Dr. Klaus Vorgang, Dagmar Hüserich und ihr Hund Ernie Foto: Pro Düsseldorf
Angelika Scheffler vom Jugend- und Kinder-Hospiz Regenbogenland, Dr. Klaus Vorgang Foto: Pro Düsseldorf

Dreck-weg-Tag 2021 ist am Sams­tag, 12. Juni

Preis­ver­lei­hung mit Ver­spä­tung: Pro Düs­sel­dorf, Ver­an­stal­ter des Dreck-weg-Tages, hat jetzt die Pau­lusschule, das Team vom Kin­der- und Jugend­hos­piz Regen­bo­gen­land und die Ein­zel­kämp­fe­rin Dag­mar Hüse­rich mit dem „Gol­de­nen Besen“ aus­ge­zeich­net. Der jeweils mit 400 Euro dotierte und vom Haupt­för­de­rer Deut­sche Post­code Lot­te­rie gespen­dete Preis wurde für außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment beim Dreck-weg-Tag 2019 ver­lie­hen. Die ver­spä­tete Preis­ver­lei­hung ist coro­nabe­dingt: 2020 musste der Dreck-weg-Tag ganz aus­fal­len, 2021 wurde er schon zwei­mal ver­scho­ben. Jetzt steht der end­gül­tige Ter­min aber fest: Sams­tag, 12. Juni 2021, von 10 bis 13 Uhr. Anmel­dun­gen sind bereits mög­lich: www.dreck-weg-tag.de .

Da die Ehrung heute nicht – wie sonst üblich – im Rat­haus statt­fin­den konnte, wur­den die Preis­trä­ger jeweils im Freien an ihren jewei­li­gen Ein­satz­or­ten aus­ge­zeich­net: die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Pau­lusschule auf ihrem Schul­hof, das Team vom Kin­der- und Jugend­hos­piz Regen­bo­gen­land im Ost­park und Dag­mar Hüse­rich vor dem Rhein­ki­lo­me­ter-Schild 749 in Sto­ckum. Die Ehrung über­nahm Dr. Klaus Vor­gang vom Pro Düsseldorf-Vorstand.

Jeweils eine kleine Lau­da­tio auf die Preis­trä­ger sowie Fotos von den Ehrun­gen fin­den Sie hier. Die Ver­öf­fent­li­chung ist kos­ten­frei. Foto: Pro Düsseldorf

Pau­lusschule, Katho­li­sche Grundschule

Die Tüten zur Ein­schu­lung sind noch gar nicht aus­ge­packt, da wer­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Katho­li­schen Grund­schule an der Pau­lus­kir­che bereits mit dem Thema Müll kon­fron­tiert. Schon den Erst­kläss­lern wird bei­gebracht, ihren Müll nicht ein­fach auf dem Schul­hof zu ent­sor­gen, son­dern in die dafür vor­ge­se­he­nen Behält­nisse – natür­lich nach Müll­art getrennt. Etwas spä­ter kom­men dann The­men wie Abfall­ver­mei­dung, Res­sour­cen­schutz und Nach­hal­tig­keit dazu.

So muss­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch gar nicht groß moti­viert wer­den, um beim Dreck-weg-Tag mit­zu­ma­chen. Die Kin­der waren von der Idee begeis­tert, nicht nur den Schul­hof, son­dern auch den nahe­ge­le­ge­nen Schil­ler­platz sowie den Zoo­park gründ­lich auf­zu­räu­men. 85 Erst­kläss­ler – beglei­tet von drei Leh­re­rin­nen und 16 Eltern-Ver­tre­te­rin­nen – betei­lig­ten sich. Die gesam­melte Müll­menge war beeindruckend.

Die Kin­der hat­ten sehr viel Spaß bei ihrer Aktion. Doch nicht nur das: Sie haben auch bewusst wahr­ge­nom­men, wie­viel Müll im All­tag weg­ge­wor­fen wird. Doch nicht nur das: Sie kamen auch bei der Nach­be­ar­bei­tung im Arbeits­kreis Öko­lo­gie & Nach­hal­tig­keit mit Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen. Auf dem Schil­ler­platz und im Zoo­park waren offen­sicht­lich die ange­bo­te­nen Müll­be­hält­nisse nicht aus­rei­chend. Ihre For­de­rung: Wir brau­chen in den Parks mehr Mülleimer.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und PRO DÜSSELDORF zeich­nen die Pau­lusschule für den enga­gier­ten Ein­satz vor, wäh­rend und nach dem Dreck-weg-Tag mit dem Gol­de­nen Besen 2019 aus.

Kin­der­hos­piz Regenbogenland

Für Ihre Arbeit brau­chen die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Kin­der- und Jugend­hos­piz viel Kraft, viel Enga­ge­ment und vor allem ein gro­ßes Herz. Mit ihrem Ein­satz und ihrer Liebe sor­gen sie dafür, dass unheil­bar kranke Kin­der opti­mal betreut wer­den. Der Leit­ge­danke des Regen­bo­gen­lan­des lau­tet: Dem Leben nicht mehr Tage zu geben, son­dern den Tagen mehr Leben.

