
Pfarrer Dr. Martin Fricke segnet am Fortuna-Büdchen © evdus / Schaffmeister
Premiere in der Altstadt: Am Samstag, 30. August, feierten 65 Paare ihre Liebe bei der ersten Pop-Up Hochzeit in Düsseldorf. Unter dem Motto „Einfach.Himmlisch.Heiraten“ verwandelten sich gleich sieben Orte, von der Neanderkirche über die Bergerkirche bis zum Fortuna-Büdchen, in festliche Segnungsstätten.
Von morgens um 10 Uhr bis in den frühen Abend hinein gaben sich Paare aller Generationen das Ja-Wort. Viele hatten sich lange im Voraus angemeldet, doch 15 spontane Paare entschieden sich erst am Tag selbst – manche kauften sogar noch schnell ihre Ringe in der Altstadt.
Die Spannbreite war groß: junge Verliebte, Paare, die nach ihrer standesamtlichen Hochzeit nun kirchlich heirateten, und sogar Jubelpaare. Besonders bewegend: Gerda und Dieter Elter, die nach 60 Jahren Ehe in der Hausbrauerei Zum Schlüssel einen zweiten kirchlichen Segen erhielten.
Emotional wurde es auch bei Angela und Janina aus Köln, die durch Zufall über Instagram auf das Event stießen. In cremefarbenen Outfits sagten sie am späten Nachmittag in der Neanderkirche Ja – begleitet von Freudentränen und großem Applaus.
Rund 25 Pfarrerinnen und Pfarrer gestalteten die Feierlichkeiten. Manche zogen mit dem Talar von einem Ort zum nächsten, am Fortuna-Büdchen kam sogar der Fortuna-Schal als Accessoire hinzu. Unterstützt wurden sie von über 20 Ehrenamtlichen und zahlreichen Musikerinnen und Musikern, die die Segnungen mit Gitarrenklängen, Orgel und Gesang untermalten.
Nach neun Wochen Vorbereitung zog das Organisationsteam ein positives Fazit. „Von Sneakern bis Brautkleid, von intimer Zweisamkeit bis zur großen Hochzeitsgesellschaft – es war ein Tag voller Vielfalt, Freude und Segen“, resümierte Schulpfarrer Christian Schwandt.