Der kleine Moni­tor an der A‑Säule zeigt das Kamer­bild sowie mit der roten LED ein sich bewe­gen­des Objekt an,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Immer wie­der kommt es zu schwe­ren, oft auch töd­li­chen Unfäl­len zwi­schen Fuß­gän­gern oder Rad­fah­rern mit Last­kraft­wa­gen und Bus­sen. Um diese Gefahr bei den Ein­satz­fahr­ten zu mini­mie­ren, hat die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf nun zehn Lösch­fahr­zeuge der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr mit einem Abbie­ge­as­sis­ten­ten nach­rüs­ten lassen.

“Für die Men­schen in der Stadt aber auch die Maschi­nis­ten unse­rer Ein­satz­fahr­zeuge ist die­ser Schritt ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein für die Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr”, erklärt Tho­mas Trem­mel, Lei­ter der Abtei­lung Tech­nik der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf, die Neu­in­stal­la­tion. “Mit den ver­bau­ten Sys­te­men wer­den Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer in einem bis­lang nicht opti­mal ein­seh­ba­ren Bereich der Feu­er­wehr­fahr­zeuge nicht nur optisch, son­dern auch akus­tisch sicht­bar gemacht.”

Dafür instal­lier­ten Fach­tech­ni­ker einer Firma an zwei Tagen ins­ge­samt zehn Abbie­ge­as­sis­ten­ten an den Lösch­fahr­zeu­gen der Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren. Das vom Kraft­fahrt-Bun­des­amt zuge­las­sene Sys­tem arbei­tet mit einem Radar­sen­sor sowie mit einer Kamera, die vorne an der Bei­fah­rer­seite des Lkw befes­tigt sind. Der weiße unauf­fäl­lige Kas­ten erfasst dann einen Bereich von rund zehn Qua­drat­me­tern auf der Bei­fah­rer­seite, der sonst vom Fah­rer so nicht ein­ge­se­hen wer­den kann. Außer­dem ist im Blick­win­kel des Außen­spie­gels ein Moni­tor instal­liert. Hier wird das Kame­ra­bild des toten Win­kels beim Betä­ti­gen des Blin­kers, einem Lenk­ein­schlag durch den Fah­rer oder einem sich bewe­gen­den Objekt im betref­fen­den Bereich sofort ange­zeigt. Somit kann beim Blick in den Spie­gel der Bei­fah­rer­seite zeit­gleich der Moni­tor vom Abbie­ge­as­sis­ten­ten ein­ge­se­hen wer­den. Zusätz­lich zum Kame­ra­bild gibt es noch ein opti­sches sowie akus­ti­sches Warn­si­gnal im Fahr­zeu­g­inne­ren, um auf gefähr­li­che Situa­tio­nen noch­mal beson­ders auf­merk­sam zu machen.

Abbie­ge­as­sis­ten­ten­sys­teme erst ab 2024 Pflicht
Obwohl der Abbie­ge­as­sis­tent erst ab dem Jahr 2024 euro­pa­weit bei Neu­fahr­zeuge Pflicht ist, hat die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf nun mit der Umrüs­tung der ers­ten Feu­er­wehr­last­kraft­wa­gen begon­nen. Zunächst erfolgt ein Ein­bau in Neu­fahr­zeuge, aller­dings wer­den auch vor­han­dene Ein­satz­mit­tel je nach Alter eben­falls mit dem Abbie­ge­as­sis­ten­ten aus­ge­stat­tet. Die aus­ge­stat­te­ten Lösch­fahr­zeuge der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr stam­men aus dem Jahr 2017 und wer­den daher einige Jahre im #Ein­satz­fu­er­Du­es­sel­dorf auf den Stra­ßen unter­wegs sein. Das Pro­jekt wird durch ein Pro­gramm der Euro­päi­schen Union finan­zi­ell unter­stützt, sodass nur rund ein Vier­tel der Kos­ten durch die Stadt Düs­sel­dorf über­nom­men wer­den müssen.

 

Der runde weiße Kas­ten mit dem Radar und der Kamera fügt sich unauf­fäl­lig in das Design des Fahr­zeu­ges ein,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr