Im Rah­men eines Pres­se­früh­stücks ließ Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler einige Pro­jekte und Ereig­nisse der ver­gan­ge­nen zwölf Monate Revue pas­sie­ren und gab einen Aus­blick auf die kom­mende Zeit,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Am 2. Novem­ber 2021 ist Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler ein Jahr im Amt. Im Rah­men eines Pres­se­früh­stücks ließ er heute (27. Okto­ber) einige Pro­jekte und Ereig­nisse der ver­gan­ge­nen zwölf Monate Revue pas­sie­ren und gab einen Aus­blick auf die kom­mende Zeit.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Seit einem Jahr bin ich nicht nur Ober­bür­ger­meis­ter die­ser wun­der­ba­ren Stadt am Rhein, son­dern auch Lei­ter einer moti­vier­ten und funk­tio­nie­ren­den Ver­wal­tung. Seit dem 1. Juli ist auch unser Ver­wal­tungs­vor­stand kom­plett und ich bin froh, dass wir ein sehr gutes und ver­sier­tes Team sind, das par­tei­über­grei­fend pro­fes­sio­nell und zum Wohle unse­rer Stadt zusam­men­ar­bei­tet. Eine funk­tio­nie­rende, sichere, gepflegte und zukunfts­fä­hige Stadt und der aktive Ein­satz für den Kli­ma­schutz mit aller Kraft lie­gen mir am Herzen.”

So sieht OB Dr. Ste­phan Kel­ler sein ers­tes Amts­jahr — erreich­tes, geplan­tes  und vorausschau-

1. Wei­ter gemein­sam gegen die Pandemie
Prä­gend für sein ers­tes Amts­jahr sei die Corona-Pan­de­mie gewe­sen. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Die ver­gan­ge­nen Monate waren eine sehr her­aus­for­dernde Zeit. Die Corona-Pan­de­mie hat uns alle sehr gefor­dert, und ich bin sehr stolz dar­auf, dass wir die Pan­de­mie hier in Düs­sel­dorf gemein­sam sehr gut gemeis­tert haben – mit all ihren Anfor­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen. Ich danke allen, die dazu bei­getra­gen haben. Als wäre die Corona-Krise nicht schon genug, war Düs­sel­dorf auch von der Hoch­was­ser-Kata­stro­phe betrof­fen, die in unse­rer Stadt ein Todes­op­fer gefor­dert und sehr hohen Sach­scha­den ange­rich­tet hat. Auch hier hat sich die Soli­da­ri­tät unse­rer Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger gezeigt, die sich wie auch schon in der Pan­de­mie für­ein­an­der ein­ge­setzt und gegen­sei­tig gehol­fen haben. Kri­sen kön­nen einen schwä­chen — oder sie kön­nen einen stär­ker machen. Wir haben uns dafür ent­schie­den, gestärkt aus den Kri­sen hervorzugehen!”

Dabei setzte die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf auf den Vier­klang aus mana­gen, imp­fen und tes­ten, infor­mie­ren und unterstützen.

Corona-Manage­ment
Zeit­nah wurde auf das sich stets ver­än­dernde Infek­ti­ons­ge­sche­hen, aber auch die ver­än­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen durch Bund und Land reagiert: Es wur­den Hot­lines und tele­fo­ni­sche Bera­tungs­stel­len, sta­tio­näre und mobile Test­sta­tio­nen (MEH) sei­tens der Stadt auf­ge­baut und Qua­ran­tä­ne­ein­rich­tun­gen für die Men­schen geschaf­fen, die sich nicht iso­lie­ren konn­ten (Qua­ran­tä­ne­ho­tel, Qua­ran­tä­ne­schiff). Die Kin­der­gär­ten, die Wirt­schaft, die Schu­len, die Alten- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen sowie die Ärz­te­schaft erhiel­ten eigene Ansprech­part­ner. Früh erhielt ins­be­son­dere der Schutz der vul­nerablen Grup­pen einen hohen Stel­len­wert. Schließ­lich wur­den das Impf­zen­trum in der Mer­kur Spiel-Arena, die Impflo­gis­tik, die Impf­prio­ri­sie­rung, mobile Impf­teams sowie dezen­trale Impf­sta­tio­nen in der Stadt (Schu­len, Berufs­kol­legs, U‑Bahnstationen, Flug­ha­fen, etc.) ein­ge­rich­tet. Und auch mit Schutz­maß­nah­men im öffent­li­chen Raum wurde auf stei­gende Infek­ti­ons­zah­len reagiert. Dies alles wurde fort­lau­fend ent­wi­ckelt und aufgebaut.

Imp­fen und Testen
Die Mer­kur Spiel-Arena wurde zu einem moder­nen und kun­den­ori­en­tier­ten Impf­zen­trum umge­baut und für rund 8 Monate an fünf Tagen in der Woche in der Zeit von mor­gens 8 Uhr bis abends 20 Uhr eine wich­tige Anlauf­stelle im Kampf gegen das Virus. Start­schuss und ers­ter Impf­tag war der 8. Februar 2021, es folg­ten 380.000 Imp­fun­gen an 164 Öff­nungs­ta­gen. In der höchs­ten Aus­las­tungs­phase erhiel­ten rund 4.500 Men­schen pro Öff­nungs­tag ihre Schutz­imp­fung gegen das Coro­na­vi­rus in der Mer­kur Spiel-Arena. Anfang 2021 wurde allen über 80-Jäh­ri­gen auf Anre­gung von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler Taxi­gut­scheine als Zuschuss für die Fahrt zum Impf­zen­trum zur Corona-Schutz­imp­fung ange­bo­ten. Spä­ter erhiel­ten die­ses Ange­bot auch die Jahr­gänge der über 70-Jäh­ri­gen. Alter­na­tiv konnte der Wunsch geäu­ßert wer­den, sich zu Hause imp­fen zu lassen.

Mit Beginn des neuen Schul­jah­res 2021/2022 gab es beson­dere Impf­an­ge­bote für Schü­le­rin­nen und Schü­ler der wei­ter­füh­ren­den Schu­len, der För­der­schu­len und der Berufs­kol­legs. Vom 3. Mai bis 12. Juli 2021 fand zudem eine Impf­kam­pa­gne für den Bereich Asyl und Obdach statt.

Am 27. Dezem­ber 2020 hat­ten die bis zu 15 mobi­len Impf­teams die Arbeit auf­ge­nom­men, um zum Bei­spiel die Bewoh­nen­den in Senio­ren­hei­men auf­zu­su­chen. Seit Mitte Juli die­ses Jah­res ist das Impf­mo­bil im Ein­satz, um die Men­schen vor Ort zu errei­chen, auf­zu­klä­ren und zu impfen.

