Beim Rund­gang im KAP1: (v. l.) Kul­tur­de­zer­nent Hans-Georg Lohe, OB Dr. Ste­phan Kel­ler, Stadt­bü­che­reien-Direk­tor Dr. Nor­bert Kamp und von Sei­ten des Ver­mie­ters Dirck Smolka, Vor­sit­zen­der des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses VZN ‚©Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/David Young

 

Die Flä­che wurde nun vom Ver­mie­ter übergeben
Bald star­tet der Auf­bau der Regale

Am Kon­rad-Ade­nauer-Platz, mit­ten im Zen­trum der Lan­des­haupt­stadt, ent­steht im KAP1 eine moderne neue Zen­tral­bi­blio­thek. Die Arbei­ten schrei­ten immer wei­ter voran, sodass bereits jetzt erste Züge des neuen Stand­or­tes der Stadt­bü­che­reien Düs­sel­dorf zu erken­nen sind. Die Flä­chen wur­den nun vom Ver­mie­ter, dem Ver­sor­gungs­werk der Zahn­ärz­te­kam­mer Nord­rhein, an die Stadt über­ge­ben, sodass der wei­tere städ­ti­sche Aus­bau anlau­fen kann.

Bei einem Medi­en­rund­gang am Frei­tag, 2. Juli, über die Flä­chen der Zen­tral­bi­blio­thek stell­ten Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, Kul­tur­de­zer­nent Hans-Georg Lohe und Stadt­bü­che­reien-Direk­tor Dr. Nor­bert Kamp den aktu­el­len Stand der Arbei­ten für die neue Zen­tral­bi­blio­thek vor. An dem Ter­min nahm zudem von Sei­ten des Ver­mie­ters Dirck Smolka, Vor­sit­zen­der des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses, Ver­sor­gungs­werk der Zahn­ärz­te­kam­mer Nord­rhein (VZN), teil.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Bereits jetzt wird schon sehr deut­lich, was für eine Zen­tral­bi­blio­thek die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Zukunft im KAP1 erwar­ten wird: Es wird eine moderne Zen­tral­bi­blio­thek sein, die sich über große helle Flä­chen erstreckt und durch große Pan­orama-Fens­ter auch einen bis­her nicht dage­we­se­nen Blick auf das Stadt­zen­trum eröff­net. Ich bin mir sicher, die neue Zen­tral­bi­blio­thek wird über den klas­si­schen Biblio­theks­be­trieb hin­aus zu einem Ort, der auf­grund sei­ner hohen Auf­ent­halts­qua­li­tät zu Begeg­nung, zum Aus­tausch und zum Ver­wei­len ein­la­den wird. Hier­auf dür­fen wir uns alle freuen.”

Kul­tur­de­zer­nent Hans-Georg Lohe: “Mit dem Umzug ins KAP1 wird sich die Zen­tral­bi­blio­thek nahezu ver­dop­peln. Wir dür­fen die Besu­che­rin­nen und Besu­cher dann auf einer Flä­che von 7.750 Qua­drat­me­tern begrü­ßen. Ein High­light wird sicher neben dem Les­e­café und vie­len wei­te­ren Neu­hei­ten auch der 300 Qua­drat­me­ter große Dach­gar­ten sein. Wir gehen allein im ers­ten Jahr von rund 1 Mil­lio­nen Besu­che­rin­nen und Besu­chern aus.”

Stadt­bü­che­reien-Direk­tor Dr. Nor­bert Kamp: “Bei mei­nem Team und mir wird die Vor­freude von Tag zu Tag grö­ßer. Wir alle sind mit viel Herz­blut beim Pro­jekt dabei und fie­bern dem Eröff­nungs­akt im Novem­ber ent­ge­gen, wenn wir allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die neue Zen­tral­bi­blio­thek prä­sen­tie­ren dür­fen.” Dr. Kamp wei­ter: “In der kom­men­den Woche kann die Mon­tage der ers­ten Regale star­ten. Die neuen Möbel der Zen­tral­bi­blio­thek tra­gen sehr zur ein­la­den­den Atmo­sphäre mit hoher Trans­pa­renz bei: So ist zum Bei­spiel kein Bücher­re­gal höher als 1,5 Meter.”

Aktu­el­ler Stand auf der Flä­che der Zentralbibliothek
Die bau­li­chen Arbei­ten ste­hen – bis auf einige Decken­ar­bei­ten – kurz vor dem Abschluss. So ist im 2. und 3. Ober­ge­schoss bereits der Kau­tschuk­bo­den ver­legt. Die­ser mar­kiert durch farb­li­che Unter­schei­dun­gen und par­al­lel aus­ge­rich­te­ter moder­ner Licht­tech­nik die Haupt-Lauf­wege und die Auf­ent­halts­be­rei­che. Im 2. Ober­ge­schoss wer­den zukünf­tig unter ande­rem das Les­e­café, der Roman- und Zei­tungs­be­reich, das Libra­ry­Lab sowie die Jugend- und Kin­der­bü­che­rei ihren Platz fin­den. Das 3. Ober­ge­schoss wird unter ande­rem die Sach­buch­be­rei­che mit dem juris­ti­schen Lese­saal, das Lern­stu­dio sowie den Dach­gar­ten beher­ber­gen. Ver­bun­den sind beide Geschosse durch eine große, gelbe Treppe sowie durch einen Aufzug.

