Rund 340 Mil­lio­nen Euro für mehr Kom­fort im Nahverkehr:

Die Rhein­bahn moder­ni­siert wei­ter ihre Fahr­zeug­flotte: Der Auf­sichts­rat der Rhein­bahn hat in sei­ner Sit­zung am Diens­tag der Ver­gabe eines Auf­trags über die Lie­fe­rung von ins­ge­samt 91 Stadt­bahn­fahr­zeu­gen der neuen Gene- ration vom Typ HFx zuge­stimmt. Gleich­zei­tig wird ein Ersatz­teil­ver­sor- gungs­ver­trag über 24 Jahre geschlos­sen. Der Auf­trag hat ein Net­to­vo­lu­men von rund 340 Mil­lio­nen Euro. Die Aus­lie­fe­rung der Fahr­zeuge ist für die Jahre 2025 bis 2027 vor­ge­se­hen. Da die Beschaf­fung gemein­sam mit der Duis­bur­ger Ver­kehrs­ge­sell­schaft (DVG) durchgeführt wird, kann der Her- stel­ler der Fahr­zeuge aus ver­ga­be­recht­li­chen Gründen erst nach der Gremi- enent­schei­dung in Duis­burg, die für Ende Sep­tem­ber ange­setzt ist, bekannt- gege­ben werden.

„Heute ist ein guter Tag für unsere Kun­den in Düsseldorf und der Region. Mit dem HFx erhält Düsseldorf tolle, moderne Bah­nen, die ebenso durch ih- ren hohen Fahr­kom­fort wie optisch im Stadt­bild überzeugen wer­den. Der HFx wird den Nah­ver­kehr in Düsseldorf für die Men­schen noch attrak­ti­ver machen. Ich danke dem Auf­sichts­rat für die­sen rich­tungs­wei­sen­den ein­stim- migen Beschluss“, erklärt Klaus Klar, Vor­stands­vor­sit­zen­der und Arbeitsdi- rek­tor der Rheinbahn.

Michael Rich­arz, Vor­stand Tech­nik und Betrieb, ergänzt: „Wir haben in den ver­gan­ge­nen Mona­ten sehr viel Ener­gie in die Kon­zep­tion eines gleich­zei­tig leis­tungs­star­ken, tech­nisch aus­ge­reif­ten und aus Sicht unse­rer Fahrgäste at- trak­ti­ven Fahr­zeugs inves­tiert. Das Ergeb­nis kann sich mehr als sehen las- sen. Die Düsseldorfer dürfen sich auf ein Fahr­zeug freuen, das vor allem in den Berei­chen Sicher­heit und Fahr­kom­fort neue Maßstäbe set­zen wird.“

Hoher Kom­fort für bis zu 178 Fahrgäste

Die moder­nen Bah­nen wer­den auf allen Hoch­flur-Stadt­bahn­li­nien zum Ein- satz kom­men. Sie erset­zen die zum Teil 35 Jahre alten rot-wei­ßen Stadt­bah- nen vom Typ B80-Alu. Dabei unter­schei­den sich die Bah­nen auffällig von den bekann­ten Fahr­zeu­gen. Die voll­ver­klei­de­ten Kupp­lun­gen in der beson- ders kon­stru­ier­ten Fahr­zeug­front wir­ken optisch anspre­chend, die­nen jedoch vor allem dem Schutz von Pas­san­ten. Fah­rer­as­sis­tenz­sys­teme wie etwa elek­tro­ni­sche Kol­li­si­ons­war­ner lösen im Not­fall einen akti­ven Brems­vor- gang aus, um Unfall­fol­gen bei einem Zusam­men­stoß zu minimieren.

Das Fahr­zeug überzeugt darüber hin­aus durch ein hel­les und ein­la­den­des Design und ein durch­dach­tes Inte­ri­eur. 178 Fahrgäste fin­den maxi­mal in ihm Platz. Zwei Mul­ti­funk­ti­ons­be­rei­che bie­ten aus­rei­chend Fläche etwa für Roll- stühle, Kin­der­wa­gen oder Fahrräder. Über induk­tive Hörschleifen können Fahrgäste mit einem geeig­ne­ten Hörgerät alle Durch­sa­gen in bes­ter Qualität wahr­neh­men. Vier in die Decke ein­ge­las­sene Moni­tore gehören ebenso zum Info­tain­ment-Paket wie in den Sitz­grup­pen ver­teilte USB-Steck­do­sen zum Auf­la­den von Smart­pho­nes oder ande­ren tech­ni­schen Geräten. Alle Fahr- zeuge wer­den WLAN-fähig sein. Ein beson­de­res Beleuch­tungs­kon­zept sorgt für eine direkte, deut­li­che Aus­leuch­tung der Türbereiche, während die Sitz- berei­che indi­rekt aus­ge­leuch­tet sind und so eine ange­nehme Atmosphäre verbreiten.

Neben den ver­bind­lich bestell­ten 91 Fahr­zeu­gen besteht für die Rhein­bahn eine Option auf bis zu 42 wei­tere Fahrzeuge.