Bereits seit März 2020 steht den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf das Dia­gno­se­zen­trum an der Mitsu­bi­shi Electric Halle sowie der mobile Dienst zur Ver­fü­gung, um sich auf das Covid-19-Virus tes­ten zu las­sen. Die­ses Ange­bot hat die Stadt nicht nur auf­recht gehal­ten, son­dern auch für Schnell­tests auf­ge­baut. So wur­den mobile Abstrich­teams schwer­punkt­mä­ßig für Rei­hen­tes­tun­gen im Rah­men der akti­ven Fall­fin­dung in Gemein­schafts­un­ter­künf­ten wie Alten- und Pfle­ge­hei­men, Obdach­lo­sen- und Flücht­lings­un­ter­künf­ten sowie Kitas oder Schu­len ein­ge­setzt. Auch Per­so­nen, die ihre häus­li­che Umge­bung krank­heits- oder mobi­li­täts­be­dingt nicht ver­las­sen kön­nen, wer­den von die­sen Teams abge­stri­chen. Zur Unter­stüt­zung hal­fen im Früh­jahr Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten per Amts­hil­fe­er­su­chen bei der Durch­füh­rung der Tests in den Pfle­ge­hei­men. Wäh­rend des Auf­baus von pri­va­ten Schnell­test­sta­tio­nen ergänzte die Stadt mit mobi­len Abstricheinrichtungen.

Infor­mie­ren
Mit dem regel­mä­ßi­gen Video­for­mat “Corona Aktu­ell”, dem wei­ter­ent­wi­ckel­ten Corona-Por­tal und meh­re­ren Kam­pa­gnen und gemein­sa­men Appel­len wur­den die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf­ge­klärt und für Schutz­maß­nah­men und Imp­fun­gen gewor­ben. Im Ein­zel­nen waren das zum Bei­spiel die Betei­li­gung an der Kam­pa­gne “Immer mit Maske” im Dezem­ber 2020. Es folg­ten die Kam­pa­gnen “Düs­sel­dorf hält zusam­men — mit Abstand und Maske” (ab 31. März 2021), “Maske tra­gen, Tes­ten las­sen, Imp­fen gehen” in sechs Spra­chen (ab 10. Juni 2021) und “Imp­fen für alle”/“Impfen to go” (ab 29. Juli 2021). Zudem gab es Video­a­pelle mit F95-Spie­lern, Pfle­ge­kräf­ten der Uni-Kli­nik und mit den Wirtschaftsverbänden.

Unter­stüt­zen
In einer Reihe von Video­kon­fe­ren­zen (“Im Gespräch mit …”) hat sich Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern unter­schied­li­cher Bran­chen und Berei­chen aus­ge­tauscht. Dar­un­ter Gas­tro­no­mie, Wirt­schaft, Som­mer- und Win­ter­brauch­tum und die Ver­an­stal­tungs­bran­che. Hier­bei ging es natür­lich auch um die Frage, wie die Stadt jeweils unter­stüt­zen kann. Bereits seit dem 1. März 2020 wird zum Bei­spiel eine groß­zü­gige Nut­zung der Ter­ras­sen­flä­chen ohne Erhe­bung einer Son­der­nut­zungs­ge­bühr gewährt, die fort­ge­führt wurde – und wird. Dies ent­las­tete die Gas­tro­no­mie um jähr­lich rund 1,5 Mil­lio­nen Euro. Auch für die anste­hende Win­ter­sai­son 2021/22 (bis 28. Februar 2022) wer­den gas­tro­no­mi­sche Ter­ras­sen groß­zü­gig und ohne Erhe­bung einer Son­der­nut­zungs­ge­bühr geneh­migt. Die aus­nahms­weise Zuläs­sig­keit von Win­ter­ter­ras­sen auf der Königs­al­lee wird auch für die kom­mende Win­ter­sai­son zugestanden.

2. Bei Sicher­heit und Sau­ber­keit kon­se­quent und präsent
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Wir inves­tie­ren in 2022 13,7 Mil­lio­nen Euro in Sicher­heit und Ord­nung. Diese The­men lie­gen mir beson­ders am Her­zen und sind aktu­el­ler denn je – gerade mit Blick auf die tra­gi­schen Ereig­nisse in der Alt­stadt an den ver­gan­ge­nen zwei Wochen­en­den, die mich bestür­zen. Mein Bei­leid gilt den Ange­hö­ri­gen und den Freun­den, denen ich viel Kraft in die­ser schwie­ri­gen Zeit wün­sche. Ich sehe hier drin­gend wei­te­ren Hand­lungs­be­darf, um für die Sicher­heit in der Alt­stadt zu sor­gen. Das ist eine Gemein­schafts­auf­gabe von Stadt und Poli­zei. Das Ver­hin­dern von schwe­ren Straf­ta­ten ist aber Auf­gabe der Polizei.”

Es wurde bereits im lau­fen­den Jahr inten­siv an den The­men Sicher­heit und Sau­ber­keit gear­bei­tet und vor rund zwei Wochen ein Bün­del von Maß­nah­men vor­ge­stellt, die eva­lu­iert und fort­ent­wi­ckelt wer­den, dazu gehö­ren der Aus­bau des OSD, neue Beleuch­tung am Rhein­ufer und eine gemein­same Anlauf­stelle von OSD und Polizei.

Mehr Prä­senz durch mehr OSD-Kräfte
Bereits seit Anfang Sep­tem­ber sind 31 neue Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen beim Ord­nungs- und Ser­vice­dienst ein­ge­setzt. Zudem wurde die Zahl der neuen Aus­zu­bil­den­den beim OSD ver­drei­facht, sodass nun­mehr 26 junge Men­schen beim OSD aus­ge­bil­det wer­den. In den kom­men­den vier Jah­ren wird der Ord­nungs-und Ser­vice­dienst um jeweils 30 wei­tere Mit­ar­bei­tende pro Jahr ver­stärkt wer­den, sodass es ins­ge­samt einen Zuwachs von 150 Mit­ar­bei­ten­den geben wird. Dies ist ein­ge­bet­tet in ein Gesamt­kon­zept zur Stär­kung des OSD, in dem auch eine Ver­bes­se­rung bezüg­lich der Aus­rüs­tung Räume bietet.

