Schicht für Schicht ent­stand das grüne Dach, hier ein Bild von Ende November,©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

 

Nach­dem im Sep­tem­ber das letzte Blech an der Fas­sade des Schau­spiel­hau­ses ange­bracht wurde und das Gebäude seit­her wie­der kom­plett von der wei­ßen Fas­sade umhüllt ist, konn­ten die fina­len Arbei­ten im Rah­men der Sanie­rung von Dach und Fas­sade star­ten. Hierzu zählt unter ande­rem auch die Dach­be­grü­nung des Hau­ses am Gus­taf-Gründ­gens-Platz. Die Maß­nahme steht kurz vor dem Abschluss: Rund 2.750 Qua­drat­me­ter Dach­flä­che wur­den bepflanzt.

Die Dach­be­grü­nung ist neben dem Abriss des alten Kas­sen­häus­chens und dem Aus­tausch der vor­her dunk­len gegen nun klare Glas­schei­ben im Erd­ge­schoss die am deut­lichs­ten sicht­bare Ände­rung im Rah­men der ansons­ten stark auf die ori­gi­nal­ge­treue Wie­der­her­stel­lung abzie­len­den Sanie­rung des Schauspielhauses.

Schicht für Schicht zum grü­nen Dach
Nach­dem auf den ent­spre­chen­den Dach­flä­chen Drän­mat­ten ver­legt wur­den, über die zukünf­tig das Was­ser abge­lei­tet wird, folgte als Nächs­tes eine Sub­strat­schicht, die den Nähr­bo­den für die Begrü­nung bil­det. Hier­auf wur­den soge­nannte “Vege­ta­ti­ons­mat­ten” aus­ge­brei­tet, die aus Moos und Sedum, einem boden­be­de­cken­den Dick­blatt­ge­wächs, bestehen. Ähn­lich dem Prin­zip eines Roll­ra­sens wur­den die Mat­ten auf den ent­spre­chen­den Dach­flä­chen aus­ge­legt. Dar­über hin­aus liegt an der gesam­ten Attika und vor den auf­ge­hen­den Fas­sa­den jeweils ein Strei­fen aus Schotter.

Ziel war es, die Dach­flä­chen so weit wie mög­lich zu begrü­nen. Daher wurde unter Berück­sich­ti­gung der sta­ti­schen Ver­hält­nisse und des erfor­der­li­chen Gefäl­les ein mög­lichst leich­ter Auf­bau gewählt. So konn­ten rund die Hälfte der ins­ge­samt 5.450 Qua­drat­me­ter gro­ßen Dach­flä­che des Schau­spiel­hau­ses begrünt werden.
Das Gründ­ach trägt neben der gestal­te­ri­schen Auf­wer­tung zur Ver­bes­se­rung des Stadt­kli­mas bei, schützt die Dach­haut und lässt Nie­der­schlags­was­ser kon­trol­lier­ter abflie­ßen. Im Vor­feld zum Aus­füh­rungs- und Finan­zie­rungs­be­schluss 2018 hatte die Kul­tur­ver­wal­tung die Dach­be­grü­nung ange­regt und die Zustim­mung des Denk­mal­schut­zes für eine exten­sive Begrü­nung erwir­ken können.

 

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