
Symbolbild Bundespolizei HBF Düsseldorf © Lokalbüro
Ein Vorfall in einer S‑Bahn der Linie S6 hat am Dienstagnachmittag zu einem umfangreichen Polizeieinsatz geführt. Ein 16-jähriger und ein 20-jähriger Fahrgast sollen einen Zugbegleiter zunächst verbal angegangen und später mit einer Waffe bedroht haben. Die Bundespolizei nahm beide Tatverdächtigen vorübergehend fest.
Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Vorfall während der Fahrt in Richtung Innenstadt. Am Haltepunkt Düsseldorf-Garath soll der 20-Jährige den Zugbegleiter mit einer vermeintlichen Schusswaffe bedroht haben. Anschließend verließen die beiden jungen Männer den Zug.
Ein weiterer Zugbegleiter, der den Vorfall mitbekommen hatte, verständigte über den Notruf die Polizei. Daraufhin leitete die Bundespolizei eine sofortige Fahndung im Nahbereich ein. Kurz darauf erkannte der Zeuge die beiden Tatverdächtigen am S‑Bahnhof Düsseldorf-Benrath wieder. Dort stiegen sie erneut in eine S‑Bahn ein und setzten ihre Fahrt in Richtung Düsseldorf-Volksgarten fort.
Auf Anordnung der Bundespolizei wurde der Zug noch vor dem nächsten Halt gestoppt. Einsatzkräfte sperrten den Bereich weiträumig ab. Beamte der Bundespolizei, ausgestattet mit schwerer Schutzausrüstung, betraten den Zug und stellten die beiden Tatverdächtigen im hinteren Wagenbereich gegen 15 Uhr. Im Zuge der Maßnahmen wurde eine Schreckschusswaffe aufgefunden und sichergestellt.
Die Fahrgäste mussten den Zug verlassen und wurden von Polizei sowie Rettungskräften betreut. Eine Person erlitt infolge des Einsatzes eine Panikattacke und wurde medizinisch versorgt.
Die beiden jungen Männer wurden anschließend zur Bundespolizeiinspektion am Düsseldorfer Hauptbahnhof gebracht. Ihre Identitäten konnten eindeutig festgestellt werden, weitere Durchsuchungen blieben ohne Ergebnis. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet. Nach Abschluss aller Maßnahmen und nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten des minderjährigen Tatverdächtigen wurden beide Personen getrennt voneinander entlassen. Zuvor waren sie polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