Ein­rich­tung einer gemein­sa­men Anlauf­stelle von Poli­zei und OSD
Nach dem Vor­bild ande­rer Städte (zum Bei­spiel Köln, Han­se­stadt Bre­men) soll so bald als mög­lich, spä­tes­tens im 1. Quar­tal, eine gemein­same Anlauf­stelle von Poli­zei und Ord­nungs- und Ser­vice­dienst in der Alt­stadt ent­ste­hen. Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und die Poli­zei haben diese fest ver­ab­re­det und mit dem Rat­haus­ufer 8 einen mög­li­chen Stand­ort iden­ti­fi­ziert. Der­zeit lau­fen die Prü­fun­gen der tech­ni­schen Umsetzung.

Anschaf­fung eines Ein­satz­leit­fahr­zeugs (ELF)
Der Ord­nungs- und Ser­vice­dienst soll nicht nur per­so­nell, son­dern ab Som­mer 2022 auch durch ein Ein­satz­leit­fahr­zeug gestärkt wer­den. Das Fahr­zeug soll auf einem über­lan­gen Trans­por­ter auf­bauen und eine aut­arke Leit­stelle mit zwei voll­aus­ge­rüs­te­ten digi­ta­len Funk­plät­zen auf­neh­men. Herz­stück der Tech­nik soll ein voll­stän­dig com­pu­ter­ge­stütz­tes Ein­satz­sys­tem sein, wel­ches sämt­li­che ver­baute elek­tro­ni­sche Sys­teme steu­ert. Neben Außen­laut­spre­chern für öffent­lich­keits­wirk­same Durch­sa­gen soll das Fahr­zeug zusätz­li­che Außen­schein­wer­fer zur Erhel­lung des Umfelds und eine externe Strom­ver­sor­gung erhal­ten. So kann man es varia­bel und fle­xi­bel an neur­al­gi­schen Orten einsetzen.

Kon­se­quen­ter Ein­satz von Licht
Seit dem 15. Okto­ber wird zunächst die Drei­ecks­wiese vor dem KIT durch sechs Licht­mas­ten beleuch­tet, um in Abstim­mung mit der Poli­zei für mehr Sicher­heit zu sor­gen. Die Erkennt­nisse wer­den genutzt und eva­lu­iert, um die Aus­leuch­tung am Rhein­ufer gene­rell zu verbessern.

E‑S­coo­ter-Stra­te­gie
Es bestehen wei­ter­hin erheb­li­che Pro­bleme mit nicht ord­nungs­ge­mäß abge­stell­ten E‑Scootern sowie rasen­den E‑S­coo­ter-Fah­re­rin­nen und ‑fah­rern, zum Teil sogar unter Alko­hol­ein­fluss im gesam­ten Stadt­ge­biet. Für mehr Sicher­heit wird in der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf beim Umgang mit den E‑Scootern, deren ver­kehrs­po­li­ti­scher Nut­zen frag­wür­dig ist, zukünf­tig der gesamte recht­li­che Spiel­raum aus­ge­nutzt. Die Ver­wal­tung hat dem Ord­nungs- und Ver­kehrs­aus­schuss dazu ein E‑Scooter Kon­zept vorgelegt.

Sau­ber­keit
Pan­de­mie und Lock­down haben sich im ver­gan­ge­nen Jahr stark auf die Abfall­wirt­schaft aus­ge­wirkt. Zuneh­mende Sperr­müll­men­gen und zuneh­mende Alt­pa­pier-Ver­pa­ckun­gen sind an etli­chen Stel­len sicht­bar. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler hat bereits im Dezem­ber 2020 den Pro­jekt­auf­trag für die Stadt­sau­ber­keits­of­fen­sive erteilt. In die­sem Jahr wurde ein Bün­del von Maß­nah­men auf den Weg gebracht, wie der Ein­satz der Glut­tons, häu­fi­gere Lee­rung von Abfall­ei­mern und grö­ßere Müll­be­hält­nisse. Für 2022 ist eine Ver­ste­ti­gung und Ergän­zung die­ser Maß­nah­men geplant.

3. Mobi­li­tät neu den­ken und handeln
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Düs­sel­dorf als gut ver­netzte, pro­spe­rie­rende Groß­stadt steht vor gro­ßen ver­kehrs- und kli­ma­po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen. Aber wir machen eine Ver­kehrs­wende, die funk­tio­niert und sich an den Bedürf­nis­sen der Men­schen ori­en­tiert, nicht an Ideologien.”

Abschaf­fung Umwelt­spu­ren und umwelt­sen­si­tive Steuerung
Die Umwelt­spu­ren wur­den am 1. März 2021 außer Betrieb genom­men und im Bereich Mero­win­ger­straße und Cor­ne­li­us­straße durch eine erste Stufe der umwelt­sen­si­ti­ven Signal­steue­rung ersetzt. Auf Grund­la­gen von Ver­kehrs­men­gen wer­den die Ver­kehre auf ein luft­hy­gie­nisch ver­träg­li­ches Maß reguliert.
Gleich­zei­tig wird im Rah­men des Modell­vor­ha­ben Vin­DUS ein dyna­mi­sches modell­ba­sier­tes umwelt­sen­si­ti­ves Ver­kehrs­ma­nage­ment auf­ge­baut. Im Januar 2021 hat der OVA das Pro­jekt Vin­DUS beschlos­sen. Die Umset­zung ist bis Ende 2023 vor­ge­se­hen. Die­ses Modell­vor­ha­ben wird durch das Bun­des­mi­nis­te­rium für Ver­kehr und digi­tale Infra­struk­tur im Rah­men des Pro­gramms “Sau­bere Luft” gefördert.

Ziel ist der Auf­bau eines umwelt­sen­si­ti­ven Ver­kehrs­ma­nage­ment­sys­tems zur Ver­kehrs­in­for­ma­tion und Ver­kehrs­steue­rung. Das Sys­tem wird die aktu­ell kurz­fris­tig umge­setzte Steue­rung ablö­sen und dann weit­ge­hende umwelt­sen­si­tive Steue­rungs­mög­lich­kei­ten bie­ten mit denen die gül­ti­gen Grenz­werte ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen. Aktu­ell wer­den die benö­tig­ten Ver­kehrs­rech­ner­kom­po­nen­ten aus­ge­schrie­ben und imple­men­tiert. Erste modell­ba­sierte Schal­tun­gen der Ver­kehrs­tech­nik erfol­gen vor­aus­sicht­lich in der zwei­ten Hälfte des nächs­ten Jahres.

