(v.l.n.r.): Frank Schweikert, Dr. Stephan Keller, Dominique Lesser (Siegerin), Marius Berlemann © Lokalbüro

(v.l.n.r.): Frank Schwei­kert, Dr. Ste­phan Kel­ler, Domi­ni­que Les­ser (Sie­ge­rin), Marius Ber­le­mann © Lokalbüro

 

„Ocean tribute“-Award 2026 geht an spa­ni­sche Bildungsinitiative

 Der „ocean tribute“-Award der Deut­sche Mee­res­stif­tung und der boot Düs­sel­dorf geht im Jahr 2026 an die One Ocean Pla­net Foun­da­tion aus Spa­nien. Aus fünf nomi­nier­ten Pro­jek­ten setzte sich die inter­na­tio­nal aus­ge­rich­tete Bil­dungs­in­itia­tive durch – getra­gen von einer gemein­sa­men Ent­schei­dung der Fach­jury und der Öffent­lich­keit im Public Voting im Dezem­ber 2025.

Die Aus­zeich­nung wurde am Diens­tag im his­to­ri­schen Ple­nar­saal des Düs­sel­dor­fer Rat­hau­ses ver­lie­hen. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler über­reichte den Preis an Domi­ni­que Les­ser, die stell­ver­tre­tend für das Team der One Ocean Pla­net Foun­da­tion nach Düs­sel­dorf gekom­men war. Anwe­send war auch Frank Schwei­kert, Vor­stand der Deut­schen Mee­res­stif­tung. Die Lau­da­tio hielt die deut­sche Frei­was­ser­schwim­me­rin und Jury­mit­glied Leo­nie Beck. Den mit 20.000 Euro dotier­ten Sie­ger-Scheck über­gab Marius Ber­le­mann, Chief Ope­ra­ting Offi­cer der Messe Düs­sel­dorf.

Aus­schlag­ge­bend für die Ent­schei­dung war vor allem der Bil­dungs­an­satz der spa­ni­schen Orga­ni­sa­tion. Das Pro­gramm rich­tet sich welt­weit an Kin­der und Jugend­li­che und setzt früh an: Die Kam­pa­gne „The Power is in Us“ will junge Men­schen moti­vie­ren, sich selbst als Teil der Lösung im Mee­res- und Kli­ma­schutz zu begrei­fen. Dazu gehö­ren unter ande­rem die „Uni­ver­sity Chall­enge“, bei der Mas­ter-Stu­die­rende an rea­len Pro­blem­stel­lun­gen arbei­ten, das Pro­jekt „Gene­ra­tion Blue“ mit pro­jekt­ba­sier­tem Ler­nen sowie die Initia­tive „Hero Kids“ für frü­hes gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment. Ergänzt wird das Ange­bot durch Film­vor­füh­run­gen und Bil­dungs­for­mate in Schu­len und Gemeinden.

Domi­ni­que Les­ser zeigte sich bei der Preis­ver­lei­hung „über­glück­lich über den enor­men Bekannt­heits­grad und die breite Akzep­tanz“, die das Pro­jekt durch die Bewer­bung und nun durch die Aus­zeich­nung erfahre. Die Preis­summe wolle man in zusätz­li­che Mate­ria­lien und Medien inves­tie­ren, um noch mehr junge Men­schen zu erreichen.

Seit 2017 zeich­nen die Deut­sche Mee­res­stif­tung und die boot Düs­sel­dorf mit dem „ocean tribute“-Award Men­schen und Initia­ti­ven aus, die sich mit beson­de­rem Enga­ge­ment für den Schutz der Meere ein­set­zen. Auch die wei­te­ren Nomi­nier­ten wur­den im Rah­men der Ver­an­stal­tung vor­ge­stellt – dar­un­ter Pro­jekte aus Spa­nien, der Schweiz, Öster­reich und Kap Verde, die von Arten­schutz über inno­va­tive Tech­nik bis hin zu Wie­der­auf­fors­tung von Koral­len­rif­fen reichen.

Die Bot­schaft des Abends war ein­deu­tig: Der Schutz der Ozeane ist eine glo­bale Auf­gabe. Und er beginnt dort, wo Wis­sen und Ver­ant­wor­tung wach­sen – bei der jun­gen Generation.