Auf der Seite des Rad­we­ges weist das Ele­ment ein kon­ka­ves ram­pen­för­mi­ges Pro­fil auf. Fahr­bahn­sei­tig hat das Ele­ment die Höhe und Ansicht eines Bord­stei­nes. Durch die schwarz-weiße Gestal­tung ist es gut sichtbar,©Landeshauptstadt Düs­sel­dorf, David Young

 

Zunächst sol­len aktu­elle Ver­kehrs­zah­len erho­ben werden
Ord­nungs- und Ver­kehrs­aus­schuss soll auf deren Basis beschließen

Die Stadt­ver­wal­tung wird die Umset­zung der Rad­weg­pla­nung “Am Trip­pels­berg” bis auf wei­te­res zurück­stel­len. Ziel ist es, auf Basis aktu­el­ler Ver­kehrs­zah­len eine abschlie­ßende Abwä­gung der aktu­el­len Ver­kehrs­ent­wick­lung vor­zu­be­rei­ten und diese dann dem Ord­nungs- und Ver­kehrs­aus­schuss zur Beschluss­fas­sung vorzulegen.

Zur Abwä­gung der Inter­es­sen der gewerb­lich-indus­tri­el­len Nut­zun­gen an die­sem leis­tungs­fä­hi­gen Gewer­be­stand­ort und den Bedar­fen des dort vor­han­de­nen Rad­ver­kehrs sind nun wei­tere Unter­su­chun­gen erfor­der­lich. Beson­ders sol­len nach Ende der Pan­de­mie bei Nor­mal­be­trieb im Indus­trie­ver­kehr und Rad­ver­kehr reprä­sen­ta­tive Ver­kehrs­zah­len ermit­telt wer­den, auch um die Ent­wick­lung und Anteile des Rad­ver­kehrs, Schwer­last­ver­kehrs und Auto­ver­kehrs betrach­ten zu können.

Hin­ter­grund:
Die Straße Am Trip­pels­berg liegt im Indus­trie­ge­biet des Reis­hol­zer Hafens. Sie dient als Erschlie­ßung der dort ansäs­si­gen Betriebe und Logis­tik­un­ter­neh­men. Der Stand­ort zählt zu den tra­di­tio­nel­len Pro­duk­ti­ons- und Arbeits­stand­or­ten im Düs­sel­dor­fer Süden. Dort befin­den sich zahl­rei­che Fir­men mit gewerb­lich-indus­tri­el­ler Aus­rich­tung — unter ande­rem ist dort die stahl­ver­ar­bei­tende Indus­trie ansäs­sig. Des Wei­te­ren befin­den sich in die­sem Gebiet diverse Betriebe des pro­du­zie­ren­den Gewer­bes sowie Dienst­leis­tungs­be­triebe. Ziel sol­cher gewerb­lich-indus­tri­el­ler Stand­orte ist die Bereit­stel­lung von Flä­chen zur Durch­füh­rung emis­si­ons­in­ten­si­ver Pro­zesse und zur leis­tungs­fä­hi­gen Abwick­lung der damit ver­bun­de­nen Ver­kehre. Die Nach­frage nach sol­chen Flä­chen ist unge­bro­chen. Das Gebiet befin­det sich laut Mas­ter­plan Indus­trie in einem als Kern­zone für die Siche­rung “Groß­flä­chi­ger Gewerbe- und Indus­trie­an­sied­lun­gen” und “Gewerb­li­che Infra­struk­tur­ein­rich­tun­gen“ ange­setz­ten Bereich (Kate­go­rie A). Gleich­zei­tig füh­ren über die Straße Am Trip­pels­berg aber auch die über­re­gio­nale Rad­route Erleb­nis­weg Rhein­schiene, der EUROGA-Rad­weg und der Rhein­rad­weg entlang.

Mit den ers­ten Schrit­ten zur Umset­zung des Pro­jek­tes der Pro­teec­ted Bike Lane wurde deut­lich, dass für die anlie­gen­den Fir­men dadurch erheb­li­che Kon­flikte im All­tags­be­trieb ent­ste­hen. Für die Unter­neh­men ist es wich­tig, bei Anlie­fe­run­gen ihrer Betriebe auch Hal­te­mög­lich­kei­ten auf der Fahr­bahn vor­zu­fin­den, die nach deren Angabe selbst bei Just-In-Time-Pro­zes­sen nicht auf dem eige­nen Fir­men­ge­lände abge­wi­ckelt wer­den kön­nen. Ebenso wurde dar­ge­stellt, dass der Rad­weg durch Redu­zie­rung der Fahr­bahn­breite das unein­ge­schränkte Ein­fah­ren in die Grund­stücks­zu­fahr­ten verhindere.

Die Ansprü­che der anlie­gen­den Fir­men an den Stra­ßen­raum kon­kur­rie­ren mit denen der Rad­fah­ren­den. “Kon­kur­rie­rende Belange zu Lösun­gen zu ver­mit­teln, ist unser Auf­trag, und an einer sol­chen Lösung wer­den wir auf der Grund­lage der neuen Daten­er­fas­sung der Ver­kehre nach Corona wei­ter­ar­bei­ten”, sagt Cor­ne­lia Zuschke, Bei­geord­nete für Mobilität.

Die Stadt­ver­wal­tung hat bereits ver­schie­dene Lösungs­mög­lich­kei­ten mög­li­cher Kom­pro­misse geprüft. Ins­ge­samt lässt sich fest­stel­len, dass eine kurz­fris­tig umsetz­bare Vari­ante, die die fach­li­chen Belange ange­mes­sen abbil­det und für alle Betei­lig­ten als sicher und zufrie­den­stel­lend ein­ge­schätzt wird, nicht gefun­den wer­den konnte. Alle bereits ver­ein­bar­ten Bemü­hun­gen, wie zusätz­li­che War­te­po­si­tio­nen und Flä­chen­be­reit­stel­lun­gen für Las­ter etc., wer­den soweit mög­lich wei­ter­ent­wi­ckelt und soweit erfor­der­lich dann zur Beschluss­fas­sung vor­ge­legt. Auch wird der enge Kon­takt mit den ansäs­si­gen Unter­neh­men bezüg­lich der Ver­bes­se­rung derer Situa­tion wei­ter­ge­führt. Die Bemü­hun­gen, den Was­ser­werks­weg zu ver­bes­sern, wer­den ebenso weiterverfolgt.