Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler (m.) schnitt gemein­sam mit Gene­ral­inten­dant Wil­fried Schulz (r.) und Archi­tekt Chris­toph Ingen­ho­ven das sym­bo­li­sche Band durch,©Foto: Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Im August wur­den die Arbei­ten zum Gus­taf-Gründ­gens-Platz final fer­tig­ge­stellt. Am Sams­tag, 10. Sep­tem­ber, folgte das große Ein­wei­hungs­fest der Stadt Düs­sel­dorf zusam­men mit dem Schau­spiel­haus, an dem Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und unter ande­rem Pla­nungs­de­zer­nen­tin Cor­ne­lia Zuschke, Wil­fried Schulz, Gene­ral­inten­dant des Schau­spiel­hau­ses, Chris­toph Ingen­ho­ven, der mit sei­ner Archi­tek­tur den Platz maß­geb­lich prägt, sowie Prof. Tho­mas Fen­ner als Frei­raum­pla­ner teil­nah­men. Neben einer bun­ten Show mit vie­len Über­ra­schun­gen rund um die Ein­wei­hung wur­den die zahl­rei­chen Gäste im Rah­men eines öffent­li­chen Talks über die Bedin­gun­gen und Her­aus­for­de­run­gen im Zusam­men­hang mit öffent­li­chen Räu­men infor­miert. OB Dr. Kel­ler, Wil­fried Schulz und Chris­toph Ingen­ho­ven schnit­ten das Band, das sym­bo­lisch auch von den anwe­sen­den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern getra­gen wurde, durch und eröff­ne­ten den Platz.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kell­ler: “Mit dem Gus­taf-Gründ­gens-Platz haben wir im Her­zen Düs­sel­dorfs einen Ver­samm­lungs­ort geschaf­fen, der alle Besu­che­rin­nen und Besu­cher zum Aus­tausch, zum Ver­wei­len oder zum Bestau­nen der Was­ser­fon­tä­nen ein­lädt. Dass der Platz regel­mä­ßig gut besucht ist, zeigt, dass viele Men­schen diese Mög­lich­kei­ten gerne wahr­neh­men. Dar­über hin­aus bie­tet er eine ange­mes­sene Bühne, um Ver­an­stal­tun­gen rund um das Schau­spiel­haus mitzuerleben.”

Bevor das offi­zi­elle Eröff­nungs­si­gnal der Blä­ser ertönte, hat­ten ver­schie­dene Dar­bie­tun­gen von Lite­ra­tur bis Urban Dance die Zuschaue­rin­nen und Zuschauer begeis­tert und zeit­gleich die viel­fäl­ti­gen Nut­zungs­mög­lich­kei­ten des Plat­zes ver­deut­licht. Die Spie­le­rin­nen der U17-Fuß­ball­mann­schaft von For­tuna Düs­sel­dorf zele­brier­ten zudem ihre Fer­tig­kei­ten am run­den Leder.

Ein Flashmob ließ die Besu­chen­den zu einem Teil der Show wer­den und ver­schie­dene Musik­künst­ler schu­fen den ange­mes­se­nen akus­ti­schen Rah­men — dar­un­ter auch Mariana Sadovs­kaja, die tra­di­tio­nelle ukrai­ni­sche Musik mit moder­nen Welt­mu­sik-Akzen­ten neu interpretierte.

Hin­ter­grund
Die fei­er­li­che Eröff­nung des Gus­taf-Gründ­gens-Plat­zes ist ein Höhe­punkt des Umbaus der Düs­sel­dor­fer Innen­stadt. Der Bau der Wehr­hahn-Linie brachte den Stein ins Rol­len: Durch die neue zen­trale U‑Bahn-Ver­bin­dung, aber auch durch den Bau der Kö-Bogen-Tun­nel, ergab sich die ein­ma­lige Chance für Düs­sel­dorf, das Herz der Stadt neu zu gestal­ten. Ziel war es, bis­her tren­nende Stra­ßen­züge auf­zu­he­ben, um his­to­ri­sche Ver­bin­dun­gen zum Hof­gar­ten wie­der­her­zu­stel­len und die Auf­ent­halts­qua­li­tät in der Innen­stadt zu erhöhen.

In die­sem Rah­men wurde auch der Gus­taf-Gründ­gens-Platz zusam­men mit dem angren­zen­den Büro- und Geschäfts­ge­bäude Kö-Bogen II neu gestal­tet und bil­det nun zusam­men mit dem Schau­spiel­haus und dem Drei­schei­ben­haus das Zen­trum eines ein­ma­li­gen Ensem­bles. Die Ober­flä­che am Gus­taf-Gründ­gens-Platz wurde farb­lich an das bereits ver­legte Kö-Bogen-Pflas­ter ange­passt. Als Ober­flä­chen­ma­te­rial wurde ein Guss­asphalt ver­wen­det. Als zen­tra­ler Bestand­teil des Plat­zes wurde ein Fon­tä­nen­feld in die Ober­flä­che inte­griert. Die Fon­tä­nen sind beleucht­bar, sodass eine varia­ble Illu­mi­na­tion des Brun­nens mög­lich ist.

Im Spät­som­mer 2019 star­te­ten die Arbei­ten zum Gus­taf-Gründ­gens-Platz. Dabei wur­den zunächst Drai­nage- und Schot­ter­tra­ge­schich­ten auf die Decke der Tief­ga­rage des soge­nann­ten Kö-Bogens II auf­ge­bracht. Im Som­mer 2020 began­nen dann die Arbei­ten zur Her­stel­lung der Ober­flä­chen, ein­schließ­lich Baum­in­seln und Brun­nen­an­la­gen. Die Arbei­ten wur­den im August 2022 fer­tig­ge­stellt. Die Platz­flä­che ohne Schau­spiel­haus beträgt 9.000 Qua­drat­me­ter. Die Bau­kos­ten belau­fen sich auf rund 9 Mil­lio­nen Euro.