Der erste kon­takt­lose “Ampel­tas­ter” Euro­pas kommt in der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf zum Einsatz,©Landeshauptstadt Düs­sel­dorf, Uwe Schaffmeister

 

Tas­ter an Kreu­zung in Düs­sel­dorf-Ger­res­heim erkennt Fuß­gän­ger und löst Ampel­schal­tung aus/Herzstück ist ein klei­ner Radarsensor

Der erste kon­takt­lose “Ampel­tas­ter” Euro­pas kommt in der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf zum Ein­satz. An der Ampel­an­lage Ben­der-/Dre­her-/Neun­zigstraße in Ger­res­heim wurde der berüh­rungs­los arbei­tende Tas­ter am Diens­tag, 24. Novem­ber, mon­tiert. Tre­ten Fuß­gän­ger näher heran, wird die Ampel für sie, ohne direk­ten Kon­takt mit dem Tas­ter, grün.

Im Rah­men eines Test­ver­su­ches wer­den alle drei Fuß­gän­ger­que­run­gen über die Dre­her­straße und die Que­rung auf der Neun­zigstraße mit den kon­takt­lo­sen Tas­tern ausgestattet.

“Diese inno­va­tive Lösung für die Straße wird jetzt in Düs­sel­dorf getes­tet und damit erst­ma­lig euro­pa­weit ein­ge­setzt. Bei einem positiven
Eva­lu­ie­rungs­er­geb­nis nach der Test­phase soll der zeit­ge­mäße Tas­ter bei anste­hen­den Umrüs­tun­gen von Ampel­an­la­gen bedarfs­ge­recht ein­ge­setzt wer­den”, erläu­tert Ver­kehrs­de­zer­nen­tin Cor­ne­lia Zuschke.

Herz­stück des neuen Tas­ters ist ein klei­ner Radar­sen­sor, der die berüh­rungs­lose Anfor­de­rung mit Hilfe der radar­ba­sier­ten Nähe­rungs­er­ken­nung ermög­licht. Das heißt, betritt der Fuß­gän­ger ein bestimm­tes Gebiet vor dem Tas­ter an der Ampel, der Öff­nungs­win­kel beträgt 80 Grad hori­zon­tal und 40 Grad ver­ti­kal, erkennt der Tas­ter ihn. Tritt ein Fuß­gän­ger näher an den Tas­ter heran, löst er die Anfor­de­rung, dass die Ampel für ihn “grün” wird, aus, ohne den Tas­ter zu berüh­ren. Das Gebiet für die auto­ma­ti­sche Anfor­de­rung kann in vier Stu­fen zwi­schen zehn Zen­ti­me­ter und einem Meter ein­ge­stellt werden.

Optisch fällt der berüh­rungs­lose Tas­ter durch seine schwarze Grund­farbe und die seit­lich ange­brach­ten LED-Auf­fin­dungs­leis­ten ins Auge. Bei Annä­he­rung an den Tas­ter gibt der Radar­sen­sor die Anfor­de­rung an das Steu­er­ge­rät wei­ter, was direkt am Tas­ter durch das gewohnte Quit­tungs­feld “Signal kommt” ange­zeigt wird.

Erhal­ten bleibt an den neuen Radar-Tas­tern die Blin­den­si­gna­li­sie­rung. Auf der Unter­seite des Tas­ters befin­det sich der Rich­tungs­pfeil mit der Anfor­de­rungs­funk­tion und dem tak­ti­len Freigabesignal.

Die vier Stra­ßen­que­run­gen waren bis­her mit den übli­chen Sen­sor­tas­tern ver­se­hen, bei denen die Fuß­gän­ger durch leich­tes Berüh­ren mit Hand oder Ell­bo­gen die Anfor­de­rung für die Grün­zeit aus­ge­löst haben. Um das Ver­hal­ten des Radar-Tas­ters ein­ge­hend beur­tei­len zu kön­nen, wurde für den Pra­xis­test bewusst diese Kreu­zung im Stadt­teil Ger­res­heim aus­ge­wählt; denn sowohl der vor­han­dene Rad­weg, wie auch die geteilte Fuß­gän­ger­furt stel­len eine beson­dere Her­aus­for­de­rung hin­sicht­lich Ein­stel­lung des Erken­nungs­fel­des und Nut­zer­ver­hal­ten dar, um unbe­ab­sich­tigte Anfor­de­run­gen und somit Stö­run­gen des Ver­kehrs­ab­lau­fes auszuschließen.

Die Kos­ten in Höhe von rund 6.400 Euro für die­sen Pra­xis­test tei­len sich der Her­stel­ler des kon­takt­lo­sen Ampel­tas­ters und die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf. Zu Beginn des nächs­ten Jah­res wird das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment den Test eva­lu­ie­ren und bei einem posi­ti­ven Ergeb­nis den neuen, inno­va­ti­ven Anfor­de­rungs­tas­ter in das Port­fo­lio der Aus­stat­tungs­merk­male für Licht­si­gnal­an­la­gen auf­neh­men, um ihn dann bei Erneue­run­gen oder Umrüs­tun­gen im Bestand bedarfs­ge­recht einzusetzen.

 

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