Spa­ten­stich zum Bau­start des neuen Wim-Wen­ders-Gym­na­sium, mit dabei (v.r.) Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche, Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Schul­lei­te­rin Dr. Anto­ni­etta Zeoli,©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

 

Ers­ter Spa­ten­stich mit OB Kel­ler und Stadt­di­rek­tor Hint­z­sche: Neue Schul­ge­bäude und eine Drei­fach­sport­halle für 48,85 Mil­lio­nen Euro/Moderne Clus­ter zur mul­ti­funk­tio­na­len Nutzung

Das Wim-Wen­ders-Gym­na­sium bekommt neue Schul­ge­bäude inklu­sive Wett­kampf­sport­halle: Zusam­men mit Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche fand am Mitt­woch, 9. Dezem­ber, der erste Spa­ten­stich zum Neu­bau-Pro­jekt an der Schmie­de­straße 25 statt. Die Schul­ge­meinde erhält einen 12.235 Qua­drat­me­ter gro­ßen Schul­neu­bau. Die neue Drei­fach­sport­halle ist mit einer Brut­to­ge­schoß­flä­che von 3.914 Qua­drat­me­tern geplant. Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf für beide Bau­vor­ha­ben beläuft sich auf rund 48,85 Mil­lio­nen Euro. Die Fer­tig­stel­lung ist für das erste Quar­tal 2023 geplant.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Das Bau­vor­ha­ben für das Wim-Wen­ders-Gym­na­sium ist ein Leucht­turm­pro­jekt des ohne­hin ambi­tio­nier­ten Schul­baus in Düs­sel­dorf. Mit der Umset­zung als Clus­ter­schule kann sich die gesamte Schul­ge­meinde auf eine moderne, inter­ak­tive Umge­bung freuen, die päd­ago­gi­sche Viel­falt ermög­licht und zum inno­va­ti­ven leh­ren und ler­nen anregt. Dar­über hin­aus erhal­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler eine neue Drei­fach­sport­halle, die auch dem Ver­eins­sport in Ober­bilk ein neues wett­kampf­ge­rech­tes Zuhause bietet.”

Das drei­ge­schos­sige Gesamt­en­sem­ble besteht aus drei Lern­häu­sern und einem Ver­wal­tungs­haus mit ange­schlos­se­ner Drei­fach­sport­halle, die wind­müh­len­ar­tig um den Ein­gangs­be­reich im Zen­trum ange­ord­net sind. Das zen­trale Gebäude umfasst die über drei Geschosse offen mit­ein­an­der ver­knüpfte Pau­sen­halle, die Medio­thek, das Selbst­lern­zen­trum und die Aula. Zen­tra­les und funk­tio­nal gestal­te­tes Ele­ment ist eine Sitz­stu­fen­an­lage, die für Unter­richts­zwe­cke und klei­nere Ver­an­stal­tun­gen auch als Tri­büne mit rund 120 Sitz­plät­zen genutzt wer­den kann und dar­über hin­aus einen Ort der Begeg­nung und Kom­mu­ni­ka­tion schafft. Der unmit­tel­bar ange­schlos­sene Gym­nas­tik­saal dient gleich­zei­tig als Tanz- und Schau­spiel­raum. Als Ver­an­stal­tungs­raum fin­den dort bis zu 480 Men­schen Platz.

Im Erd­ge­schoss der Schule befin­den sich die Räume mit Son­der­funk­tio­nen wie Küche und Spei­se­saal, Räume für die Natur­wis­sen­schaf­ten und den Musik­un­ter­richt sowie zur Sport­halle gehö­rende Funk­ti­ons­räume. In den bei­den Ober­ge­schos­sen sind die all­ge­mei­nen Unter­richts­räume und die Ver­wal­tung zu finden.

Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche: “Die Düs­sel­dor­fer Schul­land­schaft den stei­gen­den Schü­ler­zah­len adäquat anzu­pas­sen, ist ein wich­ti­ges Ziel der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf. Viel wich­ti­ger als die rein räum­li­che Erwei­te­rung ist jedoch die zeit­ge­mäße Wei­ter­ent­wick­lung. Schule ist nicht mehr nur ein Ort an dem Kin­der ler­nen und im Fron­tal­un­ter­richt mit Infor­ma­tio­nen ver­sorgt wer­den. Im Fokus steht inzwi­schen viel­mehr ein selbst­or­ga­ni­sier­tes Mit­ein­an­der. Damit das mög­lichst opti­mal gelingt, set­zen wir im Schul­bau auf inno­va­tive Modelle wie offene Lern- und Begeg­nungs­land­schaf­ten und Clus­ter-Modelle. Kon­kret bedeu­tet dies am hie­si­gen Wim-Wen­ders-Gym­na­sium, dass die Lern- und Unter­richts­räume mit den dazu­ge­hö­ri­gen Differenzierungs‑, Auf­ent­halts- und Erho­lungs­be­rei­chen zu einer Ein­heit, also einem Clus­ter zusam­men­ge­fasst werden”.

