Nach knapp zwei­jäh­ri­ger Bau­zeit hat in der Nacht von Don­ners­tag auf Frei­tag an der jetzt tie­fer geleg­ten Bam­ber­ger Straße der erste Schwer­trans­port eines Kra­nes der Firma Kone­cra­nes die aus­ge­baute Unter­füh­rung unter den Bahn­glei­sen befahren,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Auf­takt zur stu­fen­wei­sen Frei­gabe der Bam­ber­ger Straße für die öffent­li­che Nutzung

Nach knapp zwei­jäh­ri­ger Bau­zeit hat in der Nacht von Don­ners­tag auf Frei­tag, 29. und 30. Juli, an der jetzt tie­fer geleg­ten Bam­ber­ger Straße der erste Schwer­trans­port eines Kra­nes der Firma Kone­cra­nes die aus­ge­baute Unter­füh­rung unter den Bahn­glei­sen befah­ren. Der Kran pas­sierte die Unter­füh­rung ab Mit­ter­nacht. Dies stellt den Beginn der stu­fen­wei­sen Frei­gabe der Bam­ber­ger Straße dar. Die Frei­gabe für die all­ge­meine öffent­li­che Nut­zung erfolgt vor­aus­sicht­lich im September.

Mit der Tie­fer­le­gung der Bam­ber­ger Straße zwi­schen Sül­len­straße und Bay­reu­ther Straße erhöht sich die Durch­fahrts­höhe unter­halb der Eisen­bahn­un­ter­füh­rung von 3,60 Meter auf 8,50 Meter. Kern­stück des Bau­pro­jek­tes ist ein was­ser­un­durch­läs­si­ger Stahl­be­ton­trog, der eine Länge von rund 80 Metern und eine lichte Breite von 9,00 Metern auf­weist. Die Bam­ber­ger Straße wurde auf ihrer gesam­ten Länge von 200 Metern auf die neue Durch­fahrts­höhe angepasst.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Das ist ein guter Tag für Düs­sel­dorf: Dank der tie­fer geleg­ten Unter­füh­rung an der Bam­ber­ger Straße kann der Stand­ort der auf Kran­bau spe­zia­li­sier­ten Firma Kone­cra­nes, und damit ver­bun­den rund 800 Arbeits­plätze, dau­er­haft in der Lan­des­haupt­stadt gesi­chert wer­den. An die­ser Stelle möchte ich die beson­dere Bedeu­tung, die das pro­du­zie­rende Gewerbe an der flo­rie­ren­den Wirt­schaft in der Lan­des­haupt­stadt hat und das beson­dere Enga­ge­ment von Kone­cra­nes in der Aus­bil­dung her­vor­he­ben. Ein beson­de­res Lob möchte ich an alle Betei­lig­ten rich­ten, die zu dem erfolg­rei­chen Fort­gang des Bau­pro­jek­tes bei­getra­gen haben.”

Mobi­li­täts­de­zer­nent Jochen Kral: “Die Abwick­lung die­ses Pro­jek­tes stellte eine nicht uner­heb­li­che Her­aus­for­de­rung für uns dar. Trotz einer kom­pli­zier­ten, arbeits­in­ten­si­ven Siche­rung und ver­mes­sungs­tech­ni­schen Über­wa­chung der Eisen­bahn­un­ter­füh­rung mit mehr­ma­li­gen Unter­stopf­ar­bei­ten der dar­über lie­gen­den Gleise sowie den Über­ra­schun­gen, die der Bau­grund bereit hielt, gehen wir nun erfolg­reich auf die Zielgerade.”

Heri­bert Bar­lage, Geschäfts­füh­rer der Kone­cra­nes GmbH und Stand­ort-Chef in Düs­sel­dorf sagt: “Die Inbe­trieb­nahme der Unter­füh­rung für den Abtrans­port unse­rer Hafen­mo­bil­krane ist ein wich­ti­ger Mei­len­stein für die­sen Kone­cra­nes-Stand­ort. Wir kön­nen nun auch in Zukunft wei­ter in Ben­rath fer­ti­gen und damit rund 800 Arbeits­plätze in der Stadt erhal­ten. Das ist umso erfreu­li­cher, da wir erst kürz­lich unse­ren öko-effi­zi­en­ten Hafen­mo­bil­kran auf den Markt gebracht haben, der einen erheb­lich emis­si­ons­re­du­zier­ten Ter­mi­nal-Betrieb bei unse­ren Kun­den ermög­licht – Kli­ma­schutz made in Düsseldorf.”

Die bis­he­rige Trans­port­mög­lich­keit über einen gleis­glei­chen Bahn­über­gang nörd­lich der Bam­ber­ger Straße, der nur mit viel Auf­wand nachts und unter Abschal­tung des Stro­mes der Ober­lei­tun­gen der Deut­schen Bahn genutzt wer­den konnte, wird damit überflüssig.

Stu­fen­weise Freigabe
Zum jet­zi­gen Zeit­punkt ist eine Nut­zung des tie­fer geleg­ten Teil­stü­ckes der Bam­ber­ger Straße durch den Indi­vi­du­al­ver­kehr noch nicht mög­lich. Die Frei­gabe für die all­ge­meine öffent­li­che Nut­zung erfolgt in einer nächs­ten Stufe vor­aus­sicht­lich im Sep­tem­ber, da hierzu noch einige Siche­rungs­maß­nah­men für den Hoch­was­ser­schutz abge­schlos­sen wer­den müs­sen. Laut Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment wer­den die Arbei­ten vor­aus­sicht­lich im Sep­tem­ber 2021 abgeschlossen.

Bau­pro­jekt Tie­fer­le­gung Bam­ber­ger Straße
Bau­be­ginn für die Tie­fer­le­gung der Bam­ber­ger Straße war im Juli 2019. Die Abwick­lung des Bau­pro­jek­tes stellte laut den Fach­leu­ten im Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment eine Her­aus­for­de­rung dar. Unter ande­rem gab es Kampf­mit­tel­ver­dachts­mo­mente. Zudem muss­ten im Zuge der Spund­wand- und Tief­bau­ar­bei­ten grö­ßere Hin­der­nisse besei­tigt wer­den, die die Bau­leute immer wie­der aus­brems­ten. Auf­grund des äußerst kur­zen Pla­nungs­vor­lau­fes und der engen Ter­min­schiene bis zur Fer­tig­stel­lung musste der Bau­ab­lauf ange­passt und opti­miert werden.

Die Gleis­an­lage über die Bam­ber­ger Straße wird im Rah­men des RRX-Pla­nun­gen in den nächs­ten Jah­ren um zwei wei­tere Gleise erwei­tert. Die Stadt­ver­wal­tung musste diese Erwei­te­rung beim Bau des Trogs berück­sich­ti­gen und hat das Bau­werk ent­spre­chend ver­län­gert. Die Deut­sche Bahn hat daher gegen­über der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf eine Kos­ten­be­tei­li­gung zuge­sagt. Die Kos­ten des Pro­jekts belau­fen sich aktu­ell auf 16,5 Mil­lioi­nen Euro. Sei­tens der Bezirks­re­gie­rung und der Firma Kone­cra­nes erfolgt eine Kostenbeteiligung.