Foto: Rhein Fire

 

Nach zwei Nie­der­la­gen in Folge war es jedem Mit­glied in der Orga­ni­sa­tion von Rhein Fire bewusst, dass das Spiel gegen die Colo­gne Cen­tu­r­i­ons rich­tungs­wei­send sein würde. Mit einer wei­te­ren Nie­der­lage wäre der Abstand zum Tabel­len­füh­rer der Divi­sion South, den Bar­ce­lona Dra­gons, wei­ter ange­wach­sen, mit einem Sieg könnte man wei­ter um die Play­offs und den Ein­zug in das Finale der ELF in Kla­gen­furt Ende Sep­tem­ber kämpfen.

Äußerst kon­zen­triert hat­ten die Coa­ches und das Team des­halb in der ver­gan­ge­nen Woche einen ganz spe­zi­el­len Game­plan für den Battle of Rhein ent­wi­ckelt und mit dem Team instal­liert – mit dem Ziel, den Ball von der äußerst gefähr­li­chen Köl­ner Offense fern zu hal­ten und das Spiel durch Lauf­spiel zu kon­trol­lie­ren. Und die­ser Game­plan ging per­fekt auf.

Vor ins­ge­samt 9496 Zuschau­ern (neuer Liga­re­kord) zeigte das Team von Head­coach Jim Tom­sula von Anfang bis Ende eine äußerst kon­zen­trierte Leis­tung und domi­nierte das Spiel teil­weise deut­lich. Die gefähr­li­che Köl­ner Offense um Quar­ter­back Jan Wein­reich und sei­nen Lieb­lings­re­cei­ver Quin­ten Pounds wurde von der Fire Defense prak­tisch voll­stän­dig abge­mel­det. Egal was Wein­reich ver­suchte, es blieb erfolg­los. Immer wie­der war der Druck durch die per­fekt ein­ge­stellte Defense Line, hier vor allem durch Mar­tin Pin­ter, so hoch, dass der Köl­ner Quar­ter­back Bälle ein­fach unkon­trol­liert weg­wer­fen musste oder durch Sacks zu Boden ging. Zur Halb­zeit wurde der offen­sicht­lich ent­nervte Wein­reich dann auch aus­ge­wech­selt und durch Alex­an­der Frisch ersetzt, der seine Sache zwar deut­lich bes­ser machte, aber auch kei­nen Touch­down erzie­len konnte.

Die ers­ten Punkt des Spiels erzielte dann auch nicht die Fire Offense, son­dern Defense Star-Spie­ler Omari Wil­liams, der am Ende des 1. Quar­ters einen Pass abfan­gen und dann über 75 Meter hin­ter einer Walze sei­ner Mit­spie­ler zum Touch­down in die End­zone der Köl­ner tra­gen konnte (PAT Schuh­ma­cher). Im zwei­ten Quar­ter eta­blierte Fire dann wei­ter das Lauf­spiel und immer wie­der konnte Run­ning Back Daniel Ren­nich First Down nach First Down erzie­len, bis schließ­lich Full­back und Dampf­ramme Patrick Poetsch den Ball über den letz­ten Meter in die End­zone der Köl­ner zum Halb­zeit­stand von 14–0 tra­gen konnte (PAT Schuhmacher).

In der zwei­ten Halb­zeit änderte sich nichts. Die Köl­ner konn­ten den Ball kaum bewe­gen, die Defense von Rhein Fire stand wei­ter sicher und ließ kei­nen Touch­down zu. Die Offen­sive von Fire spielte auf Num­mer sicher und gab den Ball immer wie­der in die Hände von Ren­nich und kon­trol­lierte so die Uhr und das Spiel. Erst im letz­ten Quar­ter konnte Köln dann doch noch Punkte auf das Scoreboard brin­gen, mit einem 41 Yard Fiel­dgoal durch Appelt, das Daniel Schuh­ma­cher dann aber direkt im nächs­ten Drive mit einem 50 Yard Fiel­dgoal zum End­stand von 17–3 kon­tern konnte.

Nach dem Spiel fei­er­ten Fans und Spie­ler noch minu­ten­lang den Sieg der Mann­schaft mit lau­ten „Fire – Fire“ Rufen und die Mann­schaft, Coa­ches und Cheer­lea­der bedank­ten sich anschlie­ßend noch mit Hand­schlag bei den Fans. In der kom­men­den Woche hat die Mann­schaft nun eine so genannte Bye-Week, also ein spiel­freies Wochen­ende, bevor dann am 24.07. die Ham­burg Sea Devils zu Gast in der Schau­ins­land-Rei­sen Arena in Duis­burg sind. Auch dann wird es wie­der ab 12 Uhr die Rhein Fire Party vor der Arena geben, um 15 Uhr erfolgt der Kickoff.