Screen­shot aus dem Video der Landespolitik

 

Als ers­tes Bun­des­land wird Nord­rhein-West­fa­len am kom­men­den Mon­tag PCR-Pool-Tes­tun­gen an den Grund- und För­der­schu­len ein­füh­ren. Schul- und Bil­dungs­mi­nis­te­rin Yvonne Gebauer erklärte: „Die Lan­des­re­gie­rung hält Wort und wird ab Mon­tag an den Schu­len der Pri­mar­stufe die soge­nann­ten Lolli-Tests ein­füh­ren, wel­che die bis­he­ri­gen Anti­gen-Schnell­tests erset­zen. Sie sind kind­ge­rech­ter und ein­fa­cher zu hand­ha­ben. Die Lolli-Tests wer­den uns dabei hel­fen, Infek­tio­nen früh­zei­ti­ger als mit Selbst­tests zu ent­de­cken und Infek­ti­ons­ket­ten von vorn­her­ein in Schu­len zu unter­bre­chen. Wir sichern damit den Schul­be­trieb zusätz­lich ab.“

Alle Grund- und För­der­schu­len wur­den bereits zu Wochen­be­ginn über die Details des neuen Test­ver­fah­rens infor­miert. Ab dem 10. Mai wer­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an den Grund- und För­der­schu­len mit dem „Lolli-Test“, einem ein­fa­chen Spei­chel­test, zwei Mal pro Woche in ihrer Lern­gruppe auf das Corona-Virus getes­tet. Die Hand­ha­bung des Lolli-Tests ist ein­fach und kind- bzw. alters­ge­recht: Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler lut­schen 30 Sekun­den lang auf einem Abstrich­tup­fer. In einem zwei­ten Schritt wer­den die Abstrich­tup­fer aller Kin­der der Lern­gruppe in einem Sam­mel­ge­fäß zusam­men­ge­führt und als anonyme Sam­mel­probe (sog. „Pool“) noch am sel­ben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode aus­ge­wer­tet. Diese Methode sichert ein sehr ver­läss­li­ches Test­ergeb­nis. Zudem kann eine mög­li­che Infek­tion bei einem Kind durch einen PCR-Test deut­lich frü­her fest­ge­stellt wer­den als durch einen Schnell­test, sodass auch die Gefahr einer Anste­ckung recht­zei­ti­ger erkannt wird.

Das Pro­jekt ist auf lan­des­weit fast 3.800 Schul­stand­orte aus­ge­rich­tet und erfor­dert täg­lich rund 35.000 Pool­tes­tun­gen. Für den Trans­port der Pro­ben zwi­schen den Schu­len und Labo­ren sind lan­des­weit über 400 Rou­ten fest­ge­legt worden.

Die Lolli-Tests wur­den bereits im März die­ses Jah­res über einen Zeit­raum von drei Wochen in einem vom Land finan­zier­ten und beglei­te­ten Pilot­pro­jekt an 22 Köl­ner Schu­len erfolg­reich getestet.

Abschlie­ßend betonte Minis­te­rin Gebauer: „Die Pool-Tes­tun­gen wer­den zusam­men mit unse­ren stren­gen Vor­ga­ben für den Infek­ti­ons­schutz und der vor­an­schrei­ten­den Imp­fung unse­rer Leh­re­rin­nen und Leh­rer einen wei­te­ren wich­ti­gen Bei­trag leis­ten, um den Schul­be­trieb für unsere jüngs­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler abzusichern.