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Die Stadt hält trotz wachsender Herausforderungen an ihrem Ziel fest, auch in der Pflanzsaison 2025/2026 rund 1.500 neue Bäume zu setzen. Damit bleibt das Niveau der vergangenen Jahre stabil. Seit 2020 wurden jährlich etwa 1.500 Bäume gepflanzt, in den zurückliegenden drei Jahren sogar mehr Bäume neu gesetzt als gefällt.
Geplant sind in der kommenden Saison unter anderem 400 Nachpflanzungen von Straßenbäumen. Weitere 120 Bäume werden im Rahmen des Stadtbaumkonzeptes gesetzt, 220 in Parkanlagen. Hinzu kommen 225 Bäume auf Privatgrundstücken über die Aktion „Dein Baum“, 60 Bäume im Zusammenhang mit Bauprojekten sowie 50 sogenannte Schattenbäume auf Kinderspielplätzen. Auf Friedhöfen sollen 325 Bäume gepflanzt werden, weitere 100 im Umfeld von Sportanlagen.
Die Umsetzung der Pflanzungen ist allerdings aufwendig. Voraussetzung sind unter anderem positive Ergebnisse aus Leitungsüberprüfungen. Zusätzlich sind inzwischen zeitintensive Untersuchungen durch den Kampfmittelräumdienst erforderlich, die vor jeder Neupflanzung durchgeführt werden müssen. Trotz dieser Hürden hält die Stadt an der geplanten Anzahl fest.
Gleichzeitig fällt die aktuelle Prognose für die Baumbilanz negativ aus. Nach Auswertung zum Stichtag 30. September 2025 wurden in der Saison 2024/2025 insgesamt 1.907 Bäume gefällt. Da den Fällungen die Pflanzungen der folgenden Saison gegenübergestellt werden, ergibt sich bei geplanten 1.500 Neupflanzungen voraussichtlich ein Minus von 407 Bäumen für die Saison 2025/2026. Grundlage der Bilanz ist jeweils der Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. September.
Als Hauptgrund für die hohe Zahl der Fällungen nennt die Stadt die weiterhin große Anzahl von Baumkrankheiten, die bei regelmäßigen Kontrollen festgestellt werden. Klimabedingte Stressfaktoren wie Stürme, Starkregen, Hitze, erhöhte Sonneneinstrahlung und Trockenheit setzen dem Baumbestand zunehmend zu. Geschwächte Bäume seien anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.
Besonders häufig betroffen waren Bergahorne, Robinien, Mehlbeeren, Birken und Rotbuchen. Während viele dieser Arten unter den Folgen des Klimawandels leiden, stehen Robinien vor allem wegen einer weit verbreiteten Wurzelstockfäule im Fokus. Aufwendige Untersuchungen hätten hier vermehrt Fällungen aus Gründen der fehlenden Standsicherheit notwendig gemacht.
Mehr Transparenz soll das veröffentlichte Baumkataster schaffen, das inzwischen rund 153.000 Einzelbäume im öffentlichen Raum erfasst. Über das Online-Geoportal „Düsseldorf Maps“ können Bürgerinnen und Bürger nicht nur Standorte neuer Straßenbäume einsehen, sondern auch detaillierte Informationen zu Art, Größe und Standort der Bäume abrufen. Ergänzt wird das Kataster um Statusangaben, die anzeigen, ob ein Baum vorhanden ist, ein Standort geprüft wird oder eine Pflanzung ansteht. Damit will die Stadt die Information verbessern und die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgerschaft erleichtern.

