Chris­tian Zaum ‑Ord­nungs­de­zer­net- Foto: LOKALBÜRO

 

Nächt­li­che Sperr­stunde und Alkoholverkaufsverbot/Maskenempfehlung in 13 Gebieten

Ange­sichts stei­gen­der Corona-Infek­ti­ons­zah­len und der Über­schrei­tung des Inzi­denz­wer­tes von 50 in Düs­sel­dorf wur­den bereits ges­tern (12. Okto­ber 2020) zusätz­li­che Schutz­maß­nah­men vor­ge­stellt. Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum, Ord­nungs­amts­lei­ter Michael Zim­mer­mann und der stell­ver­tre­tende Gesund­heits­amts­lei­ter Dr. Michael Schä­fer haben nun bei einer Pres­se­kon­fe­renz am Diens­tag, 13. Okto­ber, die neuen Rege­lun­gen für die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf erläutert.

Nächt­li­che Sperr­stunde und Alkoholverkaufsverbot
Die neue All­ge­mein­ver­fü­gung, die am Mitt­woch, 14. Okto­ber, um 0 Uhr in Kraft tritt, besteht im Wesent­li­chen aus drei zen­tra­len Maß­nah­men. So gilt in den kom­men­den zwei Wochen stets von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr mor­gens eine nächt­li­che Sperr­stunde. Sämt­li­che gas­tro­no­mi­sche Betriebe in der Lan­des­haupt­stadt müs­sen folg­lich in die­ser Zeit schlie­ßen. Bei Ver­stö­ßen gegen die Sperr­stunde droht Gas­tro­no­men ein Buß­geld in Höhe von 5.000 Euro.

Gleich­zei­tig gilt, eben­falls von 1 Uhr bis 6 Uhr, ein Alko­hol­ver­kaufs­ver­bot. Die­ses betrifft nicht nur gas­tro­no­mi­sche Betriebe, son­dern auch Kioske und Trink­hal­len, also soge­nannte “Büd­chen”. Bei bei­den Rege­lun­gen wurde dar­auf geach­tet, die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit aus Infek­ti­ons­schutz und wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten zu wahren.

Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum: “Die über­wie­gende Zahl der gas­tro­no­mi­schen Betriebe hält sich vor­bild­lich an die Coro­na­schutz­ver­ord­nung. Wir haben jedoch fest­ge­stellt, dass sich ins­be­son­dere nach Dienst­schluss des Ord­nungs­am­tes um 1.30 Uhr einige Betriebe in Sicher­heit wie­gen und bei der Ein­hal­tung des Infek­ti­ons­schut­zes nach­läs­si­ger wer­den. Zudem sin­ken mit stei­gen­dem Alko­hol­pe­gel die Hemm­schwel­len der Men­schen, wodurch sie sich und andere in Gefahr brin­gen. Mit der Ein­füh­rung der Sperr­stunde und dem Alko­hol­ver­kaufs­ver­bot wol­len wir die­ser Ent­wick­lung zum Schutze aller entgegenwirken.”

Durch den Erlass der Lan­des­re­gie­rung sind Gas­tron­mie­be­triebe zudem auch ver­pflich­tet, die Zahl der Per­so­nen, die gemein­sam an einem Tisch sit­zen dür­fen, von 10 auf 5 zu redu­zie­ren. Für die Stadt gab es so keine Mög­lich­keit, eine geplante 10er-Rege­lung zu halten.

Emp­feh­lung zum Tra­gen einer Mund-Nasen-Bedeckung
Als dritte Maß­nahme wur­den ins­ge­samt 13 Gebiete in Düs­sel­dorf aus­ge­wie­sen, in denen das Tra­gen einer Mund-Nasen-Bede­ckung auch im Freien emp­foh­len wird. Diese Gebiete beschrän­ken sich, neben der unmit­tel­ba­ren Innen­stadt rund um Alt­stadt und Haupt­bahn­hof, auf die stark fre­quen­tier­ten Stadt­teil­zen­tren in Kai­sers­werth, Rath, Ger­res­heim, Düs­sel­tal, Pem­pel­fort, Ober­kas­sel, Fried­rich­stadt, Unter­bilk, Ober­bilk, Eller, Garath und Ben­rath. Die Aus­wahl die­ser Gebiete erfolgte auf Basis von Bewe­gungs­da­ten und Zah­len des Amtes für Verkehrsmanagement.

Dr. Michael Schä­fer, stell­ver­tre­ten­der Gesund­heits­amts­lei­ter: “Wir haben es der­zeit mit einem dif­fu­sen Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu tun, bei dem Infi­zierte nicht genau wis­sen, wo sie sich ange­steckt haben. Dadurch wird eine Per­so­nen­nach­ver­fol­gung durch das Gesund­heits­amt zuneh­mend erschwert. Ins­be­son­dere Orte, in denen die Abstands­re­geln nicht immer ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen, haben sich als poten­zi­elle Schau­plätze von ‘Super­sprea­der-Events’ erwie­sen. Nur mit flä­chen­de­cken­den Maß­nah­men, bei denen alle Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer mit­zie­hen, wird es uns gelin­gen, die Infek­ti­ons­zah­len wie­der in den Griff zu bekommen.”

