Archiv­bild Ein­satz­kräfte in der Neu­jahrs­nacht © Patrick Schüller

 

Die Poli­zei Düs­sel­dorf zieht eine vor­läu­fige Bilanz der Sil­ves­ter­nacht 2025/2026 in der Lan­des­haupt­stadt. Meh­rere Hun­dert Beam­tin­nen und Beamte waren wäh­rend des Jah­res­wech­sels im Stadt­ge­biet prä­sent, um die Fei­er­lich­kei­ten sicher zu gestal­ten. Wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren lag ein Schwer­punkt der Ein­satz­kräfte in der Alt­stadt und am Rhein­ufer, doch auch in ande­ren Stadt­tei­len war eine erhöhte Prä­senz sicht­bar. Ins­ge­samt war die Sil­ves­ter­nacht von einem hohen Ein­satz­auf­kom­men geprägt.

Bei küh­len, aber über­wie­gend tro­cke­nen Wit­te­rungs­be­din­gun­gen war die Alt­stadt zu Beginn des Abends nur mäßig besucht. Ab circa 21:30 Uhr nahm der Besu­cher­an­drang ste­tig zu und erreichte kurz vor Mit­ter­nacht sei­nen Höhe­punkt, ins­be­son­dere auf der Frei­treppe und dem Burg­platz. Die Fei­ern­den zeig­ten sich über­wie­gend aus­ge­las­sen und fried­lich, sodass nur wenige poli­zei­li­che Maß­nah­men erfor­der­lich waren. Gleich­zei­tig wur­den Ver­stöße gegen das Mit­führ- und Abbrenn­ver­bot von Feu­er­werks­kör­pern fest­ge­stellt. Auf­grund der dich­ten Men­schen­men­gen konn­ten nicht alle Ver­stöße unmit­tel­bar unter­bun­den wer­den. Nach Mit­ter­nacht nahm der Besu­cher­an­drang auf den zen­tra­len Plät­zen deut­lich ab.

Mit zuneh­men­dem Alko­hol­kon­sum wur­den ver­ein­zelt Aggres­sio­nen, Strei­tig­kei­ten und Kör­per­ver­let­zun­gen gemel­det. Die Ein­satz­kräfte grif­fen früh­zei­tig ein, um Eska­la­tio­nen zu verhindern.

Ein schwer­wie­gen­der Vor­fall ereig­nete sich um 04:20 Uhr auf der Bol­ker­straße: Ein ver­such­tes Tötungs­de­likt wurde gemel­det. Die Poli­zei nahm den 17-jäh­ri­gen Haupt­tat­ver­däch­ti­gen sowie zwei wei­tere Betei­ligte in Tat­ort­nähe fest. Eine Mord­kom­mis­sion wurde ein­ge­rich­tet. Ret­tungs­kräfte brach­ten den mut­maß­li­chen Täter und das Opfer in ein Kran­ken­haus. Wei­tere Infor­ma­tio­nen sind der gemein­sa­men Pres­se­mel­dung von Staats­an­walt­schaft und Poli­zei Düs­sel­dorf zu entnehmen.

Zur Unter­stüt­zung der Ein­satz­lage wur­den mobile Video­an­la­gen aus dem Lan­des­be­stand der Poli­zei NRW unter ande­rem am Rhein­ufer instal­liert. Auch in Has­sels kamen Kame­ra­türme zum Ein­satz. Beweis­si­che­rungs- und Fest­nah­me­ein­hei­ten (BFE) waren im Stadt­ge­biet präsent.

Das bewährte Ver­kehrs­kon­zept mit fes­ten Sper­ren und Bedarfs­um­lei­tun­gen wurde erfolg­reich umge­setzt. Wider­recht­lich geparkte Fahr­zeuge auf der Ober­kas­se­ler und Rhein­knie­brü­cke konn­ten von den Ein­satz­kräf­ten gere­gelt wer­den, um Gefah­ren­si­tua­tio­nen zu vermeiden.

„Die Sil­ves­ter­nacht ver­lief ins­ge­samt ruhi­ger als im Vor­jahr. Beson­ders wich­tig ist: Wir hat­ten keine ver­letz­ten Poli­zei­kräfte, und auch bei den Ret­tungs­kräf­ten sind bis­lang keine Über­griffe bekannt. Unsere Teams sind kon­se­quent und nie­der­schwel­lig gegen Stö­rer vor­ge­gan­gen. Das Ein­satz­kon­zept hat sich bewährt. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen bleibt das ver­suchte Tötungs­de­likt am Bol­ker Stern am Neu­jahrs­mor­gen“, so Poli­zei­di­rek­tor Oli­ver Strud­thoff, Lei­ter des Silvestereinsatzes.

Vor­läu­fige Ein­satz­bi­lanz 31.12.2025, 19:00 Uhr bis 01.01.2026, 07:40 Uhr:

  • Platz­ver­weise: 125 (Vor­jahr: 74)

  • In Gewahr­sam genom­mene Per­so­nen: 17 (8)

  • Kör­per­ver­let­zungs­de­likte: 14 (26)

  • Taschen­dieb­stähle: 2 (8)

  • Straf­an­zei­gen ins­ge­samt: 25