Leg­ten den Grund­stein für die Erwei­te­rung der Kita Kal­den­berg­straße (v.l.): Tho­mas Kolb (Karl Heuck GmbH), Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche, IPM-Geschäfts­füh­rer Michael Köh­ler, OB Dr. Ste­phan Kel­ler und Kita-Lei­te­rin Bri­gitta Mat­t­hies ‚©Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Platz für 128 Kinder/Inbetriebnahme für Juni 2023 geplant/Barrierefreier Auf­zug und grö­ßere Küche

Die Kin­der­ta­ges­stätte Kal­den­ber­ger Straße wird erwei­tert und erhält einen Anbau, der zukünf­tig als Fami­li­en­zen­trum genutzt wird. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler legte am Mitt­woch, 16. Februar, gemein­sam mit Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche, Jugend­amts­lei­ter Ste­phan Glaremin sowie Michael Köh­ler, Geschäfts­füh­rer der Immo­bi­lien Pro­jekt Manage­ment Düs­sel­dorf GmbH (IPM), den Grund­stein für das Pro­jekt. Die Inbe­trieb­nahme ist für Juli 2023 geplant. Die Gesamt­kos­ten des Pro­jek­tes belau­fen sich auf rund 5,11 Mil­lio­nen Euro.

Erwei­te­rung der Kapa­zi­tä­ten und breite Angebotspalette
Zukünf­tig wer­den 128 statt wie bis­lang rund 88 Kin­der Platz in der Ein­rich­tung haben. Die Kita wird um eine T1- und eine T2-Gruppe erwei­tert, sodass zwölf Kin­der unter drei Jah­ren und 28 Kin­der im Alter von drei bis sechs Jah­ren zusätz­lich betreut wer­den kön­nen. Damit wird die Kita sechs Grup­pen anbie­ten, dar­un­ter je eine Gruppe mit Kin­dern im Alter von zwei bis sechs Jah­ren, eins bis drei Jah­ren und ab vier Mona­ten sowie drei Grup­pen mit Kin­dern ab drei Jahren.

Die Kita Kal­den­ber­ger Straße liegt im Stadt­teil Holt­hau­sen und zeich­net sich durch einen inte­gra­ti­ven Ansatz aus. Kin­der aus 22 Natio­nen besu­chen die 1997 erbaute Kita, viele davon mit einem beson­de­ren För­der­be­darf. In der Kita wird bewusst mit der Unter­schied­lich­keit von Kin­dern und ihren Fami­lien im Sinne einer inklu­si­ven Päd­ago­gik umge­gan­gen. Um zusätz­lich zum Kita­be­trieb wohn­ort­nahe Ange­bote und Infor­ma­tio­nen für Fami­lien bereit­zu­stel­len, wird neben dem Kita-Erwei­te­rungs­bau auch ein Fami­li­en­zen­trum als Neu­bau an die bestehende Kita ange­baut. So sol­len zukünf­tig dort Begeg­nun­gen, Bera­tung, Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen und Ange­bote der Fami­li­en­bil­dung ermög­licht werden.

“Mit der Erwei­te­rung reagie­ren wir auf den hohen Bedarf an Betreu­ungs­plät­zen im Stadt­teil und rich­ten das Raum­pro­gramm auf eine moderne sechs­grup­pige Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung aus”, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler. “Außer­dem ent­steht durch die Ver­net­zung mit unter­schied­li­chen Koope­ra­ti­ons­part­nern, wie bei­spiels­weise Jugend­frei­zeit­ein­rich­tun­gen, offe­nen Ganz­tags­schu­len oder mit Bera­tungs­stel­len und Insti­tu­tio­nen der Fami­li­en­bil­dung ein abwechs­lungs­rei­ches und bedarfs­ori­en­tier­tes Ange­bot für alle Fami­lien im Stadt­teil. Sie erhal­ten auf kur­zen Wegen Anre­gun­gen, Unter­stüt­zung und schnelle Hilfen.”

Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche: “Die Kita Kal­den­ber­ger Straße und die Umbau­maß­nah­men sind ein gutes Bei­spiel, wie Inte­gra­tion und Inklu­sion gelebt wer­den kön­nen. Die Kita bie­tet als Teil­neh­me­rin des För­der­pro­gramms ‘plus­KITA’ schon jetzt eine Umge­bung an, in der alle Kin­der Zugang zu Bil­dungs­an­ge­bo­ten haben und somit Bil­dungs­chan­cen von Anfang an erhal­ten. Als zer­ti­fi­zier­tes Fami­li­en­zen­trum bün­delt die Ein­rich­tung zudem viele wei­tere Unter­stüt­zungs­an­ge­bote für Fami­lien unter einem Dach.”

Grö­ßere Küche und Ein­schrän­kun­gen wäh­rend der Bauzeit
Im Rah­men der Bau­maß­nahme wird ein bar­rie­re­freies WC sowie ein bar­rie­re­freier Auf­zug ein­ge­baut, der mobi­li­täts­ein­ge­schränk­ten Kin­dern und Erwach­se­nen Zugang zu allen Räum­lich­kei­ten und dadurch umfas­sende Teil­nahme ermög­licht. Um die Ver­sor­gung der Kin­der zu gewähr­leis­ten, bekommt die Kita eine neue, deut­lich grö­ßere Küche, in der frisch gekocht wird. Außer­dem wird ein grö­ße­rer Per­so­nal­raum mit Tee­kü­che errich­tet sowie einige Lager- und Putzmittelräume.

Die Umset­zung der Maß­ahme erfolgt durch das städ­ti­sche Toch­ter­un­ter­neh­men IPM im Auf­trag des Jugend­am­tes. Um die Bau­maß­nah­men umset­zen zu kön­nen, sind für die Bau­zeit Kita-Plätze um eine Gruppe für über 3‑Jährige redu­ziert wor­den. Ein Umbau im Bestand wäh­rend des lau­fen­den Kita-Betrie­bes bei vol­ler Beset­zung wäre nicht umsetz­bar gewesen.

Die Erwei­te­rung der Kita Kal­den­ber­ger Straße ist ein Schritt, um die hohen Bedarfe im Stadt­teil Holt­hau­sen zu decken. Damit ist das Aus­bau­pro­gramm für den Stadt­teil aber noch nicht abgeschlossen.