Mit einem umfang­rei­chen Maß­nah­men­bün­del hat die Stadt maß­geb­lich zum Zustan­de­kom­men des Ver­gleichs zwi­schen Deut­scher Umwelt­hilfe e. V. und Land NRW bei­getra­gen. Die­sel­fahr­ver­bote sind nun end­gül­tig auch für Düs­sel­dorf vom Tisch. Zu den ver­ein­bar­ten Maß­nah­men gehö­ren unter ande­rem die (bereits erwähnte) umwelt­sen­si­tive Ver­kehrs­steue­rung im Zulauf zur Mero­win­ger- und der Cor­ne­li­us­straße, die Beschleu­ni­gung des Bus­ver­kehrs durch digi­tale Ampel­schal­tun­gen, ein gesamt­städ­ti­sches Park­raum­kon­zept, eine weit­rei­chende Prü­fung von Tempo 30-Anord­nun­gen auf Haupt­ver­kehrs­stra­ßen sowie eine inten­si­vere För­de­rung des Radverkehrs.

Bil­dung Verkehrsdezernat
Die Grün­dung und Beset­zung des Ver­kehrs­de­zer­na­tes schafft die Basis für mehr Tempo. Die Vor­be­rei­tun­gen für eine Neu­auf­stel­lung auf der Ämter­ebene lau­fen auf Hoch­tou­ren und soll im nächs­ten Jahr abge­schlos­sen sein. Dann wird es ein Amt mit dem Schwer­punkt Tief­bau geben, sodass sich das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment auf Pla­nung und Bau von Stra­ßen und Rad­we­gen kon­zen­trie­ren kann, was zur Beschleu­ni­gung der Pro­jekte führt.

Rad­ach­sen, IPM und Radwege
Um den Aus­bau des Rad­haupt­net­zes noch wei­ter zu beschleu­ni­gen wurde die IPM mit der Pla­nung der ers­ten von vier Rad­ach­sen beauf­tragt. Die Nord-Süd-Rad­route ist knapp 10 Kilo­me­ter lang und führt vom nörd­li­chen Stadt­ge­biet bis zum Südring.

Die Gesamt­kos­ten der Rad­route betra­gen 2023 knapp 15 Mil­lio­nen Euro. Mit der Umset­zung soll in ers­ten Abschnit­ten in 2022 begon­nen werden.

In einer Infor­ma­ti­ons­vor­lage an den Ord­nungs-und Ver­kehrs­aus­schuss wur­den wei­tere drei Rad­ver­kehrs­ach­sen vor­ge­schla­gen, die schnell und zusam­men­hän­gend umge­setzt werden.
Im ers­ten Amts­jahr von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler wur­den drei lange Wege für den Rad­ver­kehr und drei grö­ßere Lücken­schlüsse mit einer Gesamt­länge von über sechs Kilo­me­tern fer­tig­ge­stellt: Bil­ker Allee/Oberbilker Allee (1,7 Kilo­me­ter), Karlstraße/Worringer Straße (1,3 Kilo­me­ter) und Köl­ner Straße (1,7 Kilo­me­ter), Eller Kamp (350 Meter), Fran­klin­brü­cke und Anschlüsse (500 Meter), Wit­zel­straße (450 Meter).
Aktu­ell umge­setzt wer­den zudem Bau­maß­nah­men auf der Gra­fen­ber­ger Allee (Bau­start Som­mer 2021, Auf­pflas­te­run­gen), Köl­ner Straße/Pempelforter Straße (Bau­start Som­mer 2021), Him­mel­geis­ter Straße (2. Bau­ab­schnitt – Bau­start Som­mer 2021) und am Joseph-Beuys-Ufer (Bau­start August). Im Novem­ber erfolgt der Bau­start am kom­ple­xen Kno­ten­punkt Ludwig-Hammers-Platz.

In Pla­nung sind Rad­we­ge­maß­nah­men auf der Euler­straße, Oederallee/ Hof­gar­ten­rampe, Auf’m Hen­ne­kamp, Düsselstraße/ Neus­ser Straße, Erkra­ther Straße/Reisholzer Straße, Königs­ber­ger Straße/Sandträgerweg (Pose­ner Straße bis Sand­trä­ger­weg), Oerschbach­straße (Ikea bis A46), Torf­bruch­straße (Sulz­bach­straße bis ein­schließ­lich Kreu­zung Dre­her­straße) und Karls­ru­her Straße (Hei­del­ber­ger Straße bis Venn­hau­ser Allee).
Neben dem Aus­bau des Rad­haupt­net­zes ist die Schaf­fung aus­rei­chen­der Fahr­rad­ab­stell­mög­lich­kei­ten ele­men­ta­rer Bestand­teil der Fahr­rad­för­de­rung in Düs­sel­dorf. Im Sep­tem­ber wurde auf dem Vor­platz der Düs­sel­dorf Arca­den an der Fried­rich­straße offi­zi­ell mit den Bau­ar­bei­ten zu einem Fahr­rad­park­turm begon­nen. Bis Herbst 2022 ent­steht dort eine voll­au­to­ma­ti­sche Fahr­rad­ab­stell­an­lage mit ins­ge­samt 120 Ein­stell­bo­xen für Fahr­rä­der und Pedelecs.

Aus­bau des Stadtbahnnetzes
Wäh­rend die Bau­ar­bei­ten beim 1. Bau­ab­schnitt der U81 lau­fen wurde für den zwei­ten Bau­ab­schnitt ein Bür­ger­dia­log durch­ge­führt, um das Pla­nungs­ver­fah­ren ergeb­nis­of­fen zu gestal­ten. Im Ergeb­nis gibt es zwei favo­ri­sierte Tras­sen-Vari­an­ten für die Rhein­que­rung, die beide direkt von der Arena über Lörick zum Hand­wei­ser füh­ren: eine Brü­cken­va­ri­ante mit anschlie­ßen­der Hoch­stre­cke bis nach Lörick und eine direkte Tunnelvariante.

Für die U80 ist der Auf­trag zur Durch­füh­rung einer Mach­bar­keits­stu­die für einen Gesamt­tun­nel Ken­ne­dy­damm — Ree­ser Platz — MERKUR SPIEL-ARENA/­Messe Nord erteilt wor­den. Im nächs­ten Schritt ist auf Basis der genann­ten Mach­bar­keits­stu­dien die Durch­füh­rung einer Bür­ger­be­tei­li­gung geplant. Hier­bei sol­len alle Vor- und Nach­teile sowohl der unter- als auch ober­ir­di­schen Pla­nun­gen ver­glei­chend auf­ge­ar­bei­tet wer­den, sodass in Zusam­men­ar­beit mit den jewei­li­gen Fach­pla­nern und Gut­ach­tern eine Vor­zugs­va­ri­ante gefun­den wird. Anschlie­ßend ist der Pro­jekt­start und die Auf­nahme der Pla­nun­gen samt Betei­li­gungs­ver­fah­ren vorgesehen.

