Julia Gotzes und Arnold Jahn © Reinhold Richter
 Hans-Wilhelm-Baltes, Stefan Grabienski, Julia Gotzes und Arnold Jahn<br />
© Reinhold Richter

Sicht­lich ent­spannt zeigte sich Bru­der­meis­ter Tho­mas Harry Stre­cker nach der Jah­res­haupt­ver­samm­lung der St. Sebas­tia­nus-Bru­der­schaft von Witt­laer 1431 e.V., die er in gewohn­ter Weise straff und wort­ge­wandt gelei­tet hatte. Zwar musste die Anspra­che des neuen Prä­ses, Dechant Mat­thias Heyen, krank­heits­be­dingt kurz­fris­tig ent­fal­len, die Fak­ten und rich­tungs­wei­sen­den Ent­schei­dun­gen zu den übri­gen Tages­ord­nungs­punk­ten sorg­ten jedoch für große Zufrie­den­heit beim Brudermeister.

Das Bru­der­schafts­jahr 2026 steht unter dem Leit­spruch „Gemein­sam mor­gen gestal­ten“. Es ist erfreu­lich, dass die­ses Motto mit mehr Mit­glie­dern umge­setzt wer­den kann. Der jah­re­lange Trend sin­ken­der Mit­glie­der­zah­len konnte gestoppt wer­den: Durch sieb­zehn Neu­auf­nah­men stieg der Mit­glie­der­be­stand auf 168.

Hans-Wilhelm Baltes und Stefan Grabienski © Reinhold Richter

Von gro­ßer rich­tungs­wei­sen­der Bedeu­tung für die Zukunft der Bru­der­schaft war die Neu­be­set­zung zweier Pos­ten im vier­köp­fi­gen geschäfts­füh­ren­den Vor­stand. Der lang­jäh­rige Schrift­füh­rer und stell­ver­tre­tende Bru­der­meis­ter Arnold Jahn hatte ange­kün­digt, nicht mehr zur Wahl anzu­tre­ten und die Ver­ant­wor­tung in jün­gere Hände über­ge­ben zu wol­len. Die Mit­glie­der dank­ten ihm mit lang anhal­ten­dem Applaus. Der Bru­der­meis­ter ver­las eine Urkunde und über­reichte ein Geschenk als Zei­chen des Dan­kes für sei­nen lang­jäh­ri­gen Ein­satz. Im Anschluss folg­ten die Mit­glie­der dem Vor­schlag des Vor­stands und wähl­ten Julia Got­zes zur neuen Schriftführerin.

Nach fast zwei Jahr­zehn­ten als Oberst hatte auch Hans-Wil­helm Bal­tes ange­kün­digt, nicht mehr zur Wahl anzu­tre­ten. Auch er wurde mit Applaus, Urkunde und Geschenk bedacht und mit der Ernen­nung zum Ehren­oberst für sei­nen beson­de­ren Ein­satz für die Bru­der­schaft gewür­digt. Sein bis­he­ri­ger Adju­tant Ste­fan Grabi­en­ski wurde anschlie­ßend, wie vom Vor­stand vor­ge­schla­gen, von den Mit­glie­dern zum neuen Oberst gewählt. Das Tam­bour­corps ließ es sich nicht neh­men, den schei­den­den Vor­stands­mit­glie­dern musi­ka­lisch zu danken.

Mit den bei­den Neuen im Vor­stand ist der Gene­ra­ti­ons­wech­sel voll­zo­gen und damit – wie Bru­der­meis­ter Tho­mas Harry Stre­cker leicht schmun­zelnd fest­stellte – kein Rent­ner mehr im geschäfts­füh­ren­den Vor­stand vertreten.

Um auch finan­zi­ell für die Zukunft gut auf­ge­stellt zu sein, bat der Vor­stand um Zustim­mung zu einer Bei­trags­er­hö­hung. Diese war bereits im Vor­feld ange­kün­digt wor­den, sodass die Erhö­hung nach kur­zer Dis­kus­sion nahezu ein­stim­mig beschlos­sen wurde.

Abschlie­ßend wur­den die Mit­glie­der genannt, die auf dem Schüt­zen­fest für ihre lang­jäh­rige Mit­glied­schaft geehrt wer­den sol­len: Für 25 Jahre Mit­glied­schaft Isa­bell Grabi­en­ski und Marius May, für 40 Jahre Hans Theo Cremer und Edgar Hirtz sowie für 50 Jahre Ste­fan Nüh­len und Karl Sonnen.

Mit dem Hin­weis, dass für das Schüt­zen­fest am Fron­leich­nam-Wochen­ende alle Vor­be­rei­tun­gen im Zeit­plan lie­gen, wurde die Jah­res­haupt­ver­samm­lung beendet.