
Bürgerbüro am Hauptbahnhof © Lokalbüro
Das Amt für Einwohnerwesen der Landeshauptstadt Düsseldorf gehört weiterhin zu den meistfrequentierten Anlaufstellen der Stadtverwaltung. Im Jahr 2025 bearbeiteten Bürgerbüros, Standesamt und Straßenverkehrsamt mehr als 600.000 Anliegen. Möglich wurde dies auch durch das Projekt „Bürgerservice 2.0“, mit dem seit 2023 Erreichbarkeit, Terminvergabe und digitale Angebote deutlich verbessert wurden. Zum Abschluss des Projekts zieht die Stadt nun eine positive Bilanz.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller bezeichnet das Amt als „erste und wichtigste Anlaufstelle“ für viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Ziel bleibe es, Verwaltungsleistungen konsequent an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten – digital wie vor Ort.
Bürgerbüros bleiben stark nachgefragt
In den elf Bürgerbüros standen 2025 vor allem Meldeangelegenheiten im Fokus. Insgesamt wurden 118.429 An- und Ummeldungen vorgenommen, knapp 5.000 davon vollständig digital. Zudem stellte die Verwaltung 66.920 Personalausweise und 50.250 Reisepässe aus. Entlastung brachte die neue Terminsteuerung: Der Terminagent ermöglicht es, Terminwünsche zu hinterlegen, wenn keine freien Zeiten verfügbar sind. Die Wartezeit auf einen Terminvorschlag liegt in der Regel bei wenigen Tagen.
Hohe Auslastung im Straßenverkehrsamt
Das Straßenverkehrsamt verzeichnete 32.928 Neuzulassungen und mehr als 45.000 Abmeldungen, ein wachsender Teil davon online. Im Zuge des bundesweiten Führerscheinumtauschs wechselten fast 13.700 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zum neuen EU-Führerschein, rund ein Viertel nutzte digitale Anträge. Seit Herbst 2025 unterstützt zudem ein Voice-Bot die Kfz-Zulassung.
Standesamt setzt auf Digitalisierung
Das Standesamt stellte für 8.569 Neugeborene Geburtsurkunden aus, 2.961 Paare heirateten. Insgesamt wurden mehr als 44.000 Personenstandsurkunden bearbeitet, fast die Hälfte digital beantragt. Mit digitalem Traukalender, Online-Eheanmeldung und dem neuen Voice-Bot „Sami“ wurde die Erreichbarkeit weiter verbessert.
Bürgerservice wird weiterentwickelt
Neben digitalen Angeboten setzt die Stadt auf zielgruppenspezifische Formate wie den SeniorenVormittagPlus oder mobile Pop-up-Angebote im Sommer. Das Projekt „Bürgerservice 2.0“ endet zwar formal 2025, die Weiterentwicklung des Bürgerservices soll jedoch fortgesetzt werden. Für 2026 sind der Ausbau digitaler Anträge, etwa beim Führerschein, sowie regelmäßige Zufriedenheitsbefragungen geplant.

