Michael Vogel Food & Beverage Mana­ger bei Auf­gän­des des Bil­des Foto: LOKALBÜRO

 

Mut­ter-Ey Ori­gi­nal-Litho­gra­phie vom Düs­sel­dor­fer Künst­ler Robert Pud­lich für das Mut­ter Ey Café im Andreas Quartier

Die FRAN­KO­NIA­E­u­ro­bauAG, Betrei­ber des Düs­sel­dor­fer Andreas Quar­tiers, hat aus­ei­nem pri­va­ten Nach­lass­eine Ori­gi­nal­li­to­gra­phie der Kunst­mä­ze­nin Johanna “Mut­ter” Eyund Namens­ge­be­rin des gleich­na­mi­gen Cafés im Andreas Quar­tier erstan­den. Die sel­tene Ori­gi­nal­li­to­gra­phie des Düs­sel­dor­fer Künst­lers Robert Pud­lich zeigt Mut­ter Ey in spa­ni­scher Tracht. Es stammt aus einer Dreier-Serie und trägt die Num­mer 002. Ein Bild der Serie hängt im Stadt­mu­seum. Das dritte Bild der Serie gilt als unbe­kannt ver­schol­len. Das Bild wird nun in die Gale­rie des Mut­ter-Ey-Cafés zurück­ge­führt und dort der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht.

Uwe Schmitz,Vorstand der FRAN­KO­NIA­E­u­ro­bau AG sagt: “Wir freuen uns sehr, diese Rari­tät zu ihren Ursprün­gen in die Alt­stadt zurück­zu­brin­gen und sie den Düs­sel­dor­fern öffent­lich zu prä­sen­tie­ren –und so dabei behilf­lich zu sein, den Geist und Spi­rit der Johanna Ey wei­ter­le­ben zu lassen.

“ÜBER ROBERT PUDLICH
Der MalerRobert Pud­lich­stu­dierte von 1924 bis 1926 an der Kunst­aka­de­mie Düs­sel­dorf. 1928 erhielt er den Gro­ßen Kunst­preis der Stadt Düs­sel­dorf. Pud­lich gehörte zum engen Umfeld der Kunst­händ­le­rin Johanna Ey. Er war Mit­glied der Rhei­ni­schen Sezes­sion und des Deut­schen Künstlerbundes.1937 wur­den Werke von ihm als Ent­ar­tete Kunst ein­ge­stuft. 1939 ehrte ihn die Stadt Düs­sel­dorf für sein Bild Dame in Blau mit dem Cor­ne­lius-Preis. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg ent­warf Pud­lich ab 1947 Büh­nen­bil­der und Kos­tüme zu Insze­nie­run­gen von Gus­taf Gründ­gens (Düs­sel­dorf und Ham­burg). In die­ser Zeit schuf er eine Reihe von monu­men­ta­len Wand­ma­le­reien, etwa für das Opern­haus Düs­sel­dorf. 1955 über­nahm er eine Pro­fes­sur an der Kunst­aka­de­mie Düs­sel­dorf. Nach kur­zer Krank­heit ver­starb er 1962 in Düsseldorf.

ÜBER JOHANNA „MUTTER“ EY
Die als “Mut­ter Ey” bekannte Johanna Eywar in Düs­sel­dorf wäh­rend der 1920er Jahre eine bedeu­tende und hoch ver­ehrte Gale­ris­tin und För­de­rin moder­ner Male­rei. Sie war eine Kult­fi­gur und die meist­ge­malte Frau Deutsch­land. Ihre 1910 eröff­nete Kaf­fee­stube wurde zum belieb­ten Treff­punkt der Maler und Bild­hauer, Schau­spie­ler, Jour­na­lis­ten und Musi­kern. Künst­ler und Stu­den­ten der Düs­sel­dor­fer Kunst­aka­de­mie konn­ten bei ihr anschrei­ben oder bezahl­ten ihre Zeche mit Bil­dern. So ent­stand die erste Samm­lung Ey, tra­di­tio­nelle Kunst, die sie in ihrem Schau­fens­ter auch aus­stellte. Johanna Ey wurde von unzäh­li­gen Malern ver­ewigt. In der Samm­lung des Stadt­mu­se­ums befin­den sich Gemälde, Zeich­nun­gen und Skulp­tu­ren des Jun­gen Rhein­lands und bis­her unver­öf­fent­lichte Fotos, die das Leben der wohl bedeu­tends­ten deut­schen Kunst­händ­le­rin dokumentieren.

Vis-a-vis des “Mut­ter Ey Café”, steht eines der jüngs­ten Denk­male, dass durch die Initia­tive der Düs­sel­dor­fer Jon­ges ent­stand. Es wurde von Bert Ger­res­heim geschaf­fen und von der Fran­ko­nia Euro­bau AGge­stif­tet. Das 2,50 Meter hohe Denk­mal, beleuch­tet das facet­ten­rei­che Leben der berühm­ten Gale­ris­tin und Kunst­mä­ze­nin und ehrt ihren Ver­dienst für die Kunst-und Kul­tur­stadt Düsseldorf.