Erstel­lung der Mach­bar­keits­stu­die zur K‑Bahn im neu gegrün­de­ten Stadt­Um­land­Ver­bund Regio­Netz­Werk gemein­sam mit den Städ­ten Kre­feld und Meer­busch mit der Unter­zeich­nung des “Let­ter of Intent” im August 2021, mit dem die wei­tere Aus­ar­bei­tung ver­ein­bart wurde.

Ladein­fra­struk­tur / E‑Mobilität
Auch der Aus­bau der E‑Ladeinfrastruktur wird vor­an­ge­trie­ben. Schnell­la­dein­fra­struk­tur (“Laden wie Tan­ken”) spielt hier­bei eine zen­trale Rolle. Dabei geht es sowohl um Ver­dich­tung als auch um den wei­te­ren Aus­bau hoch-fre­quen­tier­ter Lade-Stand­orte. Zur­zeit gibt es etwa 400 Lade­punkte, davon sind 20 Schnell­la­de­punkte. Die Anzahl der in Düs­sel­dorf ange­mel­de­ten E‑Fahrzeuge beläuft sich auf über 12.000.
Bis Ende 2021 sol­len 36 Schnell­la­de­punkte in Düs­sel­dorf instal­liert und circa 100 Nor­mal­la­de­punkte in Betrieb gehen. Ziel ist es sowohl ein flä­chen­de­cken­des Ange­bot an Nor­mal­la­de­säu­len zu haben als auch einen Ring von Schnell­la­de­sta­tio­nen an den Zufahrts­stra­ßen und den Hauptverkehrsachsen.

Park­raum­ma­nage­ment und P+R
Begon­nene Pro­jekte wie das geplante Park­haus Süd­park mit 800 Stell­plät­zen oder ein P+R‑Parkplatz Fro­schen­teich (bis zu 500 Stell­plätze) wer­den wei­ter­ver­folgt. Für das Park­haus Süd­park steht eine Mach­bar­keits­stu­die kurz vor der Fer­tig­stel­lung. Hier soll es Anfang 2022 einen Bedarfs­be­schluss geben. Für die Anlage Fro­schen­teich lau­fen Grund­stücks­ver­hand­lun­gen und die Vor­pla­nung wird vorbereitet.
Dies steht im Zusam­men­hang mit der Erar­bei­tung und regio­na­len Abstim­mung einer P+R‑Gesamtstrategie ein­schließ­lich Defi­ni­tion not­wen­di­ger kor­re­spon­die­ren­der Maß­nah­men zur För­de­rung der P+R‑Nutzung (Park­raum­ma­nage­ment, betrieb­li­ches Mobi­li­täts­ma­nage­ment etc.).

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Wir müs­sen bei der Ver­kehrs­wende und beim Aus­bau von Rad­we­gen die Belange aller berück­sich­ti­gen und abwägen.”

Die Ver­wal­tung erstellt aktu­ell ein gesamt­städ­ti­sches Park­raum­ma­nage­ment­kon­zept zu dem auch mehr Quar­tiers­ga­ra­gen gehören.

4. Kla­res Ziel: Kli­ma­neu­tra­li­tät 2035
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Kli­ma­schutz hat Prio­ri­tät und wird in allen Berei­chen der Ver­wal­tung mit­ge­dacht. Die­ser Schwer­punkt in unse­rer Arbeit spie­gelt sich auch deut­lich im Haus­halt wie­der. 60 Mil­lio­nen Euro sind in der jet­zi­gen Zeit ein ech­ter Kraft­akt, der mir am Her­zen liegt. Der Kli­ma­wan­del ist in Düs­sel­dorf längst ange­kom­men. Wir wer­den die Genera­tio­nen­auf­gabe ‘Kli­ma­schutz’ und ‘Kli­ma­an­pas­sung’ meis­tern und die Stadt kli­ma­ge­recht entwickeln.”

60-Mil­lio­nen-Euro-Paket
Die Stadt möchte Kli­ma­haupt­stadt wer­den und bereits 2035 die Kli­ma­neu­tra­li­tät errei­chen. Dazu sol­len die CO2-Emis­sio­nen in der Stadt von der­zeit 3,8 Mil­lio­nen Ton­nen auf rund 1,3 Mil­lio­nen Ton­nen im Jahr 2035 redu­ziert wer­den. Daher wird — trotz aller Spar­be­mü­hun­gen — das 60 Mil­lio­nen Euro Kli­ma­schutz­pro­gramm fort­ge­schrie­ben, unter ande­rem für Maß­nah­men im Bereich der ener­ge­ti­schen Gebäu­de­sa­nie­rung, der Umrüs­tung auf LED und eine Umweltakademie.

Kli­ma­pakt
Der Düs­sel­dor­fer Kli­ma­pakt zwi­schen Stadt und Wirt­schaft (Indus­trie- und Han­dels­kam­mer zu Düs­sel­dorf, der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf und der Kreis­hand­wer­ker­schaft Düs­sel­dorf) wurde am 7. Okto­ber unter­zeich­net. Um den gemein­sa­men Kli­ma­schutz­zie­len näher zu kom­men, müs­sen alle Akteure der Stadt­ge­sell­schaft aktive Bei­träge zum Kli­ma­schutz leis­ten. Die Wirt­schaft mit den Sek­to­ren Gewerbe, Han­del, Dienst­leis­tung und Indus­trie gehört mit 37,7 Pro­zent in Düs­sel­dorf wei­ter­hin zu den größ­ten Emit­ten­ten des Treib­haus­ga­ses Koh­len­di­oxid. Diese Akteure haben aber auch mit über 70 Pro­zent Min­de­rung der CO2-Emis­sio­nen in der Ver­gan­gen­heit bereits den höchs­ten Reduk­ti­ons­bei­trag geleistet.

Kli­ma­an­pas­sung: Pflan­zung von Bäumen
Aber auch der Sek­tor “Kli­ma­an­pas­sung” wird nicht außer Acht gelas­sen. “Plätze und Stra­ßen wie zum Bei­spiel der Kai­sers­wert­her Markt oder die Bis­mark­straße wer­den kli­ma­an­ge­passt umge­stal­tet. Hier wer­den ver­mehrt Bäume gepflanzt, die vor Hitze schüt­zen. Bäume sind ein wich­ti­ger Bau­stein in unse­rer Strategie!”
Im Früh­jahr 2021 hat das Gar­ten­amt ins­ge­samt 1.426 Baum­pflan­zun­gen an Stra­ßen (1.063 Bäume) und in Anla­gen (363 Bäume) vor­ge­nom­men, davon 500 Neu­pflan­zun­gen und 926 Nach­pflan­zun­gen. Dar­über hin­aus wur­den 7.000 junge Forst­pflan­zen im Rah­men einer Spende im Düs­sel­dor­fer Stadt­wald gepflanzt sowie 4.500 Forst­pflan­zen im Lantz‘scher Park.

