent­ste­hen im gemein­sa­men Pro­zess. Vor­kennt­nisse sind nicht erforderlich.

Zum Pro­gramm gehört auch ein Besuch der Aus­stel­lung „gefähr­det leben. Que­ere Men­schen 1933 bis 1945“ der Stif­tung Magnus Hirsch­feld in der Mahn- und Gedenk­stätte. Eine ergän­zende Prä­sen­ta­tion legt den Fokus auf que­e­res Leben in Düs­sel­dorf von den 1920er-Jah­ren bis 1945.

Die Ergeb­nisse des Work­shops wer­den am 7. und 8. Februar im Thea­ter­mu­seum öffent­lich prä­sen­tiert. Das Pro­jekt ent­steht in Koope­ra­tion mit meh­re­ren städ­ti­schen und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Part­nern und wird vom Kul­tur­amt Düs­sel­dorf gefördert.