Mahnwache Foto: Privat

 

Trotz kurzfristiger Anmeldung und Einladung zu der Mahnwache klappte alles hervorragend. Die Kooperation mit Polizei und Stadtverwaltung war sehr gut. Auch die 13 Jahreskreuze waren von fleißigen Aktiven rechtzeitig erstellt und aufgestellt und so startete die Mahnwache pünktlich um 17:30 Uhr an diesem denkwürdigen Valentinstag.

Von den mehr als 70 Teilnehmern hatten sich 10 Frauen und Männer bereit gefunden, die Bilder der Haupt-Protagonisten der CO-Pipeline der vergangenen 13 Jahre zu tragen. Da wurde sowohl der frühere CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers als auch seine SPD-Nachfolgerin Hannelore Kraft und der aktuelle „Landesvater“ Armin Laschet mit Fackeln beleuchtet. Nicht nur denen sondern auch auch den RegierungspräsidentenJürgen Büssow, Anne Lütkes und Birgitta Radermacher wurden ihre „Genehmigungen“ in diesem menschenverachtenden Projekt mit kurzen Kommentaren von Claudia Roth und Dieter Donner vorgehalten.

Aber auch die für das CO-Pipeline-Projekt verantwortlichen Manager fehlten nicht: Werner Wenning, aktuell Chef im Aufsichtsrat von Bayer und Werner Baumann als derzeitiger Bayer-Chef  waren wegen Lügen im Zusammenhang mit vergessener Bombensuche, den Märchen von der „sichersten Pipeline der Welt“ und der Verharmlosung von CO als „kein ungefährliches Gas in größeren Mengen eingeatmet, kann es tödlich sein“ die Schelte gewiss. Aber auch der aktuelle Covestro-Chef Markus Steilemann muss sich damit auseinandersetzen, weiter an der Giftgas-Pipeline festzuhalten, obwohl der Bedarf an CO ohnehin rückläufig ist und mittlerweile moderne, klimafreundliche Verfahren mit Nutzung von CO2 zur Fertigung von Polycarbonat und Polyurethan im Einsatz sind.

Nach dem kurzen Rückblick gab es noch einen Ausblick auf den voraussichtlich im August 2020  anstehenden Gerichtstermin beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster und die im Jahr 2018 neu eingereichten Privatklagen und die BUND-Klage gegen den Planänderungsbeschluss.  Die ebenfalls teilnehmende Bürgermeisterin der Stadt Hilden Birgit Alkenings machte in ihrer Wortmeldung deutlich, dass die Stadt Hilden , wie auch die anderen Trassenstädte und der Kreis Mettmann, weiter das Klageverfahren unterstützen. Da das Verfahren noch über diese Instanz hinaus bis zum Bundesverwaltungsgericht und evtl. noch weiter gehen könnte, werden wir uns darauf einstellen und nicht nur weitere Jahres Kreuze in Bereitschaft zu halten.

Die Veranstaltung endete mit dem Anti-Pipeline-Lied, das Jörg Owsianowski bereits zu einer früheren Demo kreiert hatte.