Skulp­tu­ren vor dem Land­tag Foto: LOKALBÜRO

 

Spon­tan und ohne vor­he­rige Anmel­dung Demo­kra­tie und Archi­tek­tur erle­ben? Der Land­tag am Düs­sel­dor­fer Rhein­ufer öff­net am kom­men­den Sonn­tag, 5. Mai 2024, von 11 bis 16 Uhr. Der Besuch ist kos­ten­frei. Füh­run­gen und eine Smart­phone-Tour bie­ten Bli­cke in den Ple­nar­saal, die Aus­schuss­räume und die Gale­rie der Prä­si­den­tin­nen und Prä­si­den­ten. Dazu bie­tet das Par­la­ment aktu­elle Ausstellungen.

„Der Land­tag Nord­rhein-West­fa­len ist das Wahr­zei­chen der Demo­kra­tie unse­res Bun­des­lan­des. Er ist ein archi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk und lädt dazu ein, Demo­kra­tie und Lan­des­po­li­tik zu erle­ben. Und wer es bei der Nacht der Museen nicht in den Land­tag geschafft hat, kann jetzt noch unsere aktu­el­len Aus­stel­lun­gen ent­de­cken“, sagt André Kuper, Prä­si­dent des Land­tags Nordrhein-Westfalen.

Auf dem Vor­platz des Land­tags ist aktu­ell die Skulp­tur „Engel der Kul­tu­ren – Frie­dens­säule für Jeru­sa­lem“ zu sehen. Sie ist Teil eines Pro­jekts zur För­de­rung des inter­kul­tu­rel­len und inter­re­li­giö­sen Dia­logs. In vie­len deut­schen Städ­ten und Gemein­den ist der „Engel der Kul­tu­ren“ als Intar­sie in den Boden ein­ge­las­sen. Er zeigt mit dem Kreuz, dem Halb­mond und dem David­stern die Sym­bole von Chris­ten­tum, Islam und Juden­tum und steht für das Ver­bin­dende der drei Welt­re­li­gio­nen. Eine Aus­stel­lung im Land­tag zeigt wei­tere Objekte der Kunst­ak­tion und infor­miert über das Pro­jekt, die Mit­wir­ken­den und pro­mi­nente Stationen.

Dar­über hin­aus kön­nen die Gäste des Land­tags den „Jus­tice Man“ besich­ti­gen. Die fast zwei Meter hohe Figur ist ein Werk des Künst­lers HA Schult. Es besteht aus­schließ­lich aus „Schön­fel­der – Deut­sche Gesetze“ – Büchern. Ein Ver­weis auf die dunk­len Tage deut­scher Jus­tiz im Drit­ten Reich, mit der der Name Schön­fel­der auch ver­bun­den wird. Auf den Covern der neuen Auf­la­gen der Bücher wird der Name Schön­fel­der inzwi­schen nicht mehr genutzt.

Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen den Land­tag am Sonn­tag per Tour, aber auch via Smart­phone erkun­den. Mit QR-Codes und NFC-Tech­nik (Near Field Com­mu­ni­ca­tion) las­sen sich an neun Sta­tio­nen des Par­la­ments­ge­bäu­des Audio­gui­des abru­fen. Sie infor­mie­ren über die Funk­tio­nen des Par­la­ments und die Arbeit der Frak­tio­nen und Abge­ord­ne­ten. Die Smart­phone-Tour star­tet am Ein­gang und führt über Frak­ti­ons­räume und den Ple­nar­saal bis zur Gale­rie der Präsidenten.

Zu sehen bekom­men Inter­es­sierte dann auch unter ande­rem eine Aus­stel­lung über die Nel­ken­re­vo­lu­tion in Por­tu­gal, die sich am 25. April zum 50. Mal gejährt hat. Doch nicht nur für das Land selbst bleibt die­ses Ereig­nis prä­gend. Die Nel­ken­re­vo­lu­tion gilt als Eck­pfei­ler der Demo­kra­tie­ge­schichte ganz Euro­pas. Denn mit ihr begann eine Demo­kra­ti­sie­rungs­welle, die sich auch auf andere Teile des Kon­ti­nents übertrug.

 

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