Peter Naka­ten (56) ist mit ziem­li­cher Wahr­schein­lich­keit der erste Düs­sel­dor­fer, der am Bri­xen Dolo­mi­ten Mara­thon teil­ge­nom­men hat und er ist mit abso­lu­ter Sicher­heit der erste Düs­sel­dor­fer, der im Vor­hin­ein auch noch einen klei­nen Kas­ten Uerige auf den Berg getra­gen hat, damit es im Ziel auch ja das rich­tige “Beloh­nungs­ge­tränk” gibt!

Schon vor ca. 3 Jah­ren hat Peter das erste Mal ein Pla­kat für den Bri­xen Dolo­mi­ten Mara­thon gese­hen. An der Tal­sta­tion der Plose-Seil­bahn in Bri­xen, in einem wun­der­ba­ren Urlaub in Süd­ti­rol. Wäh­rend er sich, nach­de­mer im April 2018 am METRO Mara­thon Düs­sel­dorf teil­ge­nom­men hatte zu dem Zeit­punkt noch fragte, wie man das schaf­fen kann, 42 km mit 2.450 Höhen­me­tern Stei­gung zu bewäl­ti­gen, kam einige Zeit spä­ter der Wunsch auch diese Her­aus­for­de­rung anzunehmen!

Petre Nakaten nach dem erfolgreich Abschluss Foto: Angelika Raspel

Es gibt Dinge, die man im Leben mal gemacht haben muß und ein span­nen­des Ziel vor Augen zu haben, näm­lich etwas zu schaf­fen, von dem man Jahre zuvor nicht gedacht hätte, dass es mög­lich ist, hat sei­nen Reiz.

Mit dem Lau­fen hat Peter erst vor ca. 5 Jah­ren begon­nen und sein ers­ter Mara­thon war der METRO Mara­thon Düs­sel­dorf 2018. Der dann erst zweite Mara­thon sollte gleich eine sehr viel schwie­ri­gere Vari­ante sein! Im ver­gan­ge­nen Jahr kon­kre­ti­sier­ten sich die Pläne und schon im Herbst 2020 mel­dete sich Peter beim Bri­xen Dolo­mi­ten Mara­thon an. Es folgte ein ste­ti­ges Lauf­trai­nung in Düs­sel­dorf. 2–3 Mal die Woche ca. 10 km in den frü­hen Mor­gen­stun­den am Rhein, bis in den Medi­en­ha­fen oder nach Lörick. Hin und wie­der lief Peter einen Halb­ma­ra­thon oder auch mal ca. 30 km. Bei einem Süd­ti­rol-Urlaub im Herbst letz­ten Jah­res trai­nierte Peter auch das Lau­fen auf 2.000 Meter Höhe, was ihm nicht sehr schwer fiel. Kurz vor dem Mara­thon in den Dolo­mi­ten war Peter eine Woche auf der Plät­z­wiese, einem Hoch­pla­teau in Süd­ti­rol, wo er noch­mal täg­lich das Lau­fen unter ande­ren Bedin­gun­gen wie er sie aus dem schö­nen, flach gele­ge­nen Düs­sel­dorf kennt trainierte.

Damit bei einem so ein­zig­ar­ti­gen Erleb­nis auch die Optik stimmt, hat Valen­tino Bilotta von “Hei­mat­ha­fen Düs­sel­dorf” extra für Peter ein spe­zi­el­les Laufs­hirt mit dem mar­kan­ten, aus unse­rer Stadt nicht mehr weg­zu­den­ken­den Logo bedru­cken las­sen. Um Peter trotz sei­ner Größe von 2,03 Metern auf kei­nen Fall zu über­se­hen, trug er bei sei­nem Lauf eine leuch­tend oran­ge­rote Mütze, die natür­lich auch vor der Son­nen­ein­strah­lung in den Ber­gen schützte. So ging Peter gut aus­ge­rüs­tet am 3.7.2021 in Bri­xen an den Start und kam 7 Stun­den und 52 Minu­ten spä­ter durch das Ziel auf der 2.450 Meter hohen Plose! Erschöpft aber glück­lich strah­lend und ohne irgend­wel­che nen­nens­wer­ten Blessuren!

Schon ein paar Tage vor dem 3. Juli hat Peter den Kas­ten Uerige auf den Berg beglei­tet, nach­dem er zuvor mit Mat­thäus, einem net­ten Mit­ar­bei­ter der Plo­se­hütte ver­ein­bart hatte, dass das Lecker Dröppke kalt gestellt wird, damit es am Tag des Mara­thons wohl­tem­pe­riert genos­sen wer­den kann! Mit der Kabi­nen­bahn “Pfannspitz” fuh­ren Peter und der Kas­ten Uerige auf die Höhe, von wo Peter das Uerige zunächst Rich­tung Rossalm wie­der  her­un­ter­trug, um es dann auf die Plose rauf­zu­tra­gen. Was macht man nicht alles, damit nach einem sol­chen  Ereig­nis das “Beloh­nungs-Getränk” auf jeden Fall das rich­tige und eben auch gut gekühlt ist! Auch der hilfs­be­reite Kell­ner aus der Plo­se­hütte bekam eine Fla­sche Uerige. Der Erfah­rungs­be­richt und das Geschmacks­ur­teil des Süd­ti­ro­lers ste­hen noch aus, wur­den aber ange­kün­digt. Peters Fazit: Es war ein groß­ar­ti­ges Erleb­nis, aber: Nie wie­der! Trotz­dem, wer weiß, wer weiß…

 

Fotos und Text: Ange­lika Raspel