Ord­nungs­amt im Ein­satz Archiv­bild Foto: LOKALBÜRO

 

165 Ein­sätze im Zusam­men­hang mit der Über­wa­chung oder Durch­set­zung der Coro­na­schutz­ver­ord­nung des Lan­des ver­zeich­nete der städ­ti­sche Ord­nungs- und Ser­vice­dienst (OSD) am Wochen­ende von Frei­tag, 3. Juli, bis Sonn­tag, 5. Juli. Im glei­chen Zeit­raum erhielt die Leit­stelle 53 Anrufe zum Thema. Die Gesamt­zahl der seit dem 18. März zum Thema “Corona” in der Leit­stelle des OSD ein­ge­gan­ge­nen Anrufe erhöhte sich auf 8.321.

Frei­tag, 3. Juli:
In einem Restau­rant­be­trieb auf der Königs­al­lee stell­ten OSD-Ein­satz­kräfte am Frei­tag, 3. Juli, gleich meh­rere Ver­stöße gegen die Coro­na­schutz­ver­ord­nung fest. So fehl­ten sowohl das erfor­der­li­che Hän­de­des­in­fek­ti­ons­mit­tel als auch eine Raumskizze. Zudem waren die Besu­cher­da­ten­lis­ten unvoll­stän­dig. Würz­saucen, Gewürz­streuer, Ser­vi­et­ten und Besteck stan­den zudem uner­laub­ter­weise frei­zu­gäng­lich für die Gäste bereit. Nach ent­spre­chen­der Anspra­che durch den OSD gab der Betrei­ber an, keine Kennt­nis über die bestehen­den Coro­na­schutz-Rege­lun­gen zu haben. Ihm wurde eine Frist zur Nach­bes­se­rung ein­ge­räumt. Zudem lei­te­ten die Ein­satz­kräfte ein Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren ein.

Auch gegen ein Restau­rant in Ober­kas­sel musste ein Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wer­den. Hier tra­fen die OSD-Mit­ar­bei­ter auf Kell­ner, die kei­nen Mund-Nasen-Schutz tru­gen. Zudem wur­den weder im Inne­ren des Betrie­bes noch auf der Ter­rasse die Abstände zwi­schen den Tischen ein­ge­hal­ten, und es stan­den Gewürz­streuer auf den Tischen. Im Bei­sein der Ein­satz­kräfte wur­den die Män­gel behoben.
Wäh­rend des Prä­senz­diens­tes in der Alt­stadt nahm der OSD zahl­rei­che prä­ven­tive Beleh­run­gen zur Ein­hal­tung der Min­dest­ab­stände vor.

Die Frei­treppe am Burg­platz und die Kurze Straße muss­ten an die­sem Frei­tag nicht geräumt wer­den. Hier konn­ten die Ein­satz­kräfte des OSD durch gezielte Direkt­an­spra­chen und Laut­spre­cher­durch­sa­gen Men­schen­an­samm­lun­gen entzerren.

Sams­tag, 4. Juli:
Am Sams­tag kon­zen­trierte sich der OSD in ers­ter Linie auf die Düs­sel­dor­fer Alt­stadt und zeigte hier erhöhte Dau­er­prä­senz. Nach ent­spre­chen­den Kon­trol­len muss­ten gegen ins­ge­samt acht Betriebe Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wer­den. In den meis­ten Fäl­len kam es bei den betrof­fe­nen Betrie­ben zu Ver­stö­ßen gegen die Abstands­re­ge­lun­gen. Zudem tru­gen die Mit­ar­bei­ter teil­weise kei­nen Mund-Nasen-Schutz. Ein Betrieb bot uner­laub­ter­weise unge­schützt aus­lie­gende “Kost­pro­ben” für die Kun­den ab.
Auf der Kurze Straße wur­den in einem Gast­stät­ten­be­trieb rund 65 Per­so­nen tan­zend ange­trof­fen. Kei­ner der Per­so­nen trug einen Mund-Nasen-Schutz. Der wei­tere Betrieb der Gast­stätte wurde daher für die­sen Abend untersagt.

Am Abend rückte die Frei­treppe am Burg­platz in den Fokus, die schon in den ver­gan­ge­nen Wochen zum Ein­satz­schwer­punkt für den OSD gewor­den war. Um die erneut erhöhte Anzahl von auf der Frei­treppe sit­zen­den Per­so­nen zu redu­zie­ren, erfolg­ten durch die Ein­satz­kräfte des OSD Laut­spre­cher­durch­sa­gen und gezielte Ein­zel­an­spra­chen. Dadurch sollte ins­be­son­dere das Abspie­len mit­ge­brach­ter Musik­bo­xen been­det wer­den. Ein­zelne Per­so­nen­grup­pen waren mit die­sen Maß­nah­men nicht ein­ver­stan­den und reagier­ten unein­sich­tig und aggres­siv. Mit Hilfe der anwe­sen­den Ein­satz­hun­dert­schaft der Poli­zei konn­ten die Situa­tio­nen durch Ertei­lung von Platz­ver­wei­sen durch Poli­zei und Ord­nungs­amt jedoch schnell wie­der beru­higt werden.

Sonn­tag, 5. Juli:
Auch am Sonn­tag zeigte der OSD Dau­er­prä­senz in der Alt­stadt. Bei einem Strei­fen­rund­gang fiel den Ein­satz­kräf­ten auf, dass auf der Huns­rü­cken­straße beim Außer-Haus-Ver­kauf eines Schnell­im­bis­ses die Vor­ga­ben der Coro­na­schutz­ver­ord­nung falsch umge­setzt wur­den. Die vor­han­de­nen Ple­xi­glas­schei­ben waren zu hoch ange­bracht und boten daher kei­nen Schutz für Ver­käu­fer und Kun­den. Nach ent­spre­chen­dem Hin­weis durch den OSD mon­tierte der Imbiss­be­trei­ber im Bei­sein der Ein­satz­kräfte die Schei­ben schließ­lich ent­spre­chend der Vor­ga­ben. Auch auf der Bol­ker­straße wur­den in einem Schnell­re­stau­rant zahl­rei­che Ver­stöße gegen die Coro­na­schutz­ver­ord­nung festgestellt.

Auf­grund einer Beschwerde kon­trol­lierte eine OSD-Streife zudem einen Restau­rant­be­trieb auf der Worrin­ger Straße. Hier­bei wurde fest­ge­stellt, dass seit dem 27. Juni keine Besu­cher­da­ten­lis­ten mehr geführt wur­den. Des Wei­te­ren waren die Abstände der Tische auf der Ter­rasse nicht gewähr­leis­tet, die Ange­stell­ten tru­gen außer­dem kei­nen Mund-Nasen-Schutz. Gegen das Restau­rant wurde dar­auf­hin, wie auch gegen die bei­den ande­ren Betriebe, ein Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren eingeleitet.

Für Fra­gen zum Thema “Coro­na­vi­rus” hat die Lan­des­haupt­stadt ein Infor­ma­ti­ons­por­tal ein­ge­rich­tet unter der Adresse: www.duesseldorf.de/corona