Bei die­ser ver­dienst­vol­len Auf­gabe – es gibt nur drei sol­cher Ein­rich­tun­gen in NRW – wer­den die Fach­kräfte von vie­len Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen unter­stützt. Auch von vie­len Düsseldorfern.

Die Orga­ni­sa­to­ren des Dreck-weg-Tages kann­ten Beruf und Arbeit­ge­ber einer Gruppe jun­ger Frauen nicht, als sie sie im letz­ten Jahr anspra­chen um zu erfah­ren, warum sie bei die­ser CleanUp-Aktion mit­mach­ten. Die beein­dru­ckende Ant­wort: Wir bekom­men das ganze Jahr über von vie­len Men­schen Hilfe – Geld, aber auch sehr viel Zuspruch. Dafür sind wir sehr dank­bar. Und des­halb wol­len wir mit unse­rem klei­nen Bei­trag, den wir beim Dreck-weg-Tag leis­ten kön­nen, etwas an die Stadt und ihre Men­schen zurückgeben.

Das Team Regen­bo­gen­land war beim letz­ten Dreck-weg-Tag nicht zum ers­ten Mal dabei. Und für den 12. Juni 2021 ist schon wie­der eine Gruppe angemeldet.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und PRO DÜSSELDORF bedan­ken sich bei den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern von Regen­bo­gen­land mit dem Gol­de­nen Besen 2019 für ihr außer­ge­wöhn­li­ches bür­ger­schaft­li­ches Engagement.

Dag­mar Hüserich

Ohne Erni wäre Dag­mar Hüse­rich wahr­schein­lich nicht unter den Preis­trä­ge­rin­nen des Gol­de­nen Besens 2021. Durch ihren Hund, der vor sechs Jah­ren aus Ungarn zu ihr kam, hat die Grund­schul­leh­re­rin aus Sto­ckum das Rhein­ufer ent­deckt. Tier und Frau­chen zog es immer wie­der an den Fluss – genauer gesagt, an das Mar­kie­rungs­schild von Kilo­me­ter 749. Doch was Dag­mar Hüse­rich dort vor­fand, erfreute sie nicht: viel ange­spül­ter Müll und jede Menge lie­gen­ge­las­se­ner Dreck.

Damit wollte sich die Mut­ter von drei Kin­dern nicht abfin­den. Dag­mar Hüse­rich nutzte fortan jeden Hunde-Spa­zier­gang, um Müll auf­zu­sam­meln. Stroh­halme, Wat­te­stäb­chen, Feu­er­zeuge, beson­dere Dinge, Fla­schen­post – das alles wurde nach Hause getra­gen und in der Garage gesta­pelt. Irgend­wann will die flei­ßige Samm­le­rin ihre Beu­te­stü­cke zu Kunst verarbeiten.

Das Auf­he­ben von Müll hat in der Fami­lie von Dag­mar Hüse­rich Tra­di­tion. Schon ihr Vater gehörte zu den regel­mä­ßi­gen Teil­neh­mern des Dreck-weg-Tages. Seine Spe­zia­li­tät war auch im Alter von 83 noch die Rei­ni­gung der Bus­hal­te­stelle am Kle­mens­platz. Zum 80.Geburtstag über­raschte ihn die Fami­lie mit einem ganz beson­de­ren Geschenk: ein CleanUp mit der gan­zen Familie.

Dag­mar Hüse­rich beließ es im Laufe der Jahre nicht beim müll­ori­en­tier­ten Hun­de­aus­lauf. So rich­tete sie zum Bei­spiel eine Glas­box ein, in der sie und auch viele andere Spa­zier­gän­ger her­um­lie­gen­des und zum Teil zer­bro­che­nes Glas ein­wer­fen. Sie über­nimmt es dann, den Inhalt regel­mä­ßig zum Alt­glas-Con­tai­ner zu brin­gen. Und selbst dabei ist sie nicht mehr allein. Mitt­ler­weile wird sie zumin­dest gele­gent­lich von flei­ßi­gen Hel­fern unterstützt.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und PRO DÜSSELDORF zeich­nen Dag­mar Hüse­rich für außer­ge­wöhn­li­ches CleanUp-Enga­ge­ment am Dreck-weg-Tag, beim RhineCleanUp und das ganze Jahr über mit dem Gol­de­nen Besen 2019 aus.

 

Schülerinnen und Schüler der Paulusschule, Konrektorin Ulrike Feuerpeil sowie Alexandra Heidrich von der Elternpflegschaft Foto: Pro Düsseldorf

Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Pau­lusschule, Kon­rek­to­rin Ulrike Feu­er­peil sowie Alex­an­dra Heid­rich von der Eltern­pfleg­schaft Foto: Pro Düsseldorf