Start des Hilfs­pro­jekts am Stre­se­mann­platz: OB Kel­ler (4.v.r.), Miriam Koch (l.), Eve­lyn Flo­ry­sz­cak (2.v.r.) und Ste­pha­nie Kas­ten (3.v.r.) mit “den Fegern” Gre­gorz Kiraga (2.v.l.), Alvin Kaj­ta­zo­vic (3.v.l.) und Frank van Hou­ter (r.),©Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer

 

Pro­jekt­teil­neh­mer säu­bern das Quar­tier rund um den Stre­se­mann­platz von Schmutz, Unrat und Müll/Verbesserung der Lebens­qua­li­tät im Viertel

In Koope­ra­tion mit den Fran­zis­ka­ni­schen Sozi­al­wer­ken Düs­sel­dorf gGmbH — franz­freunde hat das Amt für Migra­tion und Inte­gra­tion ein Hilfs­pro­jekt für lang­zeit­ar­beits­lose und obdach­lose Men­schen ent­wi­ckelt. Drei bis­her arbeits­lose Män­ner star­ten am Diens­tag, 1. März, mit dem Pro­jekt “Die Feger”. Sie wer­den das Quar­tier im Rah­men eines 450-Euro-Mini­jobs rund um den Stre­se­mann­platz an jedem Werk­tag von Schmutz, Unrat und Müll säubern.

Für die Anwoh­ner bedeu­tet dies eine deut­li­che Umfeld­ver­bes­se­rung und somit eine Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät im Vier­tel. Die AWISTA unter­stützt das Pro­jekt mit Mate­ria­lien zur Müll­samm­lung und der Sicher­stel­lung der Müll­ent­sor­gung. Sozi­al­ar­bei­te­rin­nen und Sozi­al­ar­bei­ter der franz­freunde über­neh­men die Betreu­ung der Projektteilnehmer.

Für die drei Män­ner aus Polen, Kroa­tien und den Nie­der­lan­den bedeu­tet die­ses Pro­jekt Tages­struk­tur, Sinn­stif­tung und Per­spek­tive. Die Män­ner leben seit 2018 bezie­hungs­weise 2020 in Deutsch­land. Sie sind obdach­los und über­nach­ten in Not­schlaf­stel­len. Von den franz­freun­den wur­den sie nun im Rah­men eines 450-Euro-Mini­jobs ange­stellt. Die Kos­ten dafür trägt das Amt für Migra­tion und Integration.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler: “Ich danke allen Betei­lig­ten, den franz­freun­den, dem Amt für Migra­tion und Inte­gra­tion und der AWISTA für die Ent­wick­lung die­ses Pro­jekts und wün­sche einen guten Start. Düs­sel­dorf för­dert die Inte­gra­tion aller zu uns kom­men­den Men­schen. Es wäre schön, wenn das Pro­jekt Schule macht und auch an ande­ren Stand­or­ten unse­rer Unter­künfte für Woh­nungs­lose sol­che Pro­jekte star­ten würden.”

Miriam Koch, Lei­te­rin des Amtes für Migra­tion und Inte­gra­tion: “Mit die­sem Pro­jekt geben wir den Men­schen nicht nur ein Dach über dem Kopf, son­dern ermög­li­chen eine echte Per­spek­tive zur Integration.”

Eve­lyn Flo­ry­szc­zak, Geschäfts­füh­re­rin der franz­freunde: “Das Pro­jekt ist ein wich­ti­ger wei­te­rer Bau­stein und ergänzt das Hil­fe­an­ge­bot der franz­freunde mit der Not­schlaf­stelle an der Graf-Adolf-Straße und der dort ange­bun­de­nen Street­work­stelle. Wir freuen uns, dass wir den Men­schen dadurch hel­fen können.”

Die Not­schlaf­stelle an der Graf-Adolf-Straße 72 bie­tet 80 Plätze auf drei Eta­gen für Über­nach­tende an. Die franz­freunde über­neh­men die soziale Betreu­ung der Not­schlaf­stelle. Die inte­grierte Not­schlaf­stelle auf der Graf-Adolf-Straße ist ganz­jäh­rig, täg­lich von 17.30 bis 8.30 Uhr geöff­net. Die vier obe­ren Eta­gen der Immo­bi­lie mit ins­ge­samt 36 Plät­zen wer­den zur Unter­brin­gung obdach­lo­ser Frauen und Män­ner jen­seits des Not­schla­fens genutzt und vom kom­mu­na­len Sozi­al­dienst in den Unter­künf­ten betreut.