Für die Pflanz­pe­ri­ode Herbst, Win­ter 2021/Frühjahr 2022 sind circa 550 Ersatz­pflan­zun­gen an Stra­ßen und 200 Ersatz­pflan­zun­gen in den Park­an­la­gen vor­ge­se­hen. Im Rah­men des Stadt­baum­kon­zep­tes wer­den in der Pflanz­pe­ri­ode Herbst, Win­ter 2021/Frühjahr 2022 rund 100 neue Bäume gepflanzt wer­den, 60 Ersatz­pflan­zun­gen vor­ge­nom­men und 40 Stand­ort­sa­nie­run­gen an vor­han­de­nen beson­ders erhal­tens­wer­ten Bäume durch­ge­führt, um die Stand­ort­be­din­gun­gen zu verbessern.

Um den Hit­ze­schutz an Spiel­plät­zen zu ver­bes­sern, wer­den im Herbst, Win­ter 2021/ Früh­jahr 2022 zusätz­lich 75 Schat­ten­bäume neu gepflanzt werden.

Stadt­wei­tes Hand­lungs­kon­zept Starkregen
Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf wapp­net sich für den fort­schrei­ten­den Kli­ma­wan­del und hat ver­schie­dene Pro­jekte initi­iert, um sich noch bes­ser auf Stark­re­ge­n­er­eig­nisse vorzubereiten.

Die aktu­elle Stark­re­gen­ge­fah­ren­karte mit höhe­rer Auf­lö­sung, höhe­rem Detail­lie­rungs­grad sowie einer modell­tech­ni­schen Kopp­lung zum Kanal­netz wurde im Sep­tem­ber 2021 ver­öf­fent­licht. Der­zeit erfolgt eine dif­fe­ren­zierte Ana­lyse des Scha­den­po­ten­ti­als. Mit die­sem nächs­ten Schritt wurde bereits Ende 2020 gestar­tet. Es wird im Rah­men der kom­mu­na­len Risi­ko­ana­lyse das Über­flu­tungs­ri­siko als Zusam­men­tref­fen von Gefähr­dung (Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit) und Scha­dens­po­ten­tial (Ver­letz­bar­keit) für kri­ti­sche Objekte und Berei­che ermit­telt und bewer­tet. Der dritte Schritt – das Hand­lungs­kon­zept – fun­giert auf Grund­lage der kom­mu­na­len Risi­ko­ana­lyse als Instru­ment für die Umset­zung von ämter­über­grei­fen­den Pro­jek­ten zur Über­flu­tungs­vor­sorge wie Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen.

5. Nach­hal­tige Stadt­ent­wick­lung kon­se­quent umsetzen
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Düs­sel­dorf zählt laut Ein­woh­ner­mel­de­sta­tis­tik 644.280 Ein­woh­ner. Bis 2040 erwar­ten wir aber einen mode­ra­ten Anstieg unse­rer Bevöl­ke­rung auf rund 700.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner. Das for­dert unsere Dyna­mik in allen Lebens­be­rei­chen. Wirt­schaft, Kul­tur, Han­del und Woh­nen müs­sen zusam­men gedacht wer­den – ebenso wie Maß­nah­men zum öko­lo­gi­schen Bau wie Dach­be­grü­nung, Solar­an­la­gen, CO2-Ver­mei­dung, smarte Gebäu­de­tech­nik und Bauen nach dem Cradle-to-Cradle-Prin­zip. Wir zei­gen in Düs­sel­dorf, wie Stadt­ent­wick­lung und Nach­hal­tig­keit Hand in Hand gehen.”

Zukunfts­pro­jekte
Mit einer gan­zen Reihe von wich­ti­gen Ein­zel­pro­jek­ten wird Düs­sel­dorf wei­ter­ent­wi­ckelt. Dazu gehört auch den Woh­nungs­bau ver­ant­wor­tungs­be­wusst und unter Umset­zung von Qua­li­täts­zie­len und Kli­ma­schutz zu gestalten.

Genera­tio­nen­cam­pus Kal­ku­mer Schloss­al­lee: Im Februar die­sen Jah­res hat der Rat die Ver­wal­tung beauf­tragt, den Betei­li­gungs- und Pla­nungs­pro­zess zur Flä­che “Nörd­lich Kal­ku­mer Schloß­al­lee” auf der Basis der Ergeb­nisse des Ver­fah­rens “Per­spek­ti­ven für den Düs­sel­dor­fer Nor­den” fort­zu­set­zen. Es soll ein “Mehr­ge­nera­tio­nen-Cam­pus” als Kom­bi­na­tion unter­schied­li­cher Funk­tio­nen und Ein­rich­tun­gen spe­zi­ell unter dem Gesichts­punkt der gemein­sa­men Nutz­bar­keit für alle Alters­grup­pen ent­ste­hen. Ein zukunfts­wei­sen­des Pro­jekt mit dem Fokus, den Gemein­schafts­ge­dan­ken und ‑nut­zen zu stär­ken sowie Jung und Alt mit­ein­an­der zu vernetzen.

Ben­rath: Das Schloss-Gym­na­sium und die Real­schule Ben­rath an der Hos­pi­tal­straße wei­sen aktu­ell — vor Ort ist es deut­lich sicht­bar — einen hohen Sanie­rungs­be­darf auf. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler hat vor­ge­schla­gen, für diese bei­den Schu­len ener­gie­ef­fi­zi­ente und den heu­ti­gen Anfor­de­run­gen ent­spre­chende Neu­bau­ten zu errich­ten. Hier­für sind Flä­chen an der Ben­ro­de­straße in unmit­tel­ba­rer Nähe vor­han­den. Dies ermög­licht nach Fer­tig­stel­lung einen naht­lo­sen Umzug der Schü­le­rin­nen und Schü­ler in die neuen Gebäude. Auf den so frei wer­den­den Flä­chen der heu­ti­gen Schul­stand­orte kön­nen dann durch die Städ­ti­sche Woh­nungs­ge­sell­schaft min­des­tens 350 bis 400 neue Wohn­ein­hei­ten errich­tet werden.

