Her­aus­ge­ge­ben von der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf Amt für Kom­mu­ni­ka­tion VI/11–50. Illus­tra­tio­nen Agen­tur BUTTER, Düsseldorf

 

Am 22. März jeden Jah­res wird der Opfer von Kri­mi­na­li­tät gedacht. Doch wie ver­hält man sich als Zeuge in sol­chen Situa­tio­nen rich­tig? Zum Tag der Zivil­cou­rage ver­weist der Kri­mi­nal­prä­ven­tive Rat der Lan­des­haupt­stadt auf seine Bro­schüre mit Ant­wor­ten auf die wich­tigs­ten Fra­gen zum Ver­hal­ten in Situa­tio­nen, die Han­deln statt Weg­gu­cken erfordern.

Anläss­lich des dies­jäh­ri­gen Tages des Kri­mi­na­li­täts­op­fers in Düs­sel­dorf am 22. März hat sich die Fach­gruppe Opfer­schutz des Kri­mi­nal­prä­ven­ti­ven Rates der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf (KPR) erneut mit dem Thema Zivil­cou­rage beschäf­tigt und knüpft damit an das Thema des vom Weis­sen Ring e.V. ins Leben geru­fe­nen Gedenk­ta­ges an.

Gesche­hen ver­bale oder gar kör­per­li­che Über­griffe in der Öffent­lich­keit, gibt es neben den Tat­op­fern häu­fig auch unbe­tei­ligte Men­schen, die Zeuge die­ser Tat wer­den. Wenn bei der Tat­aus­übung auch Gewalt eine Rolle spielt, fällt die Ent­schei­dung dar­über, ob man als Unbe­tei­lig­ter hel­fen möchte oder sich lie­ber neu­tral ver­hält, sehr schwer. Die unkal­ku­lier­ba­ren Risi­ken, denen sich der Zeuge aus­setzt, das sub­jek­tiv emp­fun­dene Ungleich­ge­wicht zu Guns­ten eines Angrei­fers und nicht zuletzt das feh­lende Wis­sen darum, wie man rich­tig hel­fen kann, begüns­ti­gen oft­mals eine Ent­schei­dung gegen zivil­cou­ra­gier­tes Verhalten.

Dabei muss man sich per­sön­lich gar nicht in Gefahr bege­ben. Häu­fig hilft es schon, gemein­sam mit ande­ren Men­schen, die in der Nähe sind, auf die beob­ach­tete Situa­tion auf­merk­sam zu machen und über den Not­ruf 110 der Poli­zei mit­zu­tei­len, was gerade geschieht. Dabei hilft es der Poli­zei auch sehr, wenn die Zeu­gin oder der Zeuge die Situa­tion so lange im Blick behält und schil­dert, bis die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen vor Ort sind.

Um eine gewisse Hand­lungs­si­cher­heit zu ermög­li­chen, hat der KPR eine Bro­schüre erstellt, die Hand­lungs­op­tio­nen in ver­schie­de­nen Situa­tio­nen auf­zeigt, an denen man sich ori­en­tie­ren kann. Die Bro­schüre ist online unter https://www.duesseldorf.de/kpr/projekte/zivilcourage.html abrufbar.

Opfern von Gewalt­ta­ten zu hel­fen und mit adäqua­ter Bera­tung und Hilfe zur Seite zu ste­hen, hat sich das Netz­werk der Düs­sel­dor­fer Opfer­hilfe zum Ziel gemacht. Wel­che Anlauf­stelle die “rich­tige” ist, kann über die fol­gende Inter­net­seite abge­fragt wer­den https://www.duesseldorf.de/kpr/netzwerk-opferhilfe-duesseldorf.html
Auch wenn dort sicher­lich nicht alle Hil­feein­rich­tun­gen in Düs­sel­dorf auf­ge­führt sind, hel­fen die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der jewei­li­gen Anlauf­stelle bei der Suche nach einer pas­sen­den Beratung.

Hin­ter­grund: Tag des Kriminalitätsopfers
Der “Tag des Kri­mi­na­li­täts­op­fers” wurde erst­mals in Schwe­den began­gen. Ursprüng­lich wurde der 22. Februar als Tag der Mah­nung ein­ge­führt. Die Idee des Tages wurde vom Weis­sen Ring auf­ge­grif­fen. Seit 1992 wird in Deutsch­land am 22. März der Kri­mi­na­li­täts­op­fer gedacht.