
Um die Menschen in Nordrhein-Westfalen im Vorfeld des Bürgerentscheids am 19. April 2026 bestmöglich zu informieren, ist eine breitangelegte Kampagne gestartet worden. Zum Auftakt hat es eine Licht-Video-Installationen am Düsseldorfer Schauspielhaus geben. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller konnte hierzu unter anderem die Stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubauer sowie Düsseldorfer Landtagsabgeordnete und Spitzensportlerinnen und ‑sportler der Landeshauptstadt begrüßen, darunter die Olympia-Teilnehmerinnen Karla Borger (Beachvolleyball) und Sandra Mikolaschek, Goldgewinnerin 2024 im Para-Tischtennis in Paris.© Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin
Mit einer weithin sichtbaren Licht- und Video-Installation am Düsseldorfer Schauspielhaus ist am Montag der Startschuss für die Informationskampagne zur Olympia-Bewerbung KölnRheinRuhr gefallen. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen bis zum Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026 über Chancen und Inhalte der geplanten Olympischen und Paralympischen Spiele zu informieren.
Den offiziellen Auftakt der Kampagne gab NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Gemeinsam werben die 17 beteiligten Kommunen mit der Landesregierung, dem Landessportbund NRW, dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW sowie Athletinnen und Athleten und Sportfachverbänden für ein positives Votum. Die endgültige Entscheidung über eine deutsche Bewerbung trifft der Deutsche Olympische Sportbund am 26. September 2026 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.
Bei der Veranstaltung am Düsseldorfer Schauspielhaus begrüßte Oberbürgermeister Stephan Keller unter anderem die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubauer sowie Düsseldorfer Landtagsabgeordnete. Auch prominente Sportlerinnen waren vor Ort, darunter die Olympia-Teilnehmerin Karla Borger (Beachvolleyball) und Para-Tischtennis-Goldmedaillengewinnerin Sandra Mikolaschek, die 2024 in Paris triumphierte.
„Düsseldorf erhält durch die Bewerbung die historische Gelegenheit, Teil der olympischen Geschichte zu werden“, sagte Keller. Die Landeshauptstadt könne Gastgeberin der größten Sportveranstaltung der Welt und zugleich eines internationalen Festivals der Völkerverständigung sein. Rund 470.000 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind stimmberechtigt. „Wir hoffen auf ein klares, positives Ergebnis für Olympia an Rhein und Ruhr“, so der Oberbürgermeister.
Nordrhein-Westfalen ist bundesweit die einzige Bewerberregion, die in allen beteiligten Kommunen zeitgleich Ratsbürgerentscheide durchführt. Insgesamt sind rund vier Millionen Menschen zur Abstimmung aufgerufen. Die Wahl erfolgt ausschließlich per Brief, ohne dass ein gesonderter Antrag auf Zusendung der Unterlagen erforderlich ist.
Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, sind für Düsseldorf mehrere zentrale Wettkampfstätten vorgesehen. Auf dem Gelände der Messe Düsseldorf könnten unter anderem Badminton, Fechten, Judo, Taekwondo, Ringen und Tischtennis ausgetragen werden. Basketball ist für den PSD Bank Dome und das Castello geplant, während die Merkur Spiel-Arena als Schauplatz für Ballsport-Finals dienen soll. Hinzu kommen Wettbewerbe wie Triathlon, Beachvolleyball und 3x3-Basketball im Stadtgebiet.
Ob Düsseldorf und die Region KölnRheinRuhr diesen Weg weitergehen, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger im April kommenden Jahres. Die Lichtinstallation am Schauspielhaus ist dafür das erste weithin sichtbare Signal.

