Auf der Wassersportmesse „boot 2026“ in Düsseldorf ist am Mittwoch die neue „WSP 3“ der Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen feierlich getauft worden. Das rund 17 Meter lange Einsatzboot wird künftig von der WSP-Wache in Köln aus eingesetzt und ersetzt dort ein mehr als 30 Jahre altes Rheinstreifenboot.
Der Festakt fand am Nachmittag in Halle 14 der Düsseldorfer Messe statt. Begrüßt wurden die Gäste aus Politik, Polizei und Medien durch den Leiter der Direktion Wasserschutzpolizei, Markus Gietenbruch. Auch Vertreter der Messe Düsseldorf nahmen an der Zeremonie teil, darunter Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, sowie boot-Direktor Petros Michelidakis. Sie hoben die Bedeutung der „boot“ als internationale Plattform für Sicherheit, Innovation und maritime Infrastruktur hervor.
Innenminister Herbert Reul, der Duisburger Polizeipräsident Alexander Dierselhuis sowie die Taufpatin, die Vizepräsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags Berivan Aymaz, würdigten in ihren Ansprachen die Bedeutung moderner Einsatzmittel für die Sicherheit auf den Wasserstraßen. Reul verwies dabei auf einen einsatzintensiven Sommer mit zahlreichen Badeunfällen und schweren Unglücken auf dem Rhein. Eine leistungsfähige und zeitgemäße Flotte sei unverzichtbar, um Rettung, Prävention und Gefahrenabwehr zuverlässig gewährleisten zu können.
Nach der eigentlichen Taufe wurde das neue Boot von der Schifferpfarrerin Ariane Stedtfeld gesegnet. Musikalisch aufgelockert wurde die Zeremonie zu Beginn und zum Abschluss durch Gesangseinlagen des Polizeihauptkommissars Denis Fresdorf. Einen symbolischen Akzent setzte Innenminister Reul, indem er nach der Segnung die Landesflagge Nordrhein-Westfalens entgegennahm und diese gegen die Flagge der Reederei austauschte.
Die „WSP 3“ wurde innerhalb eines Jahres auf einer Werft im niedersächsischen Barßel-Reekenfeld gebaut. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Zwei leistungsstarke Motoren ermöglichen Geschwindigkeiten von bis zu 45 Kilometern pro Stunde. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Seitensichtsonar sowie eine Wärmebildkamera. Das Einsatzgebiet umfasst rund 40 Kilometer Rhein im Kölner Wachbereich.
Die Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen ist eine Direktion des Polizeipräsidiums Duisburg. Sie überwacht rund 900 Kilometer Wasserstraßen in Nordrhein-Westfalen sowie Teilabschnitte in Niedersachsen. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem der Bootsstreifendienst, die Aufnahme und Bekämpfung von Schiffsunfällen, Schiffs- und Containerkontrollen, die Überwachung des Transports gefährlicher Güter, der Sicherheits- und Ordnungsdienst auf dem Wasser, der Umweltschutz sowie umfangreiche Präventions- und Beratungsarbeit. Landesweit sind rund 275 Beamtinnen und Beamte im Einsatz.
Mit der Indienststellung der neuen „WSP 3“ setzt das Land ein weiteres Zeichen für die Modernisierung der Flotte und für mehr Sicherheit auf den stark frequentierten Wasserwegen.