Das Clus­ter ist somit eine mul­ti­funk­tio­nale Zone, die sowohl Lern­um­ge­bung zum koope­ra­ti­ven und indi­vi­du­el­len Arbei­ten, zur Begeg­nung, zur Bewe­gung, zum Ent­span­nen, zum selbst­be­stimm­ten oder gelenk­ten Ler­nen dar­stellt. Alle Clus­ter wer­den mit neuer Daten­tech­nik, beschreib­ba­ren Pro­jek­ti­ons­flä­chen und inter­ak­ti­ven Bea­mern aus­ge­stat­tet. Zudem erhal­ten die Unter­richts­räume große Fens­ter­flä­chen zur natür­li­chen Belich­tung und Belüftung.

Im zwei­ten Ober­ge­schoss des Ver­wal­tungs­hau­ses befin­det sich die Haus­meis­ter­dienst­woh­nung, die über ein sepa­ra­tes Trep­pen­haus erreich­bar ist. Über den im Süden gele­ge­nen Vor­platz, der direkt von der Schmie­de­straße erschlos­sen wird, gelangt man zum Haupt­ein­gang der Schule und zum Ein­gang der Sport-und Wettkampfhalle.

Die Lern­häu­ser und die Sport­halle erhal­ten Klin­ker­fas­sa­den. Im Kon­trast dazu wird der zen­trale Ein­gangs­be­reich ver­glast und mit einer vor­ge­setz­ten halb offe­nen Metall­fas­sade ver­klei­det. Außer­dem wer­den alle Flach­dä­cher auf einer Gesamt­flä­che von 1.100 Qua­drat­me­tern begrünt.

Neu­bau Sporthalle
Den Ein­gang der Drei­fach­sport­halle wird über den Vor­platz an der Schmie­de­straße erreicht. Im Erd­ge­schoss befin­den sich das Foyer, eine Zuschau­er­tri­büne für rund 300 Per­so­nen sowie Umklei­de­räume für den Gym­nas­tik­saal. Im Unter­ge­schoss sind die Sport­flä­chen, Umklei­den und Sani­tär­räume sowie Geräte-und Neben­räume unter­ge­bracht. Die Sport­flä­che ist außer­dem für schu­li­sche Ver­an­stal­tun­gen mit bis zu 600 Men­schen nutzbar.

Schul- und Sport­ge­bäude sind bau­lich mit­ein­an­der ver­bun­den. Die neue Sport­halle wird ergän­zend zur schu­li­schen Nut­zung auch für Wett­kämpfe und den Ver­eins­sport zur Ver­fü­gung stehen.

Außen­an­la­gen und Verkehrsplanung
Der wind­müh­len­ar­ti­gen Anord­nung der Lern­häu­ser fol­gend, wer­den die Außen­an­la­gen in unter­schied­li­che Zonen wie Sport­hof, Spiel­hof, Relax­be­reich, Mensa- und Kunst­hof, Schul­gar­ten und einen zen­tra­len Pau­sen­hof geglie­dert. Die erfor­der­li­chen 38 Auto- und 204 Fahr­rad­stell­plätze ent­ste­hen auf dem Schul­ge­lände west­lich und öst­lich des Haupteingangs.

Die zwei Zufahr­ten zu den Park­plät­zen und die Feu­er­wehr­zu­fahrt erfol­gen über Tor­an­la­gen. Zwi­schen der west­li­chen und mitt­le­ren Zufahrt wird es eine bar­rie­re­freie Schul­bus­hal­te­stelle geben. Der vor­han­dene Rad­weg bleibt in alter Lage und Breite vor­han­den. Für die Begrü­nung des Schul­ho­fes sind ins­ge­samt 51 Bäume und rund 1.100 Qua­drat­me­ter Vege­ta­ti­ons­flä­chen vorgesehen.

Unter­brin­gung wäh­rend der Bauzeit
Für die Gesamt­bau­maß­nahme inklu­sive Abbruch der Bestands­ge­bäude sind 36 Monate geplant. Wäh­rend die­ser Zeit wird die Schü­ler­schaft in einer drei­ge­schos­si­gen Anlage mit Schul­raum­er­satz­con­tai­nern auf einer Brut­to­ge­schoss­flä­che von 3.800 Qua­drat­me­tern unter­rich­tet. Hier­für steht das unmit­tel­bar angren­zende Grund­stück mit einer Größe von rund 4.400 Qua­drat­me­tern zur Ver­fü­gung. Die Inte­rims­schule umfasst die Ver­wal­tung, Klas­sen­räume, Räume für Musik, Kunst, Natur­wis­sen­schaf­ten sowie die not­wen­di­gen Neben­räume. Wäh­rend die­ser Aus­la­ge­rungs­zeit befin­den sich zudem Auto­stell­plätze auf dem Grund­stück, die von der Schmie­de­straße aus erreich­bar sind.

Außer­dem umfasst die Außen­an­lage den Pau­sen­hof mit Spiel­ge­rä­ten, den Schul­gar­ten, Grün­flä­chen und aus­rei­chend Fahr­rad­stell­plätze. Die Kos­ten für den Inte­rims­bau inklu­sive Mie­ten belau­fen sich auf rund 9,6 Mil­lio­nen Euro.

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