Zudem erklärte Dr. Michael Schä­fer zum Thema, dass alle Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer, die im Bun­des­ge­biet einen Urlaub gebucht haben und für ihre Reise ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis vor­wei­sen müs­sen: “Die Lan­des­haupt­stadt wird in einen Aus­tausch mit dem Land hin­sicht­lich der Kos­ten­über­nahme in den Pra­xen gehen. Die Labor­kos­ten wer­den jedoch kom­plett getragen.”

Die Emp­feh­lung zum Tra­gen einer Mund-Nasen-Bede­ckung gilt für fol­gende 13 Gebiete:

1. Kai­sers­werth: Kai­sers­wert­her Markt/Klemensplatz
2. Rath: Westfalenstraße/Westfalencenter
3. Ger­res­heim: Dreherstraße/Fußgängerzone
4. Düs­sel­tal: Rethelstraße
5. Pem­pel­fort: Nordstraße/Duisburger Straße
6. Ober­kas­sel: Belsenplatz/Teile der Luegallee
7. Stadt­mitte: Der gesamte Bereich zwi­schen Alt­stadt im Wes­ten, Graf-Adolf-Straße im Süden, Haupt­bahn­hof im Osten und Schadowstraße/Am Wehr­hahn im Norden
8. Friedrichstadt/Unterbilk: Fried­rich­straße, Düs­sel­dorf-Arca­den, Bilk S‑Bahnhof
9. Unter­bilk: Bil­ker Allee, Bil­ker Kir­che, Lorettostraße
10. Ober­bilk: Köl­ner Straße
11. Eller: Gum­bertstraße, Gertrudisplatz
12. Ben­rath: Innen­stadt, Fußgängerzone
13. Garath: Stadtteilzentrum

Diese 13 defi­nier­ten Gebiete wer­den in den kom­men­den Tagen zusätz­lich ausgeschildert.

Zusätz­lich zur Stufe 1 ab der 35er-Inzi­denz gilt mit Errei­chen der 50er-Inzi­denz Folgendes:

  • Die Pflicht zum Tra­gen eines Mund-Nasen-Schut­zes auf Wochenmärkten.
  • Statt bis­her 10 dür­fen sich nur noch 5 Per­so­nen unter den in der Coro­na­schutz­ver­ord­nung genann­ten Vor­aus­set­zun­gen im öffent­li­chen Raum zusam­men aufhalten.
  • Sofern Hygie­nekon­zepte bei Ver­an­stal­tun­gen nicht bereits eine deut­lich klei­nere Anzahl von Per­so­nen vor­se­hen oder andere Rege­lun­gen die Anzahl der Per­so­nen nicht wei­ter redu­zie­ren, dür­fen Ver­an­stal­tun­gen mit maxi­mal 500 Per­so­nen unter freiem Him­mel oder 250 Per­so­nen in geschlos­se­nen Räu­men statt­fin­den. Bei allen Ver­an­stal­tun­gen muss die Rück­ver­folg­bar­keit sicher­ge­stellt werden.
  • Im Ein­zel­han­del gibt es eine Reduk­tion der erlaub­ten Anzahl von gleich­zei­tig anwe­sen­den Per­so­nen von 1 Person/7 Qua­drat­me­tern auf 1 Person/10 Quadratmetern.
  • Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf emp­fiehlt, pri­vate Fei­ern in pri­va­ten Räu­men mit maxi­mal 25 Per­so­nen durch­zu­füh­ren und bei sol­chen pri­va­ten Par­tys in pri­va­ten Räu­men eine Kon­takt­liste zu erstellen.
  • Zudem gilt ab jetzt eine Beschrän­kung auf 25 Gäste bei Trau­er­fei­ern und sowie bei Trau­un­gen (hier muss in öffent­li­chen Gebäu­den ein Mund-Nasen-Schutz getra­gen werden).

Wei­ter­hin gel­ten fol­gende Maß­nah­men, die seit der Über­schrei­tung des Schwel­len­wer­tes von 35 ein­ge­führt wor­den sind: Es gilt wei­ter­hin eine Pflicht zum Tra­gen eines Mund-Nasen-Schut­zes (MNS) in öffent­li­chen Gebäu­den, Schu­len und Kin­der­ta­ges­stät­ten. Dabei gel­ten die Alters­vor­ga­ben aus der aktu­el­len Coronaschutzverordung.

Die gesamte All­ge­mein­ver­fü­gung zum Schutz der Bevöl­ke­rung vor Infek­tio­nen mit dem Coro­na­vi­rus vom 13. Okto­ber fin­det sich online unter fol­gen­dem Link: https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt13/bekanntmachungen/2020/Allgemeinverfuegung-201013–01.pdf
Für Fra­gen zum Thema “Coro­na­vi­rus” hat die Lan­des­haupt­stadt ein Infor­ma­ti­ons­por­tal ein­ge­rich­tet unter der Adresse: www.duesseldorf.de/corona