Fünf neue Dreh­lei­tern gehö­ren ab sofort zum Fuhr­park der Düs­sel­dor­fer Feu­er­wehr und wer­den — aus­ge­hend von der aktu­el­len Sta­tis­tik — bei mehr als 6.000 Not­fäl­len im Jahr zum Ein­satz kommen,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Fünf neue Dreh­lei­tern für die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf / Stadt inves­tiert knapp 3,5 Mil­lio­nen Euro in die Moder­ni­sie­rung der Feuerwehr

Die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf kann ab sofort neu­este Tech­nik bei der Ret­tung von Men­schen und der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung in der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf ein­set­zen: Fünf neue Dreh­lei­tern gehö­ren ab sofort zum Fuhr­park der Düs­sel­dor­fer Ret­tungs­kräfte und wer­den — aus­ge­hend von der aktu­el­len Sta­tis­tik — bei mehr als 6.000 Not­fäl­len im Jahr zum Ein­satz kommen.

Bereits 2018 hatte sich eine Arbeits­gruppe inner­halb der Feu­er­wehr damit beschäf­tigt, wel­che Anfor­de­run­gen an ein moder­nes Ret­tungs­ge­rät im Zusam­men­spiel mit den Gege­ben­hei­ten in Düs­sel­dorf gestellt wer­den müs­sen. Dar­aus erga­ben sich die wirt­schaft­li­chen und tech­ni­schen Details, die nach einer euro­pa­wei­ten Aus­schrei­bung zum Jah­res­ende 2018 an die Firma Rosen­bauer aus Karls­ruhe ver­ge­ben wer­den konnte.

Pro­to­typ diente zunächst als Lehrobjekt
Im Okto­ber 2019 wurde der erste Pro­to­typ nach Düs­sel­dorf aus­ge­lie­fert. Doch vor dem ers­ten Ein­satz diente das Fahr­zeug erstein­mal als Lehr­ob­jekt: So wur­den zunächst die Aus­bil­der aus Rei­hen der Feu­er­wehr mit dem zehn Meter lan­gen Fahr­zeug ver­traut gemacht und ent­spre­chend fort­ge­bil­det, damit sie spä­ter auf den jewei­li­gen Wachen alle Feu­er­wehr­leute im Umgang mit dem neuen Ret­tungs­ge­rät umfas­send schu­len konn­ten. Danach muss­ten noch einige Details wie bei­spiels­weise die Bekle­bung im neuen Design und tech­ni­sche Fein­jus­tie­run­gen beim Her­stel­ler ange­passt wer­den. Die wei­te­ren vier Fahr­zeuge wur­den dann im Früh­jahr aus Karls­ruhe nach Düs­sel­dorf überführt.

Nach der abge­schlos­se­nen Schu­lung aller Mit­ar­bei­ter an den fünf Stand­or­ten in Fried­rich­stadt, Pem­pel­fort, Flin­gern, Garath und Ger­res­heim wer­den die auf bis zu 30 Meter Länge aus­fahr­ba­ren Lei­tern in den nächs­ten Wochen im Stadt­ge­biet zu sehen sein, wenn es die Ein­satz­lage erfor­dert. “Beson­ders mar­kant ist das neue Design der Feu­er­wehr­fahr­zeuge aus Düs­sel­dorf mit dem gro­ßen Ber­gi­schen Löwen hin­ter dem Fah­rer­haus und der tief­ro­ten Bekle­bung. Aber nicht nur das Äußere ist neu, auch auf der tech­ni­schen Seite gibt es viele Ver­bes­se­run­gen zu den Vor­gän­ger­mo­del­len. So kön­nen nun fünf Men­schen statt drei gleich­zei­tig in den Ret­tungs­korb auf­ge­nom­men wer­den”, erklärt Feu­er­wehr­chef David von der Lieth.

Ret­tungs­korb bie­tet fünf Men­schen gleich­zei­tig Platz
Der am Ende der aus­fahr­ba­ren Lei­ter befes­tigte Ret­tungs­korb kann jetzt anstatt 270 Kilo­gramm oder drei Men­schen nun bis zu 500 Kilo­gramm oder fünf Men­schen zeit­gleich auf­neh­men. Somit kön­nen bei Brän­den schnel­ler mehr Men­schen aus den obe­ren Eta­gen von Gebäu­den geret­tet wer­den. Die höhere Traglast bringt aber auch beim Trans­port von erkrank­ten Men­schen aus den höhe­ren Stock­wer­ken einen gro­ßen Vor­teil. Mit­tels der Kran­ken­tra­gen­la­ge­rung kön­nen so Pati­en­ten für den Ret­tungs­dienst bis zu einem Gewicht von 300 Kilo­gramm gut gesi­chert, lie­gend auf einer Trage nach unten beför­dert wer­den. Bis­her war die Gewichts­grenze bei 150 Kilo­gramm, was nun ein noch grö­ße­res Ein­satz­spek­trum für die Unter­stüt­zung des Ret­tungs­diens­tes mit sich bringt.

Wei­tere tech­ni­sche Details der rund 700.000 Euro teu­ren Fahr­zeuge sind eine auto­ma­ti­sche Aus­leuch­tung des Bereichs über dem Fahr­zeug bei nächt­li­chen Ein­sät­zen. Dies ist vor allem für einen siche­ren Ein­satz der Feu­er­wehr­leute bei Nacht inzwi­schen Stand der Tech­nik, um so gefähr­li­che und stö­rende Äste oder Strom­lei­tun­gen sofort erkenn­bar zu machen. Wei­ter­hin ver­fü­gen die vier, aus­fahr­ba­ren Stüt­zen über ein Video­sys­tem, mit dem direkt aus der Fah­rer­ka­bine der rich­tige Stand­ort der Dreh­lei­ter bereits vor dem Aus­stei­gen bestimmt wer­den kann. So kann den Men­schen in Not­lage noch schnel­ler gehol­fen werden.