
Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, (Foto links) überreichte zum 25. Jubiläum der Deutschen Sporthilfe eine Torte an den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Dr. Ingo Wolf (Foto rechts). ©Messe Düsseldorf / Tillmann
Im maritimen Umfeld der weltgrößten Wassersportmesse boot hat die Sportstiftung NRW ihren 13. Captains Day ausgerichtet und dabei ein starkes Zeichen für die Förderung der dualen Karriere im Spitzensport gesetzt. Insgesamt 129 Nachwuchsathletinnen und ‑athleten erhielten im Rahmen der Veranstaltung ein Stipendium für die Förderperiode 2025/26. Die feierliche Verleihung übernahmen Staatssekretärin Andrea Milz und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Ingo Wolf.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten verbinden sportliche Höchstleistungen mit einem Studium oder einer Berufsausbildung. Zum Beginn des laufenden Wintersemesters wurde das monatliche Fördervolumen auf 350 Euro angehoben. Die Unterstützung wird für ein Jahr gewährt und soll den Athletinnen und Athleten ermöglichen, sich gezielter auf Ausbildung und Leistungssport zu konzentrieren sowie finanzielle Belastungen abzufedern. Gefördert werden Talente aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Nachwuchskadern, die an 38 Hochschulen sowie in sieben Ausbildungsbetrieben in Nordrhein-Westfalen aktiv sind.
„Nordrhein-Westfalen ist Sportland Nummer eins – auch, weil wir die duale Karriere konsequent unterstützen“, betonte Andrea Milz. Das Stipendienprogramm der Sportstiftung NRW schaffe verlässliche Rahmenbedingungen für junge Menschen, die sportliche Ambitionen und berufliche Perspektiven miteinander vereinbaren wollen.
Neben den Athletinnen und Athleten würdigte die Stiftung auch das Engagement ihrer Förderpartner. Rund 30 Unternehmen und Privatpersonen tragen das Programm aktuell mit insgesamt etwa 140.000 Euro. Dr. Ingo Wolf sprach von einer anhaltend positiven Entwicklung: Bereits im vierten Jahr in Folge wachse die Unterstützung, was es ermögliche, 18 Stipendien mehr zu vergeben als noch im Vorjahr. „Die Verbindung aus persönlicher Weiterentwicklung im Leistungssport und nachhaltiger Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt überzeugt immer mehr Partner“, so Wolf.
Beim anschließenden Speed-Dating kamen Förderer und Geförderte ins Gespräch. Dabei wurden nicht nur Kontakte geknüpft, sondern auch konkrete berufliche Perspektiven ausgelotet – von Mentoring-Angeboten bis hin zu möglichen Einstiegsmöglichkeiten nach dem Studium. Zu den Unterstützern zählen unter anderem die ARAG AG, die Westenergie AG, die Dortmunder Stadtwerke DSW21, WestLotto, die Messe Düsseldorf sowie der Rheinische Sparkassen- und Giroverband. Eröffnet wurde das Format durch einen Impulsvortrag der Apnoe-Taucherin Elena Loers.
Abgerundet wurde der Captains Day durch einen Panel-Talk zur möglichen Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Nordrhein-Westfalen. Neben Andrea Milz diskutierten Stiftungsgeschäftsführer Lucas Flümann, der Präsident des Landessportbundes NRW Stefan Klett sowie Karsten Houf von der Messe Düsseldorf, der die Deutschen Häuser bei Olympischen und Paralympischen Spielen betreut.
Die Sportstiftung NRW wurde im Jahr 2000 von der Landesregierung gegründet. Aktuell unterstützt sie rund 700 Nachwuchsathletinnen und ‑athleten mit monatlichen Leistungen. Das jährliche Fördervolumen beläuft sich auf 4,8 Millionen Euro – ein klares Bekenntnis des Landes zur nachhaltigen Förderung des Spitzensports.

