Fire Quar­ter­back Matt Adam © Mar­tin Wagner

 

 

Schon die Vor­zei­chen vor dem Rück­spiel gegen die Ham­burg Sea Devils stan­den nicht gut. Star­ting Quar­ter­back Matt Adams musste am Frei­tag am Rücken ope­riert wer­den und fällt für den Rest der Sai­son aus, aber auch in der Defense musste Rhein Fire krank­heits­be­dingt einige Ände­run­gen vor­neh­men. Trotz­dem war das Team von Jim Tom­sula hoch moti­viert, dem aktu­ell wahr­schein­lich bes­ten Team der Liga ein Bein zu stel­len. 

Zu Beginn des Spiels sah es danach auch noch aus. Der erste Angriffs­drive der Sea Devils konnte gestoppt wer­den und QB Rohat Dagde­len bewegte den Ball zunächst durch kurze Pässe und Läufe über Daniel Ren­nich. Punkte kamen dabei aber nicht her­aus und so län­ger das Spiel andau­erte, kamen die Sea Devils immer bes­ser in Tritt.

Ham­burgs Run­ning Back Glen Toonga häm­merte sei­nen kom­pri­mier­ten 100-Kilo Kör­per immer wie­der in die Defense von Fire und konnte Yard um Yard gut machen, der Angriff von Fire fand dage­gen wie schon im Hin­spiel kein Mit­tel, um die starke Front-Seven der Sea Devils zu über­win­den. Run­ning Back Daniel Ren­nich kämpfte zwar mit gan­zer Ener­gie um jeden Meter, aller­dings stoppte der ehe­ma­lige NFL Profi Kasim Ede­bali mit sei­nen schwe­ren Jungs aus der Defense Line den Fire Run­ning Back immer schon nach weni­gen Metern. 

Die Ham­bur­ger Offense machte es da deut­lich bes­ser und zeigte sehr schön ent­wi­ckelte Spiel­züge und zog immer wie­der neue Tricks aus dem Hemds­är­mel, die man auch als Anhän­ger von Rhein Fire durch­aus aner­ken­nen musste. So stand es schnell 21–03 für die Sea Devils, bis Omari Wil­liams für ein abso­lu­tes High­light des Spiels sorgte, als er einen Kick­off der Sea Devils auf der eige­nen 6 Yard Line auf­nahm und über 94 Yards bis in die End­zone der Ham­bur­ger tra­gen konnte.

In der zwei­ten Halb­zeit ver­suchte der inzwi­schen ein­ge­wech­selte neue Quar­ter­back Jadrian Clark die Rhein­län­der noch ein­mal an die Ham­bur­ger heran zu füh­ren, man konnte ihm jedoch anmer­ken, dass er bis­lang nur eine voll Trai­nings­ein­heit mit der Mann­schaft absol­viert hatte und damit die not­wen­dige Abstim­mung mit sei­nen Recei­vern nicht vor­han­den war. 

Am Ende konn­ten die Ham­bur­ger einen ver­dien­ten, aller­dings viel­leicht etwas zu hohen 40–16 Sieg mit nach Hause neh­men. 

Für Fire heißt es nun, die Offense auf den neuen Quar­ter­back Jadrian Clark ein­zu­stim­men, um so am kom­men­den Wochen­ende in Bar­ce­lona die Play­off Chan­cen offen zu halten.