Refe­rent Feu­er­wehr-Chef David von der Lieth und Jon­ges Baas Wolf­gang Rol­s­ho­ven Foto: LOKALBÜRO

Erst­mals wie­der nach mehr als vier Monaten/Beach Club statt Henkelsaal

Mehr als vier Monate muss­ten die Düs­sel­dor­fer Jon­ges auf ihre Diens­tag­abend-Tra­di­tion mit dem Hei­mat­abend ver­zich­ten — Corona halt. Nun war es am 28. Juli wie­der end­lich so weit — unter freiem Him­mel. Der Beach Club am Rhein­ufer, wo sonst das Open­air-Kino sei­nen Platz fin­det, bot den rich­ti­gen Platz, der alle Anfor­de­run­gen erfüllt. Baas Wolf­gang Rol­s­ho­ven, der sich ebenso wie die zahl­rei­chen Jon­ges freute, dass es nun end­lich wie­der los gehen konnte, kün­digte direkt wei­tere Ter­mine im Beach Club an: am 4. August nimmt Mar­tina Voss-Teck­len­burg, Trai­ne­rin der DFB ‑Frau­en­na­tio­nal­mann­schaft, auf der Jon­ges­couch Platz und wird von Gianni Costa inter­viewt. Am 11. August wird Beate Peters, Lei­te­rin der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Düs­sel­dorf, zum Thema „JVA Düs­sel­dorf – Chan­cen und Risi­ken hin­ter Git­tern“ berich­ten. Beide Ver­an­stal­tun­gen wer­den eben­falls im Beach Club statt­fin­den. Zwei wei­tere Ter­mine im August sind dar­über­hin­aus vor­ge­se­hen. Von den Jon­ges wur­den die Ankün­di­gun­gen mit mit Bei­fall quittiert.

Nahe­lie­gen­der­weise stand am 28. Juli das Thema Corona auf der Tagesordnung:„Düsseldorf  in der Corona-Krise“. Feu­er­wehr-Chef David von der Lieth infor­mierte über die aktu­elle Situa­tion in Düs­sel­dorf. Der ursprüng­lich eben­falls vor­ge­se­hene Ord­nungs­de­zer­nent Cris­tian Zaum und Gesund­heits­amt­lei­ter Dr. Klaus Göbel waren im Urlaub. Und so ließ von der Lieth, eben­falls ein Jong, die Jon­ges an der Gefühls­welt und den Ent­schei­dungs­pro­zes­sen teil­ha­ben, die die Ver­ant­wort­li­chen in der Stadt Düs­sel­dorf seit Mona­ten umtreibt. Ein­rich­tung einer Hot­line, Beschaf­fung von Schutz­ma­te­rial, Bereit­stel­lung von Kapa­zi­tä­ten in Kran­ken­häu­sern, Unter­künfte für Kon­takt­per­so­nen von Infi­zier­ten, Orga­ni­sa­tion von Pfle­ge­kräf­ten in Hei­men .. die Liste ließe sich noch fortsetzen.

Am Anfang war die große Frage: Was brau­chen wir eigent­lich? „Bei Hoch­was­ser hel­fen Sand­sä­cke — aber bei Corona?“. Die Feu­er­wehr hat sich aus einer glück­li­chen Fügung her­aus früh und vor allem recht­zei­tig mit Schutz­ma­te­rial ver­se­hen. Eine Mil­lion Mas­ken wur­den in Düs­sel­dorf ver­teilt, große Men­gen Des­in­fek­ti­ons­mit­tel konfektioniert.

Meist ging es dabei, so von der Lieth, immer auch um Eile. In Düs­sel­dorf wur­den nach sei­nen Wor­ten seit Anfang März mehr als 103.000 Corona-Tests vor­ge­nom­men. Glück­li­cher­weise liegt die Ster­be­rate dabei deut­lich unter dem Lan­des­durch­schnitt. Der Feu­er­wehr­chef sieht die Stadt jetzt in einer Ruhe­phase. „Aber der Herbst wird eine große Her­aus­for­de­rung. Es wird wohl nur schwer mög­lich, noch ein­mal sol­che Ein­schrän­kun­gen einzuführen.“

Für sei­nen Vor­trag gab es viel Bei­fall. Dabei genos­sen die Jon­ges es, auch ein­mal einen Hei­mat­abend aus dem Lie­ge­stuhl ver­fol­gen zu kön­nen. Ja, das Jon­ges­lied gab es zum Schluss auch — vom Band „und bitte nur mit­sum­men“, so der Baas.

Text: Man­fred Blasczyk