Der Dich­ter und Künst­ler Fer­di­nand Kriwet,©Axel Offergeld

 

Das Hein­rich-Heine-Insti­tut darf sich über eine beson­dere Schen­kung freuen: Im Nach­gang der Aus­stel­lung “Kri­wet – Ein Dich­ter aus Düs­sel­dorf” über­gab Bet­tina Brach, Leih­ge­be­rin und Nach­lass­ver­wal­te­rin Fer­di­nand Kriwets, dem Insti­tut eine Edi­tion der soge­nann­ten “Rund­schei­ben”, die den Schrift­stel­ler, Künst­ler und Mul­ti­me­dia-Pio­nier Fer­di­nand Kri­wet welt­be­rühmt machten.

“Fer­di­nand Kri­wet und seine Arbeit sind sehr wich­tig für mich. Daher freue ich mich, mit der Schen­kung einen Teil sei­nes Werks im Hein­rich-Heine-Insti­tut in Düs­sel­dorf zu wis­sen, dem Ort sei­ner künst­le­risch inten­sivs­ten Phase”, so Bet­tina Brach.

Insti­tuts­lei­te­rin Sabine Bren­ner-Wilc­zek: “Ich freue mich sehr über die Schen­kung der Edi­tion der Rund­schei­ben an das Hein­rich-Heine-Insti­tut. Eine wun­der­bare Bestä­ti­gung unse­rer Arbeit im Nach­gang zur Son­der­aus­stel­lung ‘Kri­wet — Ein Dich­ter aus Düs­sel­dorf’. Im Namen des Insti­tuts danke ich der Nach­lass­ver­wal­te­rin Bet­tina Brach sehr herz­lich für die gute Zusam­men­ar­beit und die Schenkung.”

Bei den “Rund­schrei­ben” han­delt es sich um “Seh­texte”, die Kri­wet erst­mals zu Beginn der 1960er-Jahre in Düs­sel­dorf rea­li­sierte. 1970 legte der Ver­lag DuMont Schau­berg eine Off­set-Edi­tion die­ser zehn Rund­schei­ben auf. Diese Arbeit Fer­di­nand Kriwets ist nicht nur ein kunst­his­to­risch bedeut­sa­mer Mei­len­stein, son­dern stellt heute auch ein begehr­tes Objekt im Kunst­han­del dar, das nun die Samm­lun­gen des Hein­rich-Heine-Insti­tuts berei­chert. Zusätz­lich hat Bet­tina Brach dem Haus ein Ori­gi­nal-Pla­kat Kriwets über­ge­ben, das des­sen Außen­ar­bei­ten doku­men­tiert, mit­tels derer er seine Poe­sie in den öffent­li­chen Raum brachte.

Zu Fer­di­nand Kriwet
Fer­di­nand Kri­wet (1942–2018) wurde in Düs­sel­dorf gebo­ren und in den 1960er- und 1970er-Jah­ren als Medi­en­künst­ler welt­be­kannt. Sei­nen Durch­bruch in der Kunst­welt erlebte er mit den “Rund­schei­ben”. Es folg­ten wei­tere Seh­texte und groß­for­ma­tige “Poem Pain­tings”, aber auch aus den Mas­sen­me­dien Radio und Fern­se­hen kom­po­nierte Hör­texte und Filme sowie Arbei­ten im Stadt­raum. Kri­wet selbst ver­stand sich in ers­ter Linie als Schrift­stel­ler. Sein lite­ra­ri­sches Haupt­werk “Rotor” ver­öf­fent­lichte er bereits mit 19 Jah­ren. Die Aus­stel­lung “Kri­wet – Ein Dich­ter aus Düs­sel­dorf”, die vom 12. Sep­tem­ber 2021 bis zum 9. Januar 2022 im Hein­rich-Heine-Insti­tut zu sehen war, stellte daher den Dich­ter Kri­wet und seine Düs­sel­dor­fer Jahre in den Fokus. Die Aus­stel­lung erfolgte in Koope­ra­tion mit der LWL-Lite­ra­tur­kom­mis­sion für West­fa­len und dem West­fä­li­schen Lite­ra­tur­mu­seum Kul­tur­gut Haus Nottbeck.