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Nach­rich­ten aus der Nachbarschaft

Neuss wird Aus­rich­ter der Lan­des­gar­ten­schau NRW 2026. Das gab Umwelt­mi­nis­te­rin Hei­nen-Esser am Mitt­woch, 30. März 2022, in Düs­sel­dorf bekannt. „Auf eine erfolg­rei­che LAGA 2026. Ich gra­tu­liere Neuss ganz herz­lich. Das Kon­zept ist nach­hal­tig, inno­va­tiv und städ­te­bau­lich über­zeu­gend. Zudem drängt es, das vor­ge­se­hene Areal wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die geplan­ten Vor­ha­ben zur grü­nen Stadt­ent­wick­lung sind beste Vor­aus­set­zun­gen für eine attrak­tive Lan­des­gar­ten­schau 2026. Mein Dank und meine Glück­wun­sche gehen aber auch nach Gref­rath und Waren­dorf. Alle drei Kon­zepte zei­gen tief­grei­fende Über­le­gun­gen, wie mit grü­ner Stadt­ent­wick­lung die Lebens­qua­li­tät der Men­schen in unse­rem Land geför­dert wer­den kann“, sagte Hei­nen-Esser bei der Bekannt­gabe im Atrium des Ministeriums.

Ina Schar­ren­bach, Minis­te­rin für Hei­mat, Kom­mu­na­les, Bau und Gleich­stel­lung, betonte in einer Video­bot­schaft: „Herz­li­chen Glück­wunsch nach Neuss. Beglück­wün­schen muss man aber alle drei Bewer­ber-Städte. Allein die Tat­sa­che der Bewer­bung hat in den jewei­li­gen Kom­mu­nen schon Vie­les vor Ort ange­sto­ßen. So haben alle eine Bestands­auf­nahme ihrer Stadt­ent­wick­lung voll­zo­gen und dabei den Fokus vor allem auf natur­räum­li­che Qua­li­tä­ten, Kli­ma­re­si­li­enz und attrak­tive Umfel­der gelegt. Sie haben Ideen ent­wi­ckelt, um durch den Aus­bau und die Auf­wer­tung von Park- und Grün­an­la­gen die Lebens­qua­li­tät wei­ter zu ver­bes­sern. So sind allein schon Ihre Bewer­bun­gen ein Gewinn.“

Beide Minis­te­rin­nen sag­ten Gref­rath und Waren­dorf, die sich neben Neuss für die Aus­rich­tung der Lan­des­gar­ten­schau 2026 bewor­ben hat­ten, ihre Unter­stüt­zung für die Umset­zung zen­tra­ler Teil­ele­mente ihrer Bewer­bun­gen zu. Eine zehn­köp­fige, unab­hän­gige Kom­mis­sion hatte die Bewer­bun­gen für die nun­mehr 20. Lan­des­gar­ten­schau begut­ach­tet und alle drei Bewer­ber­städte bereist. Am Ende fiel das Votum zuguns­ten von Neuss aus.

Hier soll die Umge­stal­tung des ehe­ma­li­gen Trab­renn­bahn­ge­län­des den Kern­be­reich der Lan­des­gar­ten­schau Neuss 2026 bil­den. Ein wei­te­rer Aspekt ergibt sich aus ihrer Lage im Kern­ge­biet der Stadt. Das anhal­tende Wachs­tum der Stadt Neuss macht eine vor­aus­schau­ende, lang­fris­tige Pla­nung erfor­der­lich. Auf dem rund 39 ha gro­ßen Areal soll ein nach­hal­tig ange­leg­ter Bür­ger­park ent­ste­hen. Die LAGA 2026 soll als Schar­nier­funk­tion für die nach­hal­tige Ent­wick­lung angren­zen­der Stadt­quar­tiere und die Erschlie­ßung von Zugän­gen zum Rhein dienen.

Neues För­der­an­ge­bot zur Pla­nung Grü­ner Infrastruktur
Um Städ­ten und Gemein­den die Ent­schei­dung für eine Bewer­bung leich­ter zu machen, stellt das Land ab sofort För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung, um Kom­mu­nen bei einer Poten­zi­al­ana­lyse ihrer Grün­pla­nung zu unter­stüt­zen. Für das neue Pro­gramm ste­hen in die­sem Jahr zunächst 100.000 Euro För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung. Die För­der­summe pro Kom­mune und Stu­die beträgt bis zu 15.000 Euro.

„Die Ana­ly­sen sol­len auf­zei­gen, wel­che kon­kre­ten Mög­lich­kei­ten sich für die ört­li­che Grün­pla­nung erge­ben, wel­che För­der­an­ge­bote dafür zur Ver­fü­gung ste­hen und wie groß die Poten­tiale für die Aus­rich­tung einer Lan­des­gar­ten­schau sind. Ich würde mich freuen, wenn diese Unter­stüt­zung gut ange­nom­men würde und wir für die Lan­des­gar­ten­schau 2029 wie­der viele starke Bewer­bun­gen erhal­ten“, sagte Minis­te­rin Heinen-Esser.

In Nord­rhein-West­fa­len gibt es seit 1984 Lan­des­gar­ten­schauen. Sie sind zu einem wich­ti­gen Instru­ment einer nach­hal­ti­gen Stadt­ent­wick­lung gewor­den. Sie haben das Poten­zial, die Lebens- und Umwelt­qua­li­tät in den Städ­ten und Gemein­den Nord­rhein-West­fa­lens zu ver­bes­sern. Die nächste Lan­des­gar­ten­schau fin­det 2023 in Höx­ter statt. Die Aus­schrei­bung für die Gar­ten­schau 2029 läuft noch bis zum 1. März 2024.