Leiter der Direktion Wasserschutzpolizei, Markus Gietenbruch © Lokalbüro
Innenminister Herbert Reul bei seiner Rede © Lokalbüro
Die Taufpatin, die Vizepräsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags Berivan Aymaz © Lokalbüro
Duisburger Polizeipräsident Alexander Dierselhuis © Lokalbüro
Der Taufakt © Lokalbüro

Auf der Was­ser­sport­messe „boot 2026“ in Düs­sel­dorf ist am Mitt­woch die neue „WSP 3“ der Was­ser­schutz­po­li­zei Nord­rhein-West­fa­len fei­er­lich getauft wor­den. Das rund 17 Meter lange Ein­satz­boot wird künf­tig von der WSP-Wache in Köln aus ein­ge­setzt und ersetzt dort ein mehr als 30 Jahre altes Rheinstreifenboot.

Der Fest­akt fand am Nach­mit­tag in Halle 14 der Düs­sel­dor­fer Messe statt. Begrüßt wur­den die Gäste aus Poli­tik, Poli­zei und Medien durch den Lei­ter der Direk­tion Was­ser­schutz­po­li­zei, Mar­kus Gie­ten­bruch. Auch Ver­tre­ter der Messe Düs­sel­dorf nah­men an der Zere­mo­nie teil, dar­un­ter Wolf­ram N. Die­ner, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Messe Düs­sel­dorf, sowie boot-Direk­tor Petros Micheli­da­kis. Sie hoben die Bedeu­tung der „boot“ als inter­na­tio­nale Platt­form für Sicher­heit, Inno­va­tion und mari­time Infra­struk­tur hervor.

Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul, der Duis­bur­ger Poli­zei­prä­si­dent Alex­an­der Dier­sel­huis sowie die Tauf­pa­tin, die Vize­prä­si­den­tin des nord­rhein-west­fä­li­schen Land­tags Beri­van Aymaz, wür­dig­ten in ihren Anspra­chen die Bedeu­tung moder­ner Ein­satz­mit­tel für die Sicher­heit auf den Was­ser­stra­ßen. Reul ver­wies dabei auf einen ein­satz­in­ten­si­ven Som­mer mit zahl­rei­chen Bade­un­fäl­len und schwe­ren Unglü­cken auf dem Rhein. Eine leis­tungs­fä­hige und zeit­ge­mäße Flotte sei unver­zicht­bar, um Ret­tung, Prä­ven­tion und Gefah­ren­ab­wehr zuver­läs­sig gewähr­leis­ten zu können.

Nach der eigent­li­chen Taufe wurde das neue Boot von der Schif­fer­pfar­re­rin Ariane Stedt­feld geseg­net. Musi­ka­lisch auf­ge­lo­ckert wurde die Zere­mo­nie zu Beginn und zum Abschluss durch Gesangs­ein­la­gen des Poli­zei­haupt­kom­mis­sars Denis Fres­dorf. Einen sym­bo­li­schen Akzent setzte Innen­mi­nis­ter Reul, indem er nach der Seg­nung die Lan­des­flagge Nord­rhein-West­fa­lens ent­ge­gen­nahm und diese gegen die Flagge der Ree­de­rei austauschte.

Die „WSP 3“ wurde inner­halb eines Jah­res auf einer Werft im nie­der­säch­si­schen Bar­ßel-Ree­ken­feld gebaut. Die Kos­ten belau­fen sich auf rund 1,7 Mil­lio­nen Euro. Zwei leis­tungs­starke Moto­ren ermög­li­chen Geschwin­dig­kei­ten von bis zu 45 Kilo­me­tern pro Stunde. Zur Aus­stat­tung gehö­ren unter ande­rem ein Sei­ten­sicht­so­nar sowie eine Wär­me­bild­ka­mera. Das Ein­satz­ge­biet umfasst rund 40 Kilo­me­ter Rhein im Köl­ner Wachbereich.

Die Was­ser­schutz­po­li­zei Nord­rhein-West­fa­len ist eine Direk­tion des Poli­zei­prä­si­di­ums Duis­burg. Sie über­wacht rund 900 Kilo­me­ter Was­ser­stra­ßen in Nord­rhein-West­fa­len sowie Teil­ab­schnitte in Nie­der­sach­sen. Zu ihren Auf­ga­ben zäh­len unter ande­rem der Boots­strei­fen­dienst, die Auf­nahme und Bekämp­fung von Schiffs­un­fäl­len, Schiffs- und Con­tai­ner­kon­trol­len, die Über­wa­chung des Trans­ports gefähr­li­cher Güter, der Sicher­heits- und Ord­nungs­dienst auf dem Was­ser, der Umwelt­schutz sowie umfang­rei­che Prä­ven­ti­ons- und Bera­tungs­ar­beit. Lan­des­weit sind rund 275 Beam­tin­nen und Beamte im Einsatz.

Mit der Indienst­stel­lung der neuen „WSP 3“ setzt das Land ein wei­te­res Zei­chen für die Moder­ni­sie­rung der Flotte und für mehr Sicher­heit auf den stark fre­quen­tier­ten Wasserwegen.

Schifferpfarrerin Ariane Stedtfeld © Lokalbüro
Minister Reul steckte die Landesflagge in den Fahnenhalter am Bug © Lokalbüro
Polizeihauptkommissars Denis Fresdorf © Lokalbüro