
Weihnachtsmarkt am Rathaus © Lokalbüro
Mit dem letzten Öffnungstag am 30. Dezember ist der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt offiziell zu Ende gegangen. Über mehr als sechs Wochen hinweg verwandelten sieben Themenmärkte die Innenstadt in ein winterliches Dorf aus Lichtern, Buden und Programmpunkten und zogen zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an.
Vom 20. November an bot der Markt ein breites Angebot für unterschiedliche Zielgruppen. Neue Attraktionen und Mitmachaktionen ergänzten bekannte Formate. Projektleiterin Kim Dorn (D.Live) spricht rückblickend von einer besonderen Ausgabe: „Die große Begeisterung für das neue Videomapping an der Alten Kämmerei und die hohe Beteiligung an den Aktionen haben uns sehr berührt.“
Tatsächlich setzte vor allem die erstmals künstlerisch illuminierte Fassade der Alten Kämmerei am Marktplatz neue Akzente. Ab dem 1. Dezember wurde dort täglich ein digitales Adventskalender-Fenster geöffnet, das die Altstadt in kurzen, modernen Projektionen in Szene setzte und viele Passanten zum Stehenbleiben brachte.
Auch das Kinderprogramm fand großen Zuspruch. Kasperletheater, gemeinsames Tannenbaumschmücken mit Schulkindern, ein weihnachtliches Geocaching-Angebot sowie ein neuer Briefkasten für Wunschzettel an den Weihnachtsmann sorgten dafür, dass der Markt für Familien ein fester Anlaufpunkt blieb. Musikalisch begleiteten Live-Konzerte, gemeinsames Weihnachtssingen und DJ-Sets das Geschehen.
Während viele Weihnachtsmärkte in Düsseldorf und darüber hinaus in den vergangenen Jahren spürbar an Qualität und Atmosphäre gewonnen haben, zeigte sich jedoch nicht überall das gleiche Bild. Vor allem der Weihnachtsmarkt auf der Königsallee ließ bei einigen Besucherinnen und Besuchern Wünsche offen. Die dort platzierten Werbe- und Markenpräsentationen wirkten stellenweise deplatziert und hatten mit klassischer Weihnachtsmarktstimmung nur wenig zu tun – ein Bereich, in dem noch deutlich Luft nach oben bleibt.
Positiv aufgenommen wurde dagegen das soziale Engagement auf dem Gustaf-Gründgens-Platz. Beim kostenfreien Kerzentauchen des Traditionsunternehmens Engels Kerzen konnten Gäste nicht nur eigene Kerzen gestalten, sondern zugleich den Verein Löwenstern e. V. zugunsten krebskranker Kinder unterstützen.
Ein weiteres Augenmerk lag auf der Barrierefreiheit. Viele Standbetreiberinnen und Standbetreiber setzten auf praktische Hilfen wie Tische in unterschiedlichen Höhen oder Klingeln, um den Marktbesuch für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.
Nach dem Abbau der letzten Buden endet eine insgesamt erfolgreiche Saison – mit neuen Ideen, vielen Besuchern und zugleich einzelnen Punkten, an denen die Organisatoren in Zukunft weiter nachjustieren können.