Neue Stadt­vier­tel
Auch der Metro Cam­pus wird nach­hal­tig! Die­ses Stadt­vier­tel der Zukunft kann übri­gens nur ent­ste­hen durch die Ent­schei­dung, den Groß­markt auf­zu­lö­sen. Die Metro-Pro­per­ties plant die Umstruk­tu­rie­rung ihres Stand­or­tes an der Wal­ter-Eucken-Straße. Mit dem Ziel, ein leben­di­ges Quar­tier zu ent­wi­ckeln, das neben Woh­nen (1.300 Wohn­ein­hei­ten) auch Ein­zel­han­del, gewerb­li­che Nut­zun­gen, Hand­werk und soziale Infra­struk­tur beinhal­tet und hohen öko­lo­gi­schen Stan­dards gerecht wird, wurde Ende 2020 ein städ­te­bau­lich-frei­raum­pla­ne­ri­scher Wett­be­werb durch­ge­führt. Das Wett­be­werbs­er­geb­nis ist Basis der anschlie­ßen­den Bauleitpläne.

Attrak­ti­ver öffent­li­cher Raum und Düs­sel­dor­fer Oper
Auch der öffent­li­che Raum wird attrak­ti­ver und zukunfts­fä­hi­ger – dazu zäh­len der Gus­taf-Gründ­gens-Platz, der Hein­rich-Heine-Platz und die Königs­al­lee. Zu letz­te­rem hat gerade ein Dia­log mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern begon­nen. Auch die Zukunft des Düs­sel­dor­fer Opern­hau­ses wird eines der Leucht­turm-Pro­jekte für Düs­sel­dorf. Nach einem umfäng­li­chen, brei­ten Betei­li­gungs­pro­zess legt die Ver­wal­tung der Poli­tik in Kürze eine Beschluss­vor­lage zur Her­bei­füh­rung einer Grund­satz­ent­schei­dung dazu vor.

6. Digi­ta­li­sie­rung und Netz­aus­bau vorantreiben
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Digi­ta­li­sie­rung ist ein ent­schei­den­der Hebel zur Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät in unse­rer Stadt sowie zur Ver­bes­se­rung der täg­li­chen Arbeit unse­rer Ver­wal­tung. Daher war mir eine zeit­ge­mäße und moderne digi­tale Infra­struk­tur schon bei Amts­an­tritt beson­ders wichtig.”

Giga­bit-Aus­bau
Mit den drei größ­ten Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­tern wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr inten­sive Part­ner­schaf­ten begon­nen. Die Deut­sche Tele­kom baut zum Bei­spiel aktu­ell in Düs­sel­tal und Flin­gern ihr Netz aus und bie­tet 40.000 Haus­hal­ten die Mög­lich­keit einen Glas­fa­ser­an­schluss zu erhal­ten. Voda­fone bie­tet Giga­bit-Geschwin­dig­kei­ten für 320.000 Haus­halte und Unter­neh­men in Düs­sel­dorf und wei­tere 12.000 Haus­halte und Unter­neh­men ans Giga­bit-Netz brin­gen. Und 1&1 hat das Com­mit­ment abge­ben, dass sie Unter­neh­men in Gewer­be­ge­bie­ten an ein Glas­fa­ser­netz anschließen.

Neue Wege des 5G-Ausbaus
Mit dem loka­len Unter­neh­men Voda­fone wurde vor weni­gen Wochen Deutsch­lands erste 5G-Antenne an einer Lit­faß­säule in Betrieb genom­men. Über 150 wei­tere sol­cher Säu­len fol­gen in den kom­men­den Monaten.

Städ­ti­sche Unter­stüt­zung des Ausbaus
Um die not­wen­dige digi­tale und effi­zi­ente Bear­bei­tung der Geneh­mi­gun­gen sicher­zu­stel­len, sind die ent­spre­chen­den Arbeits­ein­hei­ten des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment, die sich mit den Anträ­gen nach dem Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz (TKG) sowie der Geneh­mi­gung, Prü­fung und Abnahme von Tief­bau­maß­nah­men beschäf­ti­gen mit einer Ser­vice­stelle “Digi­tale Infra­struk­tur” und einem “Com­pe­tence Cen­ter Tief­bau” bes­ser auf­ge­stellt wor­den. So kön­nen Anträge nach dem Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz schnel­ler bear­bei­tet werden.

Smart City — Partnerschaften
Wie digi­tale Infra­struk­tur im Stadt­bild erleb­bar sein kann, zeigt das Pro­jekt “Zukunfts­straße Fürs­ten­wall” gemein­sam mit den Stadt­wer­ken und Voda­fone. Über 40 Stra­ßen­la­ter­nen wur­den ersetzt, neu ver­ka­belt und mit Sen­so­ren aus­ge­stat­tet — ein wich­ti­ges Real­la­bor um zu ana­ly­sie­ren, wie man bei­spiels­weise Park­raum­ver­füg­bar­kei­ten im öffent­li­chen Raum erhe­ben und Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zugäng­lich machen kann.

7. Inves­ti­tio­nen in Fami­lien sind Inves­ti­tio­nen in unsere Zukunft
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Was Düs­sel­dorf in den letz­ten Jah­ren im Neu­bau und bei der Sanie­rung von Schu­len geleis­tet hat, ist vor­bild­lich. Diese erfolg­rei­che Schul­bau­of­fen­sive set­zen wir fort und inves­tie­ren auch wei­ter­hin in Neu­bau, Ersatz­bau­ten und Sanie­rung, aber auch in den Kita­aus­bau, den Kin­der­schutz und Ange­bote für Senio­rin­nen und Senioren.”

Schul­aus­bau und Digitalisierung
In die­sem Jahr konn­ten Grund­stein­le­gun­gen für das neue vier­zü­gige Gym­na­sium und den Schul­stand­ort Heer­straße 18/18a, sowie Richt­feste für die St. Rochus-Schule (Moder­ni­sie­rung und Erwei­te­rungs­bau, neue Mensa) und den Erwei­te­rungs­bau der Lore-Lorentz-Schule gefei­ert wer­den. Zudem wur­den der Erwei­te­rungs­bau der Carl-Benz-Real­schule, der Ersatz­neu­bau des Franz-Jür­gens-Berufs­kol­legs, der Modul­neu­bau der Franz-Marc-Schule und Theo­dor-And­re­sen-Schule und die Sport­halle am Ceci­lien Gym­na­sium eröffnet.

Für das Jahr 2021 ist die Fer­tig­stel­lung von drei Um- und Erwei­te­rungs­bau­ten vor­ge­se­hen – am Max-Planck-Gym­na­sium, der Gemein­schafts­grund­schule Him­mel­geist, und der GGS und KGS St. Cäci­lia-Schule Benrath.

