Ord­nungs­de­zer­net Dr. Chris­tian Zaum Screen­shot aus der Pressekonferenz

 

Lan­des­haupt­stadt trifft wei­tere Vorkehrungen

Aus­ufern­des Trei­ben in der Alt­stadt und am Rhein­ufer am ver­gan­ge­nen son­ni­gen Wochen­ende hat Konsequenzen

Wegen wie­der anzie­hen­der Inzi­denz­zah­len und zahl­rei­chen Ver­stö­ßen gegen die Abstands­re­geln und die Pflicht zum Tra­gen einer Mund-Nasen-Bede­ckung am ver­gan­ge­nen son­ni­gen Wochen­ende trifft die Stadt nun wei­tere Vor­keh­run­gen, um die Aus­brei­tung der Infek­tio­nen mit dem Coro­na­vi­rus einzudämmen.

Die 7‑Ta­ges-Inzi­denz sowie der Anteil der hoch­an­ste­cken­den Corona-Virus­va­ri­an­ten neh­men in Düs­sel­dorf in den letz­ten Tagen wie­der zu. Der Wert der 7‑Ta­ges-Inzi­denz stieg heute bis auf 59,3 — vor einer Woche lag er noch bei 35,7. Der Anteil der Virus­mu­ta­tio­nen an den fest­ge­stell­ten Corona-Infek­tio­nen beträgt, Stand Don­ners­tag, 18. Februar, 43 Pro­zent. Am Diens­tag, 16. Februar, dage­gen lag er noch bei 27 Prozent.

Da es am ver­gan­ge­nen Wochen­ende von Frei­tag, 19., bis Sonn­tag, 21. Februar, nicht nur zu einem gro­ßen Besu­cher­an­drang, son­dern auch zu zahl­rei­chen Ver­stö­ßen gegen Abstands­re­geln gekom­men ist, und zudem viele Besu­che­rin­nen und Besu­cher der Alt­stadt keine Mas­ken getra­gen haben, sieht sich die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf auf­grund des hohen Infek­ti­ons­ri­si­kos durch die Coro­na­vi­rus-Muta­tio­nen gezwun­gen, fol­gende Vor­keh­run­gen zu treffen:

  • Die Zufahrt zum Man­nes­mann­ufer wird an den Wochen­en­den für den Ver­kehr mit Aus­nah­men für Anlie­ger, Anlie­fe­rung und Busse gesperrt, jeweils frei­tags, 15 bis 1 Uhr, sowie sams­tags und sonn­tags von 11 bis 1 Uhr.
  • Aus­wei­tung der Mas­ken­pflicht­zone Alt­stadt am Rhein­ufer zwi­schen Drei­ecks­wiese bis Rhein­ter­rasse und zeit­li­che Ver­län­ge­rung — täg­lich von 10 bis 1 Uhr.
  • Kon­trolle der Mas­ken­pflicht am Rhein­ufer am Unte­ren Rhein­werft zwi­schen Drei­ecks­wiese bis Frei­treppe am Burg­platz über Zugänge von frei­tags bis sonntags.
  • Ver­weil­ver­bot von der Drei­ecks­wiese — Man­nes­mann­ufer und Unte­res Rhein­werft — bis zu den Rhein­ter­ras­sen inklu­sive des Mas­ken­schutz­ge­bie­tes Alt­stadt von frei­tags, 15 Uhr, bis mon­tags­mor­gens, 1 Uhr.
  • Die Frei­treppe bleibt bis auf wei­te­res gesperrt, auch über die gesamte Woche
  • Die Poli­zei wird ihre Prä­senz in Düs­sel­dorf am Wochen­ende verstärken.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Ich kann sehr gut nach­voll­zie­hen, dass das schöne Wet­ter lockt und wir uns alle nach ein wenig Nor­ma­li­tät und Sonne seh­nen, aber wir ste­hen ange­sichts der hoch­an­ste­cken­den Virus-Muta­tio­nen nun an einem kri­ti­schen Punkt. Schaf­fen wir es die Infek­ti­ons­zah­len zu sen­ken — oder gera­ten wir in eine schwere dritte Welle. Daher bitte ich Sie: Schüt­zen Sie sich und andere. Ver­mei­den Sie Men­schen­an­samm­lun­gen, hal­ten Sie sich an Abstands- und Hygie­ne­re­geln und tra­gen Sie eine medi­zi­ni­sche Maske. Nur gemein­sam kön­nen wir es schaffen!”

Kri­sen­stabs­lei­ter und Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche: “Die Coro­na­vi­rus-Muta­tio­nen sind um das mehr­fa­che anste­cken­der als die ursprüng­li­che Virus­va­ri­ante. Daher sind Abstands- und Hygie­ne­re­geln sowie das Tra­gen einer Maske unbe­dingt erfor­der­lich — nur so kann man sich und andere schützen.”

Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum: “Der Infek­ti­ons­schutz hat, zum Schutz von uns allen, nun oberste Prio­ri­tät. Mit unse­ren jet­zi­gen Maß­nah­men wol­len wir wei­tere Zugangs­be­schrän­kun­gen, Außer-Haus-Ver­kaufs­ver­bote und Aus­gangs­sper­ren verhindern.”

Aber auch der Carls­platz war am Wochen­ende ein Hot­s­poot bei dem es mehr­fach zu Ver­stö­ßen gegen die Coro­naschutz­ver­ord­nung gab.  Der Carls­platz war am Ober­markt per­ma­nent überfüllt.

Hier erklärte Ord­nungs­de­zer­net Zaum:

Es gibt ein Kri­sen­ge­spräch mit dem Carls­platz Auch auf dem Markt war es aus Sicht der Stadt­ver­wal­tung viel zu voll. Mit der Markt­lei­tung soll dar­über gespro­chen wer­den, wie das Hygie­ne­kon­zept bes­ser ein­ge­hal­ten wer­den kann. Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum droht damit, dass auch dort sonst Ver­bote erlas­sen werden.