Auch die Auf­tei­lung spie­gelt noch ein­mal das Ver­ständ­nis der neuen Zen­tral­bi­blio­thek wider. Denn sie ver­steht sich als Zusam­men­spiel von “Herz und Hirn”. Sie erfüllt nicht nur die klas­si­schen Auf­ga­ben einer Büche­rei durch den Zugang zu Wis­sen und Infor­ma­tio­nen und bie­tet opti­male Arbeits- und Lern­orte. Sie lädt die Besu­che­rin­nen und Besu­cher dar­über hin­aus zum Aus­tausch, zum Gestal­ten und Krea­tiv­wer­den ein. Zen­tral gele­gen, bie­tet sie Groß und Klein einen Ort der Begeg­nung und des Miteinanders.

Kin­der- und Jugendbibliothek
Mit der zen­tra­len Lage am Haupt­bahn­hof erfüllt das neue Gebäude den Haupt­wunsch der Biblio­theks­kun­din­nen und ‑kun­den: die sehr gute Erreich­bar­keit. Ins­be­son­dere das junge Düs­sel­dor­fer Publi­kum darf sich auf den Umzug der Zen­tral­bi­blio­thek in das KAP1 freuen: Die Kin­der­bi­blio­thek wird ihr Raum­an­ge­bot deut­lich ver­grö­ßern. Zudem wird es künf­tig eine geson­derte Jugend­bi­blio­thek geben. Die Kin­der­bi­blio­thek mit Rhein, Rhein­brü­cke und Schloss­turm als Hei­mat­be­zug in der Ein­rich­tung wird einen eige­nen Päd­ago­gik­raum umfas­sen, um zum Bei­spiel mit Kin­der­grup­pen Füh­run­gen und Ver­an­stal­tun­gen vor- und nach­zu­be­rei­ten. Die Jugend­bi­blio­thek bie­tet Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen zudem einen eige­nen Raum für Tech­nik und Kommunikation.

600 Arbeits­plätze
Die Zahl der Arbeits­plätze in der Biblio­thek wird sich mit zukünf­tig 600 mehr als ver­dop­peln. Ins­be­son­dere junge Men­schen, die sich zum Ler­nen ver­ab­re­den, wird die­ses Ange­bot freuen. Ins­ge­samt sind für sie 13 Grup­pen­ar­beits­räume vor­ge­se­hen. Zudem wird in den Publi­kums­räu­men flä­chen­de­ckend freies WLAN zur Ver­fü­gung ste­hen. Dar­über hin­aus wird es 60 frei zugäng­li­che Inter­net-PC (drei­mal mehr Rech­ner als in der alten Zen­tral­bi­blio­thek) geben. Auch die lite­ra­tur­in­ter­es­sier­ten Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer wer­den im neuen Biblio­theks­ge­bäude auf ihre Kos­ten kom­men. Der Ver­an­stal­tungs­raum der Büche­rei wird bis zu 180 Besu­che­rin­nen und Besu­chern Platz bieten.

Aus­ge­wei­tete Öff­nungs­zei­ten beschlossen
Der Rat hat in sei­ner Sit­zung am gest­ri­gen Don­ners­tag, 1.Juli, dem neuen Öff­nungs­zei­ten­kon­zept der Zen­tral­bi­blio­thek zugestimmt:
Mit dem Umzug sol­len die Öff­nungs­zei­ten der Zen­tral­bi­blio­thek der Stadt­bü­che­reien Düs­sel­dorf von der­zeit 56 auf künf­tig 74 Wochen­öff­nungs­stun­den aus­ge­dehnt wer­den. Damit haben die Düs­sel­dor­fer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit über 70 Öff­nungs­stun­den einen — in Deutsch­land ein­ma­li­gen — hohen Zugang zu ihrer Zen­tral­bi­blio­thek. Die geplan­ten Zei­ten der Zen­tral­bi­blio­thek ab Novem­ber im KAP1 sind wie folgt vor­ge­se­hen: Mon­tag bis Frei­tag 9 bis 21 Uhr, Sams­tag 9 bis 18 Uhr, Sonn­tag 13 bis 18 Uhr. Davon mit Per­so­nal­ser­vice: Mon­tag bis Frei­tag 10 bis 19 Uhr und Sams­tag 10 bis 16 Uhr. Die Öff­nung am Sonn­tag bie­tet vie­len, die in der Woche keine Zeit haben, einen groß­ar­ti­gen nicht kom­mer­zi­el­len Raum. Das gilt beson­ders für das Les­e­café, das an 7 Tagen in der Woche, dann auch beson­ders am Sonn­tag, einen attrak­ti­ven Auf­ent­halt in der Zen­tral­bi­blio­thek bietet.

Für den eili­gen Nut­zer sol­len im Erd­ge­schoss der Ein­gangs­halle auto­ma­ti­sierte Rück­ga­be­schal­ter zur Ver­fü­gung ste­hen. Zusätz­lich soll es für die Nacht­stun­den einen außer­halb der Ein­gangs­halle direkt an der Immer­mann­straße lie­gen­den Nacht-Rück­ga­be­schal­ter geben.

Eröff­nungs­akt im November
Noch in die­sem Jahr soll das Gebäude für Besu­che­rin­nen und Besu­cher eröff­nen. Kon­kret ist nach der­zei­ti­gem Stand ein zen­tra­ler Eröff­nungs­akt am Wochen­ende des 6./7. Novem­ber im KAP1 geplant.

Die Kos­ten für die gesam­ten städ­ti­schen Aus­bau­maß­nah­men im Rah­men des Pro­jek­tes “KAP1” lie­gen bei circa 18,6 Mil­lio­nen Euro.