Die Düs­sel­dor­fer EG ehrt Petr Hejma! Der heute 76-Jäh­rige erhält ein beson­de­res Ban­ner, das fei­er­lich unter das Hal­len­dach des ISS DOME gezo­gen wird – aber erst dann, wenn wie­der viele Zuschauer zuge­las­sen sind. Hejma stürmte zwi­schen 1970 und 1981 für die Rhein­län­der und schoss die Rot-Gel­ben 1972 und 1975 zu zwei Meis­ter­schaf­ten. Dazu ist der gebür­tige Pra­ger der ein­zige Akteur, der als Spie­ler und als Trai­ner mit der DEG den Titel holen konnte.

Spek­ta­ku­läre Flucht

Der Spiel­ma­cher und Tor­jä­ger erlebte bei der DEG ein ganz beson­de­res Sport­ler-Schick­sal. 1968 – es war die Zeit des „Kal­ten Krie­ges“ – floh Hejma bei einem Gast­spiel sei­nes Teams Dukla Prag in Düs­sel­dorf auf spek­ta­ku­läre Art und Weise. Dies war nur mög­lich, weil zeit­gleich seine Frau Mar­tha, eben­falls Hoch­leis­tungs­sport­le­rin und Euro­pa­meis­te­rin im Tisch­ten­nis, in Duis­burg spielte. 

Petr Hejma (DEG).

Anschlie­ßend wurde Hejma für zwei Jahre gesperrt und konnte erst ab 1970 für die DEG auf­lau­fen. 1981 been­dete er nach über 400 Spie­len, fast 300 Toren und über 320 Vor­la­gen seine aktive Kar­riere. 1990 wurde er mit der DEG als Trai­ner Deut­scher Meis­ter, nach­dem er vor den Play­offs sei­nen Vor­gän­ger Peter Johann­son abge­löste hatte. 1970, genau am Tag sei­nes ers­ten DEG-Spiels, wurde Sohn Petr Hejma junior gebo­ren, der spä­ter eben­falls Eis­ho­ckey in Düs­sel­dorf spielte.

Petr Hejma zu der Ent­schei­dung sei­ner DEG: „Ich freue mich total über diese Aus­zeich­nung und fühle mich sehr geehrt. Schön, dass ich bei der DEG nicht in Ver­ges­sen­heit gera­ten bin. In Düs­sel­dorf habe ich die schöns­ten Jahre mei­ner sport­li­chen Kar­riere erle­ben dür­fen und auch pri­vat mein Glück gefun­den. Ich freue mich auf den Tag der Zere­mo­nie, auch wenn dies viel­leicht noch ein biss­chen dau­ern wird.“

Ein­stim­mige Ent­schei­dung, wei­tere Ziele

Die Ent­schei­dung zum Ehren­ban­ner für Petr Hejma fiel ein­stim­mig bei einem Online-Mee­ting des „Komi­tees zur Ehrung ver­dien­ter DEG-Spie­ler“. Anwe­send waren die Gesell­schaf­ter Ste­phan Hoberg und Peter Völ­kel, DEG-Geschäfts­füh­rer Harald Wirtz, Sport­di­rek­tor Niki Mondt, die bereits aus­ge­zeich­ne­ten Legen­den Wal­ter Köberle und Daniel Kreut­zer, Jour­na­list Ulf May und dazu Pres­se­spre­cher Frie­der Feld­mann, die Fan­be­auf­tragte Michael Hed­de­rich und Andreas Becker sowie Andreas Vavasseur, Vor­sit­zen­der des DEG-Fanprojekts.

Wei­tere Auf­gabe des Komi­tees wird es sein, Aus­wahl­kri­te­rien für künf­tige Ehrun­gen zu erstel­len. Dazu gehö­ren neben „Zuge­hö­rig­keit“ und „sport­li­che Erfolge“ auch „Per­sön­lich­keit“ und „Prä­gung einer Ära“. Ziel ist es außer­dem, eine wei­tere Ehrungs­stufe zu ent­wi­ckeln, die unter­halb der Ban­ner und einer gesperr­ten Num­mer ange­sie­delt sein soll und somit den Kan­di­da­ten­kreis der zu ehren­den Spie­ler zu erweitern.