Auch die Umset­zung des vom Rat im Dezem­ber 2019 beschlos­se­nen Medi­en­ent­wick­lungs­plans schrei­tet voran. Bis 2024 wer­den alle 90 Schul­stand­orte mit Glas­fa­ser ver­sorgt sein. Die Schu­len der LHD wer­den in den nächs­ten Jah­ren suk­zes­sive flä­chen­de­ckend mit moderns­ter Visua­li­sie­rungs­tech­nik aus­ge­stat­tet. Ins­be­son­dere an den wei­ter­füh­ren­den Schu­len wird eine inter­ak­tive Visua­li­sie­rungs­tech­nik, in vie­len Fäl­len eine digi­tale Tafel, der Stan­dard wer­den. Auf­grund der gestie­ge­nen Anfor­de­run­gen an das Netz wird für alle Schu­len mit mehr als 600 Schü­le­rin­nen und Schü­lern die Band­breite auf 1 GBit erhöht; die Umset­zung soll bis Ende des Jah­res abge­schlos­sen sein. Zudem wer­den der IT-Sup­port für die Schu­len ein­ge­führt und die Schul­so­zi­al­ar­beit auf­ge­stockt. Auf Grund­lage des Rats­be­schlus­ses vom 4. Februar 2021 und der Ent­schei­dung im Jugend­hil­fe­aus­schuss (Sit­zungs­da­tum 15. Juni 2021) wurde der wei­tere Aus­bau der Schul­so­zi­al­ar­beit mit 75 zusätz­li­chen Voll­zeit­stel­len an Düs­sel­dor­fer Schu­len in den Jah­ren 2021, 2022 und 2023 fol­gend beschlossen.

Kita­aus­bau und Personaloffensive
Das Ange­bot ste­tig aus­bauen — bei gleich­zei­ti­ger Ent­las­tung der Eltern: Hat­ten wir die Ü3 Gebüh­ren bereits 2009 abge­schafft, haben wir in die­sem Kita­jahr den Ein­stieg in den Abbau der U3 Gebüh­ren gemacht. Der Aus­bau ist wich­tig. Unsere Bevöl­ke­rungs­pro­gno­sen sind ein­deu­tig: Die Zahl der Kin­der steigt deut­lich. Allein in 2021 wer­den durch die Fer­tig­stel­lung von 9 Tages­ein­rich­tun­gen ins­ge­samt 651 Plätze geschaf­fen, davon rund 200 Plätze U3. Die U3-Ver­sor­gungs­quote steigt von aktu­ell 51 Pro­zent auf 54 Pro­zent (circa 10.000 Plätze) im lau­fen­den Kita-Jahr. Bei den Kin­dern über drei Jah­ren wird es im Laufe des Kita-Jah­res gut gelin­gen, alle Kin­der mit einem Platz zu versorgen.

Es reicht aber nicht aus, Kitas zu bauen, sie brau­chen auch Per­so­nal: Des­halb wurde eine Per­so­nal­of­fen­sive gestar­tet und die Anzahl der Aus­bil­dungs­plätze ste­tig erhöht. Zum 1. August 2021 wer­den 501 päd­ago­gi­sche Ausbildungs‑, Stu­dien- und Prak­ti­kums­plätze in den städ­ti­schen Ein­rich­tun­gen ange­bo­ten. Die Zahl der Nach­wuchs­kräfte ent­spricht dann einem Fünf­tel der Beleg­schaft des Jugend­am­tes, und diese ste­hen damit zusätz­lich zu den rund 2.500 Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen den Kin­der- und Jugend­ein­rich­tun­gen unter­stüt­zend zur Verfügung.

Aus­bau der zen­tren plus
Mit Blick auf das Thema Armut und Ein­sam­keit im Alter kommt den “zen­tren plus” als wich­tigs­ter Teil des Hil­fe­sys­tems für ältere und alte Men­schen in Düs­sel­dorf, die noch zu Hause leben, eine beson­dere Bedeu­tung zu. Seit dem Jahr 2007 sind die “zen­tren plus” die Anlauf­stel­len für Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer ab 55 Jah­ren bis ins hohe Alter. Dabei hat die Corona-Pan­de­mie wich­tige Erkennt­nisse dar­über gebracht, wie ältere Men­schen noch bes­ser erreicht wer­den kön­nen. Hierzu gehört ins­be­son­dere, dass man nicht nur zu den “zen­tren plus” gehen kann – son­dern die “zen­tren plus” auch zu den Men­schen kom­men. Um das zu errei­chen, wer­den in einem ers­ten Schritt in den nächs­ten drei Jah­ren die 12 “zen­tren plus”- Depen­dan­cen zu voll­um­fäng­li­chen “zen­tren plus” aus­ge­baut. Trä­ger der “zen­tren plus” sind die Düs­sel­dor­fer Wohl­fahrts­ver­bände Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bund (ASB), Arbei­ter­wohl­fahrt (AWO), Cari­tas, Dia­ko­nie, Deut­sches Rotes Kreuz (DRK) sowie die Gemein­nüt­zige Stif­tung für Senio­ren­be­treu­ung Anger­mund e. V.

Kin­der­schutz­pro­jekt
Im Jahr 2020 gin­gen ins­ge­samt 1.023 Kin­der­schutz­mel­dun­gen in Düs­sel­dorf ein. Dies sind durch­schnitt­lich 4,65 Mel­dun­gen am Tag. Da Kri­sen und Gefähr­dungs­si­tua­tio­nen für Kin­der und Jugend­li­che auch nachts und am Wochen­ende statt­fin­den, hat Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler ange­regt, diese Auf­gabe auf 24 Stun­den / 365 Tage im Jahr qua­li­ta­tiv und quan­ti­ta­tiv aus­zu­wei­ten. Die Siche­rung des Kin­der­schut­zes soll auch in die­sen Zei­ten in glei­cher Qua­li­tät wie tags­über statt­fin­den. Auch die tele­fo­ni­sche Bera­tung von Fami­lien in Kri­sen­si­tua­tio­nen wird dadurch rund um die Uhr sichergestellt.

8. Gemein­sam ins Jahr 2022
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler: “Wir haben bereits viel erreicht, uns aber auch noch viel vor­ge­nom­men. Ich freue mich auf das Jahr 2022 und bli­cke posi­tiv in die Zukunft. Wir müs­sen die Zukunft in die Hand neh­men. Schritt für Schritt machen wir Düs­sel­dorf siche­rer, nach­hal­ti­ger, attrak­ti­ver und zukunfts­fä­hi­ger. Wir machen das gemein­sam. Gemein­sam im Stadt­vor­stand. Gemein­sam mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern unse­rer Stadt­ver­wal­tung. Gemein­sam mit den Rats­frauen und Rats­her­ren. Und gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern unse­